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Kurden leiden und die Welt schaut nur zu

Der kurdische Politiker Selahattin Demirtas fordertet nur Frieden und wurde deshalb zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Iran hat drei kurdische Aktivisten hingerichtet und am gleichen Tag noch das Lager einer kurdischen Partei bombardiert, dabei kamen 15 Menschen ums Leben. Die Kurden leiden immer mehr unter den herrschenden Regimes in der Hölle des Nahen Ostens. Die übrige Welt ist still und reagiert nicht…

Nach dem Ersten Weltkrieg zogen sich Briten und Franzosen aus dem Nahen Osten zurück und ließen viele Staaten zurück. Die Türkei, Syrien und der Irak waren drei dieser neuen Länder. In Lausanne zogen die Briten und Franzosen neue Grenzen für dieser Länder. Von diesen Grenzen waren in erster Linie Kurden betroffen. „Das Recht der Nationen, ihr Schicksal zu bestimmen“ wurde Kurden verwehrt.

1639 unterzeichneten der Iran (Safawiden-Reich) und das Osmanische Reich den Vertrag von Kasri-Shirin und teilten die kurdische Region unter sich auf. Nach Jahrhunderten wurde diese kurdische Region dieses Mal unter den Ländern Türkei, Irak und Syrien aufgeteilt. Sie sahen kein Problem darin, Kurden zu massakrieren und leiden zu lassen. Während die Geschichte für viele Völker Wandel btachte, blieb den Kurden ausschließlich Tod, Leid und Massaker überig.

Der Iran, Irak, Syrien und die Türkei scheinen wegen regionaler Interessen ständig in Konflikt zu sein. Wenn jedoch Kurden im Spiel sind, gehen sie stets gemeinsam vor. Die Kurden dagegen halten nicht zusammen und führen eine zersplitterte Politik. Der Grund für den hundertjährigen Erfolg der „Teile und Herrsche“ – Politik, welche von den Engländern stammt, ist diese gespaltene Politik der Kurden.

Wir sind im Jahr 2018 und Kurden werden immer noch hingerichtet, bombardiert, getötet, verhaftet und wegen ihrer Ansichten zu Haftstrafen verurteilt. An einem Tag kommen bittere Nachrichten aus der Türkei und am nächsten Tag aus dem Iran, Irak oder aus Syrien. Es gibt fast keinen Tag, an dem die Kurden nicht sterben, verhaftet werden oder leiden. Das Leiden der Kurden wird nicht in diesen vier Teilen enden. Es ist wahr, dass Kurden als ein Volk an sich viel zu viel Leid erfahren.

Das iranische Regime hat am vergangenen Wochenende drei junge kurdische Männer hingerichtet. Einer von ihnen war Ramin Panahi. In seiner letzten Botschaft sagte er: „Ich bin kein Terrorist. Ich bin ein Aktivist, der für die Rechte der Kurden kämpft.“ Die Hinrichtung des iranisch-kurdischen jungen Mannes wurde zuvor durch heftigen Reaktionen verbunden mit Kampagnen in den sozialen Medien zweimal verschoben. Am Morgen nach dem Idlip-Gipfeltreffen in der iranischen Hauptstadt Teheran, an dem auch der türkische Präsident Erdogan teilnahm, wurde nicht nur Panahi, sondern auch zwei seiner Cousins hingerichtet. Ist die Botschaft an die Kurden nicht eindeutig? Hat sich jemand außer Kurden und ihren Freunden den Hinrichtungen widersetzt? Nein! Die Welt ist still und reagiert nicht, sie nahm lediglich die Rolle eines Zuschauers ein. Ramin Panahis trauernde Mutter sagte: „Ich hatte ein ruhiges Gewissen und bin von einer Hinrichtung nicht ausgegangen. Sie haben ihn aber hingerichtet. Ramin ist nicht mehr da.“ Haben denn diese Worte bei keinem ein schlechtes Gewissen hervorgerufen? Ihre Worte sind so bitter gewesen, als wäre jedes einzelne Wort von ihr erst einmal in Leid eingetaucht und dann erst ausgesprochen worden. (Wow! Sehr gut!)

Noch am selben Tag bombardierte der Iran das Lager der kurdischen Partei İ-KDP in der Stadt Erbil der kurdischen Region im Irak. Dabei kamen 15 Kurden ums Leben. Es wurde behauptet, dass der Iran diese Raketen, die auf sie abgefeuert wurden, zum ersten Mal eingesetzt habe. Es ist nichts Neues, dass Staaten ihre neuen Waffen erst einmal bei Kurden ausprobieren. Es gibt viele Beispiele diesbezüglich. Saddams chemische Waffen in Halabdscha oder Erdogan, der noch in jüngster Vergangenheit seinen „nationalen Mehrfachraketenwerfer” das erste Mal im nordsyrischen Afrin getestet hatte…

In der Türkei wurden die Verteidiger des Friedens bestraft. Selahattin Demirtas, ehemaliger Co-Vorsitzende der HDP und Sirri Süreyya Önder, Abgeordneter der HDP, die von sechs Millionen Menschen in der Türkei unterstützt wird, wurden wegen ihrer Aussagen in der Zeit als noch Friedensgespräche mit der Regierung geführt wurden, zur Haftstrafe verurteilt. In der Türkei wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeschaltet und die Justiz ist im Garten des AK Palastes begraben. Die „Große türkische Gerechtigkeit“ sucht die Kurden schon seit mehreren Jahren nicht mehr auf.

Die USA und die westlichen Staaten widersetzen sich einer möglichen militärischen Operation von Syrien und Russland gegen radikale dschihadistische Gruppen in Idlib. Gleichzeitig erheben sie ihre Stimme dagegen. Wenn es jedoch um Kurden geht, nehmen sie alle die Rolle der drei buddhistischen Affen ein. Die westliche Demokratie behauptet in Sachen Kurden, nichts zu wissen, nichts zu sehen und nichts zu hören. Die Welt hält trotz der Geschehnisse ihre Ohren zu. Kurden stehen mit ihrer historischen Einsamkeit allein da. Kurden, die in der Hölle des Nahen Osten unter der repressiven Herrschaft von vier Länder leben müssen, haben nicht viele Möglichkeiten: Entweder halten sie zusammen und kämpfen gemeinsam für ihre Freiheit oder sie werden noch weiter hingerichtet, massakriert und müssen noch viel leiden.

WDR

Iran setzt offenbar Spionage-Software gegen Kurden und IS ein / Spyware in gefälschten Apps

Der Kampf gegen politische Gegner wird auch im Internet ausgetragen. Eine IT-Sicherheitsfirma hat jetzt einen Malware-Angriff per App entdeckt, der die Kontakte und SMS der Opfer ausspioniert. Urheber soll der Iran sein.

Der Name des Spionage-Programms kling harmlos: „Domestic Kitten“ („häusliches Kätzchen“). Doch die IT-Sicherheitsfirma „Check Point“ hat Hinweise gefunden, die auf einen staatliche gesteuerte Malware-Angriff aus dem Iran hindeuten. Sie konnten die ersten Attacken bis in das Jahr 2016 zurückverfolgen.

Versteckt ist die Spyware in einer „ISIS Wallpaper“ App, in einer gefälschten Nachrichten-App der „ANF Kurdistan Nachrichtenagentur“ und in einer falschen Version des Messengers „Videogram“. Die Auswahl der Tarn-Programme orientiert sich dabei an der vermeintlichen Zielgruppe, so Checkpoint: 97 Prozent der Betroffenen seien iranische Staatsbürger, es gäbe Hinweise, dass gezielt ethnische Minderheiten wie zum Beispiel Kurden zum Download verleitet werden sollten.

Nach dem Herunterladen einer verseuchten App, können die Angreifer unbemerkt persönliche Informationen aus dem Gerät des Opfers auslesen. Besonders kritisch ist, dass neben den Nutzerdaten auch Details zu den Kontakten und dem sozialen Netzwerk des Anwenders einsehbar sind. Dazu gehören SMS-Texte, Kontaktdaten, Browser-Historie, Fotos, und GPS-Daten.

Schadsoftware deutet auf iranische Regierung hin

Laut Check Point deutet die Vorgehensweise und der Aufbau der Schadsoftware auf iranische Regierungskreise hin. Die Überwachungsprogramme zielen auf Gruppen ab, die bereits durch verschiedene Behörden im Iran beobachtet werden.

So richtet sich die ISIS Wallpaper-App an Unterstützer und Sympathisanten der Terrororganisation. Die „Updates“ in der angeblichen Nachrichten-App der „ANF Kurdistan Presseagentur“ sind gefälscht und haben nichts mit der echten „ANF Kurdistan“ zu tun. „Dies lässt darauf schließen, dass die Hintermänner gezielt Kurden im Fadenkreuz ihrer Attacken haben“, erklärte Check Point.

240 Geräte infiziert, Zahl der Betroffenen ist höher

Laut der IT-Sicherheitsfirma sind aktuell 240 infizierte Geräte bestätigt, die Zahl der Betroffenen sei aber ungleich höher, da die Kontakte dieser Geräte ebenfalls betroffen seien. Unter den Opfern sind neben Iranern auch afghanische, irakische und britische Staatsbürger.

T-Online

50 Millionen Euro sollen die EU-Hilfen für den Iran betragen.

EU bringt Millionen-Unterstützung für den Iran auf den Weg.

50 Millionen Euro sollen die EU-Hilfen für den Iran betragen. Das Geld soll die Regierung in Teheran dazu bewegen, an dem Atomabkommen festzuhalten.

Um den Iran zum Festhalten am Atomabkommen zu bewegen, hat die EU ein 50 Millionen Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht. In einem ersten Schritt sollen mit acht Millionen Euro unter anderem kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden, wie die zuständige EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Weitere zehn Millionen Euro sind unter anderem für Projekte im Umwelt- und Gesundheitsbereich vorgesehen. Die EU sei fest entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem Iran fortzusetzen, kommentierte EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini.

Der Iran hatte zuletzt angekündigt, nur dann am Abkommen zum Verzicht auf eine Atombombe festhalten zu wollen, wenn er weiter ausreichend davon profitiert. Nach dem einseitigen Rückzug der USA ist dies allerdings nicht mehr sicher, da die Entscheidung von Präsident Donald Trump mit der Wiedereinführung von scharfen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verbunden ist.

Handelsblatt

Der Kommentar von Kazem Moussavi


50 Mio. EU-Fördergeld für die Henker im Iran: Damit ist die Bundesregierung verpflichtet, die Hinrichtung von Kurden zu verhindern!

Arsène Tchakarian: French Resistance fighter dies aged 101

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Arsène Tchakarian took part in anti-Nazi sabotage and ambushes

The last member of an immigrant group who fought the Nazis for the French Resistance has died aged 101.

Arsène Tchakarian escaped a Nazi crackdown in which 22 of the group’s fighters were shot by the German occupation forces in Paris in 1944.

He was awarded France’s highest honour.

President Emmanuel Macron tweeted that Tchakarian, an ethnic Armenian, was „a hero of the Resistance and tireless witness whose voice resonated strongly to the very end“.

Tchakarian only became a French citizen in 1958. He was granted several medals for gallantry, including the prestigious Legion of Honour in 2012.

How did he resist?

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Both Tchakarian and Manouchian were communists, like many of the partisans who resisted the Nazi occupation of Europe.

The collaborationist French Vichy regime issued a „red poster“ in February 1944 after the execution of Manouchian and his comrades, intended to convince the public that the fighters were just a foreign criminal gang.

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The infamous Vichy „red poster“ denouncing Manouchian’s group

Tchakarian managed to flee to Bordeaux, where he remained active in the Resistance until France was liberated in August 1944.

‚Because we loved France‘

After the war Tchakarian said the guerrillas were „not heroes“, but had „resisted because we could do it: we didn‘t have families or jobs.

„And we resisted because we loved France. It had adopted us.“

In later life he campaigned to get the Ottoman Turkish massacres of Armenians during World War One recognised internationally as genocide.

In 2014, the then French President, François Hollande, inaugurated a Missak Manouchian park in the Armenian capital Yerevan, with his Armenian counterpart at the time, Serzh Sargsyan.

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In 2014 former French President Hollande (R) honoured Manouchian in Yerevan

BBC

UPDATED / MORIA, Greece

Yesterday ( 25 May 2018 ) in the Hotspot camp Moria, there were attacks by ISIS/Daesh sympathizers from Deir ez-Zor against Kurds, which resulted in many injured, some severely. The attacks were justified with Kurdish families not adhering to the Ramadan fast. Gruesome Videos of the attacks are being shared online. Police reportedly stood by and did not intervene during the attacks.

Today, in an act of desperation about 130 Kurdish people, mostly from Afrin, collectively walked out of Moria towards Mytillini. Later, a police line was broken by desperate mothers holding their children.

Police then proceeded to shut the road off completely with a bus, blocking the road to Mytillini and leaving many in despair and fear of going back to Moria.

After hours in the scorching heat, some were seen to show signs of heat stroke, one man dropped to the floor unconscious. I called an ambulance, which arrived 1 hour and 12 minutes later. He could have died right there on the spot, which only bemused the police.

After a long standoff, at around 5:00pm a temporary solution was found to bring the Kurdish families to Sikamneas by bus.

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UPDATED: Ten Syrian Kurds in critical condition after attack at refugee camp in Greece

Syrian and Iraqi Arab refugees attacked several families on Friday afternoon in a refugee camp in Moria on the eastern Aegean island of Lesbos, leaving several Syrian Kurdish refugees severely injured, according to a representative.

The Representative of the Kurdistan Democratic Party (KDP) in Greece, Sarbast Mohammed, told Kurdistan 24 that no Kurds had died in clashes that erupted this weekend in a Greek refugee camp. He did, however, confirm that ten were critically injured, all of whom are from Afrin, Kobani, and Sulaimani.
He mentioned that 72 people, in total, were injured in the clashes and that Greek authorities had arrested three ethnically Arab suspects.
“Two of them are from Syria’s Deir Ez-Zor province, named Abu Ayisha and Abu Fatima. However, the third one is a Sunni Arab from Iraq,” the Kurdish representative said, stating they banded together against the Kurdish refugees and sparked a conflict.

Mohammed also suggested that many refugees in the camp inherited a similar ideology to that of the Islamic State (IS).
Eyewitnesses previously told Kurdistan 24 that four Syrian Kurds in the camp had been killed in the clashes.

“Syrian and Iraqi Arab refugees in the camp attacked Kurdish families driven by sectarian and ethnic hatred against the Kurds and killed four people. Among them were my cousins Izzat Tarbush and Kaniwar Tarbush as well as Ahmad and Kaniwar from Afrin,” Moro Tarbush, a Syrian Kurdish refugee living in the aforementioned camp, said.

He added that several others were injured in the clashes and claimed that Greek authorities in the camp did not interfere.
According to Tarbush, the attackers used sticks and metal bars to severely beat a 60-year-old man, breaking his legs and feet.
Afterward, some of the injured people were loaded by other camp residents onto stretchers made of blankets and transported to medical clinics available in nearby towns. Others were given first-aid by ambulance crews dispatched to the scene.
Riot police arrived later and restored order in the camp, but tensions remained for hours.

In a similar incident in Germany last year, a Syrian Arab refugee killed a Kurdish refugee in Oldenburg after he refused to fast during Ramadan, the Muslim’s holy month during which they avoid eating, drinking, and smoking at daytime.
At least 5,000 refugees and migrants are living in Moria, and another camp on the island and about 3,000 have been waiting for months for word of what officials will decide for their future.

More than 60,000 refugees and migrants, mostly from Syria, Iraq, and Afghanistan, have been in Greece for more than a year after border shutdowns throughout the Balkans halted the treacherous journey many planned to take to central and western Europe.
Lesbos was the main gateway to Europe in 2015 for nearly a million refugees and migrants.

Two years ago, the European Union and Turkey agreed to stem the flow of migrants. As part of the deal, migrants arriving at the Greek islands must be returned to Turkey unless they qualify for asylum, but processing papers can take months and protests over delays are common.

Kurdistan24

Anschlag auf KurdInnen

Schockierende Bilder aus dem Flüchtlingscamp Lesbos/Griechenland

Heute hat sich ein eine Gruppe aus Arabern, Afghanen und andere Islamistin zusammengeschlossen, um Jagd auf KurdInnen zumachen. Dabei wurden mindestens 4 KurdInnen ermordet und über 100 verletzt. Begründet wurde dieser Islamistischer feiger Anschlag mit dem fehlenden Fasten an Ramadan der KurdInnen.

VIDEO

Deutschland: Rückkehr der IS-Kämpfer

Mit dem Zerfall der Terrormiliz wollen viele IS-Kämpfer zurück in ihre Herkunftsländer. Für die Sicherheitsbehörden sind diese Rückkehrer eine ernstes Problem.



ARTE

Der Westen verrät die Kurden

Die Kurden haben ein Sprichwort: „Wir haben keine Freunde außer den Bergen“. In Afrin jedoch konnten selbst die Berge sie nicht vor den türkischen Kampfflugzeugen und den mit Ankara verbündeten islamistischen Milizen schützen. Obwohl die Videos von schrecklichen Hinrichtungen im tragischen Krieg in Syrien sicherlich nicht neu sind, wurde das Video in diesem Fall von einer Terrorgruppe gedreht, die unter dem Kommando eines NATO-Landes, der Türkei, operiert.

• Die westlichen Medien haben das Schicksal der Kurden, der Menschen, die ISIS für uns besiegt haben, ignoriert.

• Der britische Außenminister Boris Johnson twitterte: „Die Türkei hat Recht, wenn sie ihre Grenzen sichern will“. Der Westen gab den Türken grünes Licht für das Massaker an den Kurden.

• Die Kurden wurden heute, wie die Tschechen 1938, für nichts geopfert. Der Westen hat die Kurden in den letzten drei Jahren dreimal verraten. Sie waren unsere idealen Verbündeten. Sie öffneten ihre Städte, wie Erbil, für Zehntausende von irakischen Christen, die von ISIS aus Mosul vertrieben wurden. Das irakische Kurdistan ist heute neben dem Staat Israel der einzige Ort im Nahen Osten, der alle Religionen und Minderheiten beherbergt und schützt.

• Ein neues „München-Syndrom“ zeichnet sich nun über dem Westen ab. Die Kurden, wenn sie schon keinen Staat verdienten, waren zumindest unseres Schutzes würdig, vor allem nachdem sie uns geholfen haben, diejenigen zu stoppen, die uns auf den Boulevards von Paris die Kehle durchschneiden.

Das Video zeigt Mitglieder syrischer Milizen, die die Leiche von Amina Omar, einer kurdischen Kämpferin, die auch als „Barin Kobani“ bekannt war, missbrauchen. Sie wurde bei der Verteidigung von Afrin getötet, einem Stadtkanton in Syrien, der von der türkischen Armee von Recep Tayyip Erdogan angegriffen wurde.

In dem Video wird Omar, die zur weiblichen Einheit der Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) gehörte, „Sau“ genannt und ein Soldat tritt auf ihre Brust. Die Schändung ihrer Leiche symbolisierte nicht nur die Grausamkeit der Feinde der Kurden, sondern auch das Gefühl eines riesigen, unerträglichen moralischen und politischen Verrats, den die Kurden durch ihre westlichen Verbündeten erlitten haben.

„Schande: Der Westen verschließt die Augen vor dem Schicksal der Kurden“, schrieb Ivan Rioufol im französischen Le Figaro. „Sie kämpften mit uns im Krieg gegen ISIS. Erdogan bezeichnet dieses kleine Volk als ‚Terroristen‘, das Frauen bewaffnet, die ihre Haare im Wind wehen lassen und bei denen Religion Privatsache ist“.

Die westlichen Medien haben das Schicksal der Kurden, der Menschen, die ISIS für uns besiegt haben, ignoriert.

„Meine Schwester Barin hatte an der Seite der Koalition in Raqqa gegen den islamischen Staat und an vielen anderen Orten gekämpft“, sagte Omars Bruder aus der Stadt Kobane der Times. „Wie kann es Gerechtigkeit oder Vertrauen zwischen Verbündeten geben, wenn die Koalition ihren eigenen Nutzen über die Moral stellt und der Türkei erlaubt, uns anzugreifen, und das mit Nato-Waffen?“

Es hat ein „ohrenbetäubendes Schweigen“ der meisten westlichen Führer über die Kurden gegeben, die eine illegale türkische Invasion erleiden, sagte Sandeep Gopalan, ein Rechtsprofessor an der Deakin Universität in Melbourne. Die europäischen Kanzler haben alle die Kurden ihrem Schicksal überlassen.

Der britische Außenminister Boris Johnson twitterte: „Die Türkei hat Recht, wenn sie ihre Grenzen sichern will“. Der Westen gab den Türken grünes Licht für das Massaker an den Kurden.

Schlimmer noch, ein Aufruf der New York Review of Books erinnert uns daran:

Der türkische Angriff auf Afrin war völlig unprovoziert. Tatsächlich war Afrin während des größten Teils des syrischen Krieges so friedlich, dass es zu einem sicheren Hafen für Zehntausende von Flüchtlingen wurde – einige von ihnen sind jetzt zum zweiten Mal Flüchtlinge. In den von ihnen kontrollierten Kantonen hatten die kurdisch geführten Kräfte eine in Syrien einzigartige Oase der lokalen Selbstverwaltung, der Frauenrechte und der säkularen Herrschaft errichtet.

Die Schlacht von Afrin war eine schreckliche Niederlage für die Kurden in Syrien, eine mit entsetzlichen Folgen. Mindestens 820 kurdische Kämpfer wurden im Kampf getötet. Viele andere Tote müssen noch bestätigt werden. Zum Vergleich: 660 Kurden wurden im Kampf um die Befreiung von Raqqqa, der de facto syrischen Hauptstadt des ISIS-Kalifats, unter den Insignien der syrischen demokratischen Kräfte, die von den Vereinigten Staaten unterstützt wurden, getötet.

Robert Ellis hat Afrin mit dem Sudetenland in den 1930er Jahren verglichen:

Zwei Tage bevor der britische Premierminister Neville Chamberlain das Sudetenland im September 1938 in München an Nazi-Deutschland übergab, wies er das Thema als „einen Streit in einem fernen Land zwischen Menschen, von denen wir nichts wissen“ von sich. Ähnliches gilt für die Haltung des Westens gegenüber dem Angriff der Türkei auf die kurdische Enklave Afrin im Nordwesten Syriens.

In den frühen Morgenstunden des 30. September 1938 erlaubten Großbritannien, Frankreich und Italien den Nazis, das Sudetenland, eine Region der Tschechoslowakei, zu annektieren. Die tschechoslowakische Regierung widersetzte sich, aber ihre westlichen Verbündeten, die entschlossen waren, den Krieg „um jeden Preis“ zu vermeiden, waren bereit, mit Adolf Hitler zu verhandeln. Das Münchner Abkommen brachte jedoch keinen Frieden für Europa, sondern Krieg.

So wie die Tschechen für nichts geopfert worden waren, hat der Westen die Kurden in den letzten drei Jahren dreimal verraten. Zum ersten Mal in Kobane, der belagerten kurdischen Stadt an der Grenze zur Türkei, wo die Bewohner in einer Schlacht, die nur „die Hilflosigkeit des Westens gegenüber dem radikalen Dschihad offenbarte“, gegen den sicheren Tod unter ISIS kämpften. Nach Kobane wurden die Kurden bei ihrem Referendum über die Unabhängigkeit vom Irak im vergangenen September im Stich gelassen. Jetzt wurden sie in Afrin, dem syrischen Kanton, verraten, wo viele Minderheiten des syrischen Krieges Zuflucht gefunden hatten.

Als die Westler Ende 2014 beschlossen, direkt einzugreifen, um das ISIS-Kalifat loszuwerden, stießen sie auf ein offensichtliches Problem. Wie könnte der Westen die Islamisten besiegen, wenn wir nicht länger bereit sind, unsere Truppen und unser Leben vor Ort zu riskieren? Durch die Kurden. Es waren die kurdischen Streitkräfte, die den Jessiden auf der Flucht vor dem von ISIS an ihnen verübten Völkermord erste Hilfe leisteten. Tausende von Jessiden landeten in Massengräbern oder wurden gefangen und in sexuelle Sklaverei gebracht. Damals begann Deutschland, den Kurden Waffen zu liefern. Jetzt leiden die Jessiden in Afrin unter einer neuen Welle der Verfolgung durch die türkischen Verbündeten.

Bernard-Henri Lévy, der französische Philosoph, sagte kürzlich zu Le Figaro:

„Die Tragödie, die die Kurden erleben, ist das Zeichen einer beispiellosen Schwächung des Westens. Ist es das Äquivalent zur Schlacht von Adrianopel, die dem Fall Roms vorausging? Ich hoffe nicht. Aber die Zurückhaltung war eine derart große Schande…. eines dieser scheinbar anormalen Mikro-Ereignisse, die einen Wandel in der Welt signalisieren. Es ist nicht das erste Mal, dass der Westen seine Verbündeten oder Schwesterstaaten enttäuscht. Das war während des Aufstiegs des Nationalsozialismus der Fall. Dann beim Überlassen der Hälfte Europas an den Kommunismus“.

Die Kurden waren unsere idealen Verbündeten. Sie öffneten ihre Städte, wie Erbil, für Zehntausende von irakischen Christen, die von ISIS aus Mosul vertrieben wurden. Das irakische Kurdistan ist heute neben dem Staat Israel der einzige Ort im Nahen Osten, der alle Religionen und Minderheiten beherbergt und schützt. Der ehemalige Europaparlamentarier Paulo Casaca sagte, die kurdische Regionalregierung habe allen Minderheiten, die in anderen Gebieten des Irak stark verfolgt worden seien, den größten Respekt entgegengebracht.

Ein von den französischen Intellektuellen Pascal Bruckner, Bernard Kouchner und Stephane Breton unterzeichneter Aufruf sagt:

„Sie aufzugeben wäre ein unverzeihlicher moralischer Fehler. Die Kurden von Syrien haben die Islamisten besiegt, die die schlimmsten Angriffe in unserer Geschichte verursacht haben. Die türkisch-islamistischen Gräueltaten in Afrin versprechen nichts Gutes. Wenn junge kurdische Kämpfer mit bewundernswertem Mut von den Dschihadisten gefangengenommen werden, werden sie gefoltert, ausgeweidet und in Stücke geschnitten. Diese Barbarei ist unhaltbar. Die Kurden sind auch unsere einzigen Verbündeten in der Region und haben ihre Effektivität vor Ort unter Beweis gestellt. Wenn wir sie aufgeben, wird es niemanden geben, der uns hilft, neue terroristische Explosionen gegen uns einzudämmen. Schließlich bauen die Kurden von Syrien eine demokratische Gesellschaft auf, die den ethnischen und konfessionellen Pluralismus und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen respektiert. Dies wird einen tiefgreifenden Einfluss in einer von Tyrannei zerrissenen Region haben“.

Ein neues „München-Syndrom“ zeichnet sich über dem Westen ab. Die Kurden, wenn sie schon keinen Staat verdienten, waren zumindest unseres Schutzes würdig, vor allem nachdem sie uns geholfen haben, diejenigen zu stoppen, die uns auf den Boulevards von Paris die Kehle durchschneiden.

HaOlam

Breaking News: Saleh Muslim released

Former PYD Co-chair Saleh Muslim who was detained in Prague Saturday night has been released after appearing at court today.

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TEV-DEM foreign relations official and former PYD leader Saleh Moslem was detained in Prague, capital city of Czech Republic, at Turkey’s request Saturday night. In a statement on Sunday, Police of Czech Republic announced that he had been arrested in Prague at the request of the Turkish Interpol.

Moslem’s lawyer Tomas Pelikan stated that he had been detained in connection with a case Turkey opened against him in 2017.

Kurds and their allies held demonstrations around the world demanding the release of the Kurdish politician.

Several European politicians also condemned the arrest of Muslim and demanded his immediate release.

ANF




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