Archiv der Kategorie 'Türkische faschismus / Turkish fascism '

Gemeinsame Patrouille im Grenzgebiet Nordsyriens

Kräfte der internationalen Koalition gegen den IS und die QSD haben gemeinsam die von der türkischen Armee in Nordsyrien angegriffenen Gebiete besucht.

Eine Abordnung der internationalen Koalition gegen den IS und der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) hat die von türkischen Angriffen betroffenen Gebiete bei Kobanê und Girê Spî (Tall Abyad) aufgesucht. Im Kanton Kobanê patrouillierten die Kräfte gemeinsam entlang des Flusses Şêxler, der sich östlich der von der Türkei besetzten Region Cerablus befindet.

Auch in Girê Spî fand eine gemeinsame Patrouillenfahrt statt.

Angriffe seit vergangenem Sonntag

Das Erdoğan-Regime greift seit dem 28. Oktober Grenzdörfer in Nordsyrien an. Bei den bisherigen Angriffen auf Kobanê und Girê Spî wurden drei Personen getötet und mehrere Personen verletzt. Gestern Abend wurde ein zwölfjähriges Mädchen durch einen Kopfschuss tödlich verletzt. Bei den zwei weiteren Todesopfern handelt es sich um Mitglieder der lokalen Selbstverteidigungskräfte.

Offensive gegen IS abgebrochen

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben aufgrund der türkischen Angriffe eine Anfang September gestartete Offensive auf die IS-Hochburg Hajin an der irakisch-syrischen Grenze unterbrochen und eine klare Stellungnahme der von den USA angeführten internationalen Koalition eingefordert.

Koalitionssprecher Sean Ryan hatte gestern lediglich über Twitter erklärt, es bestehe Kontakt zur Türkei und den QSD, es werde versucht, die Lage zu entspannen. Ähnlich hatte sich das US-Außenministerium bereits am Mittwoch geäußert.

ANF

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Türkische Armee greift Dörfer bei Kobanê an

Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf Rojava ausgeweitet. Aktuell werden die Dörfer Kor Eli und Selim bei Kobanê beschossen.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur ANHA beschießt die türkische Armee aktuell zwei Dörfer westlich von Kobanê. Demnach wird das Dorf Kor Elî mit Mörsergranaten beschossen, das 15 Kilometer westlich von Kobanê liegende Dorf Selim wird mit Panzergeschossen angegriffen. Zwei Zivilisten sind verletzt worden.

Die Einheiten der YPG und YPJ beantworten gegenwärtig den Beschuss des Dorfes Selim durch die türkische Armee. Dabei wurde ein Fahrzeug der türkischen Besatzerarmee zerstört.

ANF

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Erdoğans gewalttätige Sicherheitsleute in Berlin

Die Personenschützer Erdoğans, die im vergangenen Jahr an den schweren Übergriffen auf Demonstranten in Washington beteiligt waren, befinden sich nun als Begleitung des Staatsbesuchs in Berlin.

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Begleitet von Protesten ist der türkische Staatspräsident Erdoğan heute zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Neben der Polizei patrouillieren auch bewaffnete Gruppen von Personenschützern und Agenten des türkischen Geheimdienstes unbegleitet durch das Berliner Regierungsviertel. Einige dieser Personen aus Erdoğans Entourage waren an den antikurdischen Angriffen beim Erdoğan-Besuch im Mai 2017 in Washington beteiligt. Einer der Angreifer, die in den USA zur Festnahme ausgeschrieben sind, wurde sowohl bei der Ankunft Erdoğans am Flughafen in Tegel als auch am Hotel Adlon gesehen, in dem Erdoğan wohnt. Im vergangenen Jahr wurde diesen Personen die Einreise im Rahmen des G-20-Gipfels als Begleitung Erdoğans verboten. Aufgrund der Krise zwischen Berlin und Ankara war dem Personenschutz Erdoğans auch verboten worden, Waffen zu tragen

ANF

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Wie Erdogan Angst und Misstrauen in Deutschland sät

Mithilfe einer Smartphone-App der Zentralbehörde der türkischen Polizei (EMG) können Kritiker der türkischen Regierung weltweit angezeigt werden. Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom spricht von einer „digitalen Gestapo-Methode“.

Mit einer App können mit Kritiker der türkischen Regierung von überall auf der Welt angezeigt werden. Die App der türkischen Polizei gibt es in den Stores von Google und Apple. Jeder kann sie sich herunterladen und jeden, von dem er denkt, dass er die türkische Regierung oder den Staatspräsidenten beleidigt, anzeigen.

Die Spitzel-App ist auch bei in Deutschland lebenden Türken in Gebrauch, wie Kommentare im App-Store belegen. Geheimdienstexperte Erich-Schmidt-Eenboom erkennt in der App den Tatbestand eines schweren Verstoßes gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung: „Damit erlischt das Aufenthaltsrecht. So sind die Ausländerbehörden gefordert, Denunzianten unter den Türken ausweisen zu lassen.“

Durch die Hobby-Spitzelei herrscht unter Türkischstämmigen auch in Deutschland mittlerweile ein Klima der Angst.

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oder


SWR.de

Samstagsmütter

Police attack Saturday Mothers at the 700th week of action

Turkish police did not allow the 700th week action of Saturday Mothers at IStanbul’s Galatasaray Square. Following an attack, police detained several people.

Today marks the 700th week of the action by Saturday Mothers, mothers and relatives of the victims of disappearances under the custody of state forces, who have been demanding justice and truth for their beloved ones at Istanbul’s central Galatasaray Square every Saturday.

The mothers were traditionally set to gather at Galatasaray Square for their weekly sit-in action, wearing t-shirts with “Saturday Mothers” writing on them, holding red roses and carnations in their hands as well as banners demanding justice and photographs of their disappeared relatives.

Already deployed at the scene, Istanbul police blockaded the area and did not allow the mothers access to the square.

Amid a siege by the police and security forces from the Yapı Kredi Cultural Centre, even taking photographs has been banned.

Stating that access to Galatasaray Square will not be allowed, police said the action has been prohibited by the Ministry of Interior.

Members of the Human Rights Association (IHD) who are accompanying the mothers and insisted on entering the square, were attacked by the police. Several people have been taken into custody.

ANF


Live Stream in Istanbul / Galatasaray

Polizeiangriff auf Samstagsmütter in Istanbul

Die Polizei in Istanbul hat die 700. Aktion der Samstagsmütter verboten und die Teilnehmer*innen am Galatasaray Platz angegriffen. Es gibt viele Festnahmen.

Heute findet die 700. wöchentliche Aktion der Samstagsmütter statt. Die Frauen fragen nach ihren „verschwundenen“ Angehörigen und fordern die Verurteilung der Täter. Die Polizei verbot die Kundgebung und griff die Teilnehmer*innen an.

Die Aktivist*innen hatten sich zuvor in den Morgenstunden beim Menschenrechtsverein (IHD) getroffen. Sie kamen mit roten Rosen und Nelken zum Verein und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Samstagsmütter“. Dort wurden die Aufgaben, Plakate und Bilder der Verschwundenen verteilt. Anschließend gingen die Teilnehmer*innen zum Galatasaray-Platz. Die Polizei hatte den Platz umstellt und hinderte die Protestierenden am Betreten. Die Polizei untersagte das Fotografieren und erklärte, die Aktion sei vom Innenministerium verboten worden. Anschließend wurden die Teilnehmer*innen angegriffen, es kam zu vielen Festnahmen.

ANF


Live Stream in Istanbul / Galatasaray

Nahles will Türkei notfalls retten

Sollte sich die Währungskrise der Türkei verschärfen, müsse Deutschland das Land unterstützen, fordert die SPD-Chefin. Der türkische Präsident Erdogan zeigt sich gegenüber Amerika weiter unnachgiebig.

SPD-Chefin Andrea Nahles hat deutsche Hilfen für die wirtschaftlich in Bedrängnis geratene Türkei ins Gespräch gebracht. „Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss, unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan“, sagte Nahles den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Türkei ist ein Nato-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden.“

Den für September geplanten Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland nannte Nahles richtig. „Die Bundesregierung muss mit der Türkei auf allen Ebenen im Gespräch bleiben“, sagte sie. „Es ist meine klare Erwartung an die Bundeskanzlerin, dass natürlich auch kritische Fragen angesprochen werden. Hierzu gehört insbesondere das Festhalten und die Inhaftierung von deutschen Staatsangehörigen in der Türkei.“

„Wir werden euch die Stirn bieten“

Die Türkei wird derzeit von einer Wirtschafts- und Währungskrise beherrscht, die die türkische Lira in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt hatte.

Verschärft wird die Krise durch Spannungen zu Amerika. Hier gibt Erdogan nicht klein bei. Auf dem Parteitag seiner islamisch-konservativen Partei Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) teilte er abermals die Vereinigten Staaten aus. „Einige denken, sie könnten uns drohen mit der Wirtschaft, Strafmaßnahmen, Devisenkursen, Zinsen und Inflation. Wir kennen eure Betrügereien, und wir werden euch die Stirn bieten“, sagte er. Auf dem Parteitag wurde Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu einstimmig als AKP-Chef bestätigt. Alle fast 1400 abgegebenen Stimmen seien auf Erdogan entfallen.

F.A.Z.

Massive Bedrohung der Wälder durch türkische Armee

Der türkische Staat stellt die größte Bedrohung der Natur Kurdistans dar. Jedes Jahr werden die Wälder der Region systematisch von staatlichen Kräften in Brand gesetzt.

An vielen Orten der Welt entstehen Waldbrände aufgrund der extremen Hitze und durch die von Menschen verursachte globale Erwärmung. In Kurdistan ist allerdings die Hauptverantwortliche für die Waldbrände die türkische Armee.

Es ist praktisch unmöglich, in der internationalen Presse oder den Agenturen Nachrichten darüber zu finden, wie diese oder jene Armee auf systematische Weise Wälder niederbrennt. In Nordkurdistan steckt die türkische Armee hinter fast jedem Waldbrand.

Das türkische Militär verübt Kriegsverbrechen in jeder Hinsicht. Eines der Verbrechen der türkischen Armee ist der systematische Angriff auf die Natur Kurdistans. In den letzten Tagen treffen immer neue Nachrichten von Waldbränden aus Kurdistan ein. Sie alle wurden von der türkischen Armee ausgelöst. Die Soldaten beschränken sich nicht darauf, die Brände zu legen, sie hindern auch die lokale Bevölkerung am Löschen. Die türkische Armee setzt damit ein Beispiel der Naturzerstörung, die nur mit dem Einsatz von Agent Orange im Vietnamkrieg vergleichbar ist. Laut eines Berichts des Menschenrechtsvereins IHD von 2017 wurden bei Militäroperationen mindestens 13 Waldbrände gelegt.

Einige der letzten Waldbrände sind:

Dersim: Der Sincik-Berg wurde in den vergangen drei Tagen zum zweiten Mal zum Ziel türkischer Bomben. Die Region war in den Morgenstunden des 14. August aus F-16-Bombern, unbemannten Drohnen und Kampfhubschraubern bombardiert worden. Durch die Angriffe gerieten Waldgebiete in Brand. Die Brände dauern weiterhin an.


Dersim


Dersim

Amed: In Pasûr (Kulp) in der nordkurdischen Provinz Amed steckten zum „Schutz“ des Silvan-Staudamms eingeteilte Armeeeinheiten ein Waldgebiet in Brand. Dadurch wurden bereits mindestens 10.000 Hektar Waldgebiet Opfer der Flammen. Auch hier verhinderte die Armee zunächst jegliche Löschversuche durch die Bevölkerung. Die Menschen versuchten, durch das Umgraben des Erdbodens zu verhindern, dass das Feuer ihre Häuser erreicht. Die Feuerwehr der Stadtverwaltung konnte die Brände schließlich unter Kontrolle bringen.

Çewlîg (Bingöl): In einer „Sondersicherheitszone“, die in der Provinz Çewlîg über die Dörfer Sivan, Doğanlı und Suveren verhängt worden ist, brach ein Waldbrand aus, der sich aufgrund des Windes auf die ganze Region ausbreitete. Die Dorfbewohner versuchen das Übergreifen des Brandes auf die Dörfer zu stoppen, von Seiten der Verantwortlichen findet keinerlei Intervention statt.

Der Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker (HDP) Erdal Aydemir erklärte dazu, dass immer noch Rauch in der Region aufsteigt. Aydemir sagte: „Seit gestern versuchen wir immer wieder den Gouverneur von Bingöl über seinen Privatsekretär zu sprechen, aber wir konnten ihn nicht erreichen.“

Aydemir wies darauf hin, dass der Staat keinerlei Bemühungen zum Löschen des Brandes unternommen habe: „Die Dorfbewohner versuchen alleine mit ihren eigenen Möglichkeiten den Brand von den Dorfgrenzen fernzuhalten.“

ANF

Turkish army attacks mountain goats with Katyusha in Zagros

The Turkish army targeted a pezovî (mountain goat) herd in the Zagros Mountain. Only one pezkovî kid survived the Katyusha attack.

Turkish forces in the Zagros Mountains, one of the places where the war is most intense, target nature and all living things. A group of pezkovîs (mountain goats) were even attacked by Katyusha as they moved about around them.

A group of pezkovî were targeted recently by the Turkish state around their encampments because the mountain goats were “distracting”. Guerrillas who control the area rescued the only surviving pezkovî kid after the attack and took the baby goat to the medics to be taken care of.

NOT IMPORTANT FOR THE TURKISH ARMY

Guerrilla Berivan has taken over the care of the pezkovî kid: “This is one of the animals we rescued from their atrocity. There they are positioned on a hill, and these animals were apparently interfering. For them it’s not important to kill these innocent, harmless animals. Many animals died in their attacks, it was just this little pezkovî that survived. We did all we could. We cleaned its wound.”

Berivan pointed out that it is not important for the Turkish army whether they kill a child, an old person or an animal.

THEY ARE ENEMIES OF NATURE

Another guerrilla said the Turkish army is an enemy to nature and animals as well, and added: “They oppress our people with the excuse that the people help the guerrilla. They see Kurdistan’s natural environment as an enemy as well. They even enjoy killing animals on Kurdistan’s lands. Sometimes they set forest areas on fire. According to the Turkish army, all these trees and animals are aiding and abetting us.”


ANF

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