Archiv der Kategorie 'KINDERN- CHILDREN'

Police severely wounds child in Muş

A child named Veysel Toplu has been severely wounded after being shot at from an armored police vehicle in Muş.

As a result of an armored police vehicle opening fire on the Istasyon Avenue in Muş city center, a 12 year old boy named Veysel Toplu who was in the second story of a building across the road at the time was severely wounded.

Veysel Toplu’s family took him to the hospital to be treated in the ICU, but the child is in critical condition.

According to eye witnesses, the police attacked the citizens protesting the incident with tear gas.

ANF

VIDEO

Türkische Justiz besteht auf Haft für Kinder von Sûr

Die während der Belagerung von Sûr verhafteten elf Minderjährigen wurden erneut zu über 36 Jahren Gefängnis verurteilt.

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Ende November 2015 war über den Altstadtviertel Sûr in der nordkurdischen Provinz Amed (Diyarbakir) eine Ausgangssperre verhängt worden. Es folgte ein Krieg der türkischen „Sicherheitskräfte“ gegen die kurdische Bevölkerung, der unzählige Menschen zum Opfer fielen. Monatelang musste die Bevölkerung unter den schlimmsten Bedingungen ohne Wasser, Lebensmittel und medizinischer Versorgung ausharren und wurde von Scharfschützen und aus Hubschraubern beschossen und bombardiert. Auf Druck der Bevölkerung von Amed und großem Einsatz der Demokratischen Partei der Völker (HDP) sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen wurde am 3. März 2016 für einige Stunden ein sogenannter Korridor geöffnet, einige Zivilist*innen konnten geborgen werden. Unter den auf diese Art aus Sûr geborgenen Menschen waren auch elf Kinder. Einige dieser Kinder, die nach 104 Tagen Belagerung und Krieg geborgen werden konnten, sind seit dem Tage in Haft. Es liegen ärztliche Atteste vor die belegen, dass sie während der Vernehmung gefoltert worden sind.

Staub auf Kleidung: Terroristen

Im Juni 2017 waren im Verfahren gegen die Kinder als Beweismittel Staub auf ihrer Kleidung herangezogen worden. Die Anwält*innen hatten erklärt, dass der Staub auf ihrer Kleidung nach über drei Monate anhaltendem Beschuss und den Bombardements des Stadtteils durch das Militär ganz normal sei, schließlich wurden ganze Straßenzüge im Verlauf des Krieges des türkischen Staates zu Staub und Asche. Auch Granatsplitter im Körper eines der Kinder, das verletzt wurde, wurden so zu einem Beweis der Anklage erklärt. Das Einbestellen eines Gutachters zur Klärung hatte das Gericht abgelehnt. Stattdessen waren die Kinder zu unterschiedlichen Haftstrafen von zweieinhalb bis fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. Eine Strafminderung hatte man den Kindern nicht zugestanden, da die Justiz „eine negative Haltung“ der Kinder vor Gericht als erwiesen ansah, weil die Kinder ihre Verteidigung in kurdischer Sprache hielten. Sie hatten erklärt, dass sie unschuldig seien und aufgrund der Belagerung in Sûr dort eingeschlossen waren.

Staatsanwaltschaft: 12-Jährige sind Mitglieder in Organisation

Nachdem das Berufungsgericht das Urteil des Jugendgerichts aufgehoben hatte, war der Fall wieder aufgerollt worden. Gestern fand der vierte Verhandlungstag im neuen Verfahren gegen die Kinder von Sûr statt, bei der einige der ohne Verhaftung angeklagten Minderjährigen und ihre Anwält*innen anwesend waren. Erneut behauptete die Staatsanwaltschaft, die Kinder seien Mitglieder einer „Terrororganisation“ und hätten aus eigenem Antrieb für Ziele eben dieser Organisation gehandelt. Daher sei es angemessen, die Kinder wegen „Mitgliedschaft in einer Organisation“ zu bestrafen, sie jedoch aus Mangel an Beweisen von dem Verdacht hinsichtlich der Aktivitäten für die „Beseitigung der territorialen Integrität und der Einheit des Staates“ freizusprechen. Unter Berücksichtigung der bereits abgesessenen Untersuchungshaft forderte der Staatsanwalt außerdem die Freilassung der Kinder.

Das Gericht argumentierte daraufhin, dass nach der Annahme der Anklageschrift die Verteidigung nicht in einer anderen als in der türkischen Sprache erbracht werden könne und verhängte die vom Berufungsgericht aufgehobenen Urteile ein weiteres Mal.

Über 36 Jahre Haft

Die ohne Verhaftung angeklagten Kinder M.F.D., S.K., F.B., M.S.K. und A.A. wurden wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ zunächst zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt. Das Gericht minderte die Strafe wegen guter Führung und der Tatsache, dass die Kinder nicht vorbestraft sind und unter Berücksichtigung darauf, dass sie zum Zeitpunkt zwischen 12 und 15 Jahren alt waren auf jeweils 2,5 Jahre und setzte die Strafe zu einer dreijährigen Bewährung aus.

R.A., R.H. und Ş.A. jedoch wurden wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ zu jeweils drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Im Fall von F.Y. und M.Ç. hagelte es jeweils vier Jahre, fünf Monate und 10 Tage Gefängnis. Ö.S. muss für insgesamt fünf Jahre und vier Monate in Haft. Die Gesamtstrafe für die Kinder von Sûr beläuft sich somit auf 36 Jahre, acht Monate und 20 Tage Haft.

ANF

Die letzten Tage von Afrin

Am 20. Januar startete der türkische Präsident Erdogan mit seinen Verbündeten die „Operation Olivenzweig“, den Angriff auf die Kurden in der Region um die Stadt Afrin, seit 2012 unter deren Kontrolle. Für Ankara sind die Kurden wegen ihrer angeblichen Nähe zur kurdischen Arbeiterpartei PKK nach wie vor Terroristen – obwohl die syrische Kurdenmiliz YPG zum wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den IS geworden war. ARTE-Reporter Yuri Maldavsky war bei einer der internationalen Brigaden, die auf Seiten der kurdischen YPG eigentlich gegen den islamistischen Terror gekämpft hatten: darunter ein Italiener, ein Engländer und ein Amerikaner. Nach den Angriffen mit schwerer Artillerie, Bomben und Raketen fiel Afrin am 18. März. Damit endete wieder einmal der Traum der Kurden von einer eigenen autonomen Region an der Grenze zur Türkei. Die internationale Gemeinschaft, allen voran die USA, rührten sich nicht, als Erdogans Soldaten die Region Afrin eroberten.

ARTE

Endless war for the Kurds

Nearly 170,000 civilians have fled their homes following the Turkish invasion of the Syrian city of Afrin

Gabriel Chaim / CNN

Moschee in Herford: Kinder in Uniform

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Der Vorfall ereignete sich in einer Moschee der Türkisch islamischen Union Ditib: Kinder in Uniform und mit Spielzeugwaffen in der Hand paradieren über die Bühne. Offensichtlich eine Aufführung, die auf einen militärischen Sieg in Zusammenhang mit dem türkischen Staatsgründer Atatürk anspielte. Der Aufmarsch wurde auf Video festgehalten und dem Vorsitzenden der CDU im Kreis Herford, zugespielt. Tim Ostermann forderte daraufhin eine Stellungnahme des Moscheeverbands Ditib. Die kam am Freitag (13.04.2018): „Als Bundesverband haben wir gegenüber dem Ortsverein Herford unseren Unmut über die Aufführung gezeigt und die Verantwortlichen aufgefordert, zurückzutreten“, heißt es in einem Schreiben an den WDR.

Gemeinde „von der Aufführung überrascht“

Am Tag zuvor hatte die Ditib Islamische Gemeinde in Herford den Vorfall bedauert: Man werde „dafür Sorge tragen, dass sich sowas nicht wiederholt“. Die Aufführung sei ohne Zutun der Gemeinde entstanden und finde ihre Zustimmung nicht. Die Aufführung sei nicht von dem eigentlich Zuständigen vorbereitet worden. Daher habe es „die übliche Qualitätskontrolle“ nicht gegeben, sodass auch die Gemeinde von der Aufführung überrascht gewesen sei.

Herfords Bürgermeister zeigt sich entsetzt

Der Herforder Bürgermeister Tim Kähler zeigte sich in einer schriftlichen Stellungnahme entsetzt über das Video: „Hier werden Kinder instrumentalisiert. Sie werden in Uniformen gesteckt, rufen militärische Kommandos und salutieren.“ Das sei „verstörend und alles andere als integrationsfördernd.“ Bei einem Gespräch am Freitag (13.04.2018) im Herforder Rathaus mit drei Vertretern der Ditib-Moscheegemeinde kamen beide Seiten überein, dass der Auftritt der uniformierten Kinder inakzeptabel sei und zudem einen Imageschaden für die Stadt bedeute.

Integrationsminister übt Kritik an Ditib

NRW-Integrationsminister Joachim Stamp findet die Videoaufnahmen „verstörend“ und wolle sie nicht „hinnehmen“. Es gebe einen Trend, dass „sich einige bei Ditib nicht mehr als Religionsgemeinschaft in erster Linie verstehen, sondern als verlängerter Arm eines türkischen Nationalismus“. Der politische Islam habe in Deutschland „nichts verloren“, so der FDP-Politiker gegenüber dem WDR.

Eltern erstatten Anzeige

Der Polizei liegen mittlerweile neun Anzeigen gegen die Person vor, die das Video aus der Herforder Moschee veröffentlicht hat. Die Eltern sehen in der Veröffentlichung eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder.

WDR

„Die Lage ist katastrophal“

In Afrin kämpfen türkische Soldaten gegen die kurdische YPG-Miliz – und das mit deutschen Waffen. Heuteplus hat mit einem Arzt gesprochen, der gerade dort war.

ZDF

Rüstungsgüter für die Türkei – Neue deutsche Waffen – trotz Afrin

Obwohl die Bundesregierung die türkische Offensive in Afrin als „inakzeptabel“ bezeichnet, genehmigte sie seit deren Beginn Rüstungsexporte in Millionenhöhe an die Türkei.

Bei „allen berechtigten Sicherheitsinteressen der Türkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung vergangene Woche. Doch ungeachtet dieser Einschätzung genehmigt die Bundesregierung weiter Rüstungsexporte an die direkte Konfliktpartei Türkei.

Dabei handelt sich unter anderem um Munition, Feuerleitanlagen – also Technologien zur Verbesserung der Zielgenauigkeit von Waffensystemen –, militärische Luftfahrzeuge, Software und Materialien zur Herstellung von bestimmten Rüstungsgütern. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linkspartei hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt.

Insgesamt genehmigte die Bundesregierung seit dem 20. Januar 2018, dem Beginn der türkischen Militäroffensive „Olivenzweig“ gegen kurdische Milizen in der nordwestsyrischen Region Afrin, neue Rüstungslieferungen in Höhe von knapp 4,4 Millionen Euro. Im Zeitraum direkt davor – vom 18. Dezember 2017 bis zum 24. Januar 2018 – betrug der Genehmigungswert fast zehn Millionen Euro.

Scharfe Kritik an den Genehmigungen

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei findet das zynisch. Aus Sicht von Sevim Dagdelen genehmigt die Bundesregierung damit die Ausfuhr von Kriegswaffen in ein Spannungsgebiet: „Hier steht eindeutig die Glaubwürdigkeit der Bundeskanzlerin in Frage. Es kann nicht sein, dass man einerseits den Einmarsch als inakzeptabel verurteilt, diese Kritik aber keinerlei Konsequenzen hat – ganz im Gegenteil auch noch eindeutiger Nachschub an Waffen genehmigt wird.“

Man könne nicht ausschließen, dass Teile dieser Lieferung auch bei der türkischen Offensive gegen die kurdischen Milizen eingesetzt würden, räumt auch der Außenpolitiker und stellvertretende Fraktionsvize der SPD, Rolf Mützenich, ein. Er hält die neuen Genehmigungen daher ausdrücklich für falsch: „NATO-Staaten wie die Türkei haben zwar offenere Liefermöglichkeiten, diese können aber auch verwehrt werden. Und in diesem Fall wäre das angebracht.“

Keine völkerrechtliche Bewertung

Zu einer eigenen völkerrechtlichen Bewertung des türkischen Einmarsches in Afrin sieht sich die Bundesregierung weiterhin nicht in der Lage. Auch in der Antwort des Auswärtigen Amtes auf die kleine Anfrage der Linkspartei heißt es: „Zur Selbstverteidigungslage, in der die Türkei sich nach ihrer Auffassung befand, liegen der Bundesregierung keine vollständigen Tatsacheninformationen vor, die eine eigene völkerrechtliche Bewertung erlauben würden.“

Für Dagdelen liegen die Gründe für das Zögern der Bundesregierung auf der Hand: „Eine Verurteilung als völkerrechtswidrig hätte zur Folge, dass Waffenlieferungen an die Türkei als Mittäterschaft und Beihilfe zum Angriffskrieg bewertet werden müssten. Das aber ist untersagt. Die Bundesregierung würde sich in dem Fall also sozusagen selbst anklagen, deshalb reagiert sie so widersprüchlich.“

Verstoß gegen das Völkerrecht?

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages jedenfalls hat die Verhältnismäßigkeit der Militäroperation bereits vor Wochen klar bezweifelt. Die Fraktionen von Union und SPD nennen den Einsatz offen völkerrechtswidrig.

Der SPD-Außenpolitiker Mützenich fordert daher, dass die Bundesregierung eine klare Sprache sprechen solle: „Wir bewerben uns für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, wo das Völkerrecht eine ganz wichtige Rolle spielt.“ Mützenich schlägt außerdem vor, Deutschland solle sich als Vermittler anbieten. Schließlich hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gerade erst angekündigt, die Militäroffensive noch einmal auszuweiten – sowohl in Nordsyrien als auch im Irak.

Tagesschau.de

Schule kämpft gegen die Abschiebung des krebskranken Edgar

Lehrer und Mitschüler wissen, dass der 14-Jährige auf eine gute Behandlung angewiesen ist.

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Edgar (14, vorne links) droht die Abschiebung nach Armenien. Das will seine Schule verhindern – unter anderem auch seine Lehrerin Janina Herrmann (35, rechts). Foto: André Hirtz

„Gemeinschaftlich handeln“ – das ist das Schulmotto des Essener Helmholtz-Gymnasiums. Und wie kaum eine andere Schule setzt die Schulgemeinschaft das auch um – besonders seit Mittwoch vergangener Woche. Da nämlich hatte sich der 14-jährige Schüler Edgar einer Lehrerin und einigen Mitschülern anvertraut: Seine Abschiebung nach Armenien stehe unmittelbar bevor.

Seitdem versuchen Lehrer und Schüler gemeinsam zu verhindern, dass Edgar gehen muss. Sie haben über 800 Unterschriften gesammelt, mit Medien gesprochen und an Politiker und Behörden appelliert. Denn Edgars Fall ist ein Härtefall. Der 14-Jährige leidet an Morbus Hodgkin. An Lymphdrüsenkrebs.

Sein älterer Bruder war an derselben Krankheit in Armenien verstorben, weil sie dort nicht richtig behandelt werden konnte. Als auch Edgar die Krankheit diagnostiziert wurde, ließ seine Familie ihre Heimat deshalb hinter sich. Die Eltern wollten nicht noch ein weiteres Kind an den Krebs verlieren. Mit Visa gingen sie 2016 nach Deutschland. Dort machte Edgar eine Chemotherapie. Die Familie beantragte Asyl.

Seit eineinhalb Jahren geht Edgar nun ans Helmholtz-Gymnasium in Essen. Obwohl er regelmäßig ins Klinikum muss, um untersucht zu werden, ist er dort als fleißiger und sehr gut integrierter Schüler bekannt.

Seine Lehrerin Janina Herrmann unterrichtete ihn zunächst im Fach Deutsch in der Internationalen Vorbereitungsklasse: „Edgar hat so schnell Deutsch gelernt, dass wir Lehrer schon bald empfohlen haben, dass er in eine Regelklasse kommt“, sagt Herrmann zu jetzt. „Mittlerweile geht er in die neunte Klasse und ist sehr beliebt. Das sieht man auch daran, dass sich die Schüler über alle Klassenstufen hinweg für ihn einsetzen.“

Edgar fürchtet sich laut Herrmann natürlich vor dem Verlust seiner Freunde und der neuen Heimat. „Es ist primär aber der gesundheitliche Faktor, der ihm Angst macht“, sagt die Lehrerin. „Er hat schließlich auch das Schicksal seines Bruders mitbekommen.“

Während des Telefonats mit Herrmann hört man an der Stimme der jungen Lehrerin, wie sehr sie Edgars Geschichte bewegt. Sie steht im engen Kontakt mit Edgars Eltern, die sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Söhne machen. Edgar hat nämlich noch einen jüngeren Bruder, der auf das gleiche Gymnasium geht – und dann schließlich ebenfalls sein gewohntes Leben aufgeben müsste.

Am Montag wird sich Herrmann zusammen mit Edgars Familie und einigen anderen Lehrern dem Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags stellen. Dort sind sie zur Anhörung eingeladen. Das wird die letzte Gelegenheit sein, die Ausländerbehörde bis zum 15. März – dann wird die Festsetzung des Abschiebedatums erwartet – umzustimmen.

„Ich kann unsere Chancen auf Erfolg leider überhaupt nicht einschätzen. Wir waren an unserer Schule noch nie mit einem solchen Fall konfrontiert und hoffen einfach das Beste“, sagt Herrmann. Edgar selbst sei aber optimistisch.

Wer etwas Positives an dieser Situation finden möchte, findet es innerhalb des Schulgebäudes: „Die Stimmung in der Schule ist zur Zeit sehr positiv und gemeinschaftlich. Man merkt richtig, wie die Schüler verstehen, was Zivilcourage bedeutet. Dass sie das Gefühl haben, gemeinsam etwas bewegen zu können.“

Wenn der Protest allerdings nichts bringen und die Ausländerbehörde am 15. März bei ihrem Beschluss bleiben sollte, werden nicht nur Edgar, seine Familie und die gesamte Schulgemeinschaft enttäuscht und entmutigt sein. Ihre Entscheidung könnte auch ein junges Leben kosten.

Süddeutsche Zeitung/ Jetzt.de

We Fought for Our Democracy. Now Turkey Wants to Destroy It / NUJIN DERIK

AFRIN, Syria — For more than a week, my home in northwestern Syria has been under a full-scale assault by the Turkish Army and thousands of Turkish-aligned Islamist jihadists.

Turkey’s president, Recep Tayyip Erdogan, has been threatening this invasion for a very long time. The Turkish Army has been targeting our villages with mortars and artillery for many months now.

I and my fellow members of the Kurdish Women’s and People’s Protection Units, often known as the Y.P.J. and Y.P.G., have fought hard for years to keep the Islamic State out of this autonomous region of Syria known as Rojava. We endured Turkey’s barrages and avoided returning fire, even after civilian casualties, so as not to provide a pretext for this invasion.

But Mr. Erdogan has nevertheless unleashed airstrikes, tanks and troops on this area that was once a relative island of peace in this war-torn country.

One would imagine the international community and especially the United States, which has been more than happy to partner with us in the fight against the Islamic State, would firmly oppose such an unprovoked attack executed in the name of racial hatred — Mr. Erdogan has stated his intention to commit ethnic cleansing of Afrin’s Kurdish population, or, as he says, to give the region to its “real owners” — but instead, it has been greeted largely with silence, and therefore tacitly condoned.

Does the Trump administration now care about nothing but its own immediate tactical interests? Wavering messages or calls for “caution” will not be enough. In addition to exerting real pressure on its Turkish ally, the United States should press for a no-flight zone over Afrin and the rest of Rojava. Leaders in Britain, France and elsewhere must also take a moral stand and demand a stop to this carnage.

The Turkish Army has been training the most extreme Islamist gangsters it could find as part of the so-called Free Syrian Army that is part of their assault, including members of the fascist Gray Wolf death squads and Qaeda affiliates, with high-tech weaponry purchased from the United States, Britain and Germany. They are being sent into our country backed by F-16 aircraft, German-made Leopard tanks and regular Turkish soldiers.

Yet Mr. Erdogan calls us terrorists, asserting that we and the Kurdistan Workers’ Party that he has warred with in Turkey are identical. The hypocrisy of this transparent justification for his invasion is astounding. Our forces have led the fight against the true terror represented by the Islamic State — even while Turkey provided it support and its oil was sold in Turkey.

Now Turkey is allying itself with jihadists and backing them with NATO weaponry to attack us. Is the world really willing to believe we are terrorists because we share the Kurdish freedom movement’s goals of democracy, environmental protection and women’s liberation?

We proudly admit we support these ideas, as do members of the Kurdish movement in Turkey and elsewhere. But our forces have been focused on the fight against the Islamic State, one in which we’d rather have had Turkey as an ally, not an enemy.

Do Western powers now believe that too strong a commitment to their own professed democratic ideals is terrorism? Mr. Erdogan, on the other hand, is an enemy of women, whom he has called “half persons,” and the views of his fundamentalist minions are even worse.

But just as female fighters were instrumental in the defense of Kobane and the liberation of Raqqa — where a major objective was the freeing of the Yazidi women the jihadists had taken there as slaves — so we will resist invaders here in Afrin.

There’s much worth fighting for. Until the Turkish invasion we had been able to maintain Afrin as a haven for anyone fleeing the terror of the civil war. We worked to develop our own democratic institutions.

Though poor and largely without outside aid, we have shared what we have with refugees, to the point where the region’s population ballooned in size.

In keeping with our philosophy of democratic confederalism, we established local councils so that all can participate in the decisions affecting their neighborhoods and communities. We hold independently monitored elections and ensure that women and all ethnic groups are strongly represented in governance. Our democratic system is increasingly the opposite of Turkey’s, where President Erdogan is crushing dissent and centralizing more power every day.

We have lost thousands of our brothers and sisters in the war against the Islamic State, and if this invasion continues, it will be only a matter of time before the jihadist remnants return to gain control of places we had liberated.

And Turkey’s forces themselves, allied as they are with extremist groups, pose a serious threat to our Assyrian and Armenian Christian and Yazidi communities. Turkey’s planes are killing children and civilians and destroying our villages. Those who had taken refuge here are fleeing and have no haven left.

We are asking the Western powers to act on their principles. Why are you not condemning a flagrant and unprovoked assault on the very men and women who stood shoulder to shoulder with you against the darkness of the Islamic State? Now a different evil, that of Mr. Erdogan’s increasingly undemocratic Turkey, aims to destroy our fledgling democracy. And this time, it’s claiming to act in your name.

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Nujin Derik is the commander of the Women’s Protection Units in Afrin, Syria.

Translated from the Kurdish by Elif Sarican.

The New York Times

Inside Afrin, the true victims of Turkey’s invasion of northern Syria are revealed – refugees, babies, women and children

Exclusive: In part three of his Inside Syria series, and the first Western media report from Afrin since the start of the Turkish offensive, Robert Fisk shows just how ‘surgical’ is the attack on ‘terrorists’ in Operation Olive Branch

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Mohamed Hussein, a 58-year-old Kurdish farmer, lies in the Afrin hospital, wounded in the head and eye after his home was bombed by a Turkish aircraft on the second night of the attack Yara Ismail

When Taha Mustafa al-Khatr, his wife Amina, his two daughters Zakia and Safa and son Sulieman went to bed in the tiny village of Maabatli, they placed their shoes outside the door. Most Middle Eastern families do the same.

It’s a tradition and a sign of cleanliness in the home. The cheap plastic slippers were still there, of course, when the Turkish shell hit their house at one in the morning – and when I arrived a few hours later, I found the same shoes, a few blown down the stairs but most still neatly lined up next to each other. Did one of the daughters choose the slippers with the plastic bows? Even the rescue workers – such as they are in the Kurdish province of Afrin – didn’t touch the shoes. They left one of the blood-soaked bedspreads where it was in the rain under the collapsed roof of the cheap breeze-block house. The bodies, of course, had gone.

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The family’s plastic shoes remain after four members of the al-Khater family died when a Turkish shell hit their home in Maabatli, Kurdish Syria (Robert Fisk)

Since the identities of the victims are known – not, of course, that of the Turkish gunner who slaughtered this family – we should, perhaps, be better acquainted with them. Taha was 40 years old, his wife Amina the same age, Zakia was 17 and her bother Suliemann just 14. Safa, who is 19, survived – miraculously, with only wounds to her hands – but of course she is now an orphan.

Ironically, since the Turks are supposedly aiming at Kurdish YPG fighters, the very name of their military assault on Kurdish Syria, Operation Olive Branch, makes one’s gorge rise in the stone village of Mabeta, surrounded as it is by olive orchards – and the al-Khatr family were not Kurds but Arabs, refugees from the village of Tel-Krah further north.

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Wreckage of the house struck by a Turkish shell that killed four members of the same refugee Arab family in the Syrian Kurdish village of Mabeta on Friday (Yara Ismail)

They were so new to Maabatli that Kurdish neighbours I spoke to did not even know their names, but in the Kurdish province – the village is about 10 miles from the city of Afrin – populations are mixed (there are Alawites, too) and no one was surprised when the al-Khatrs arrived on Thursday night.

Taha’s uncle already lived in the hilltop village and he seems to have put his refugee relatives in his storeroom – it was filled with the wreckage of sacks of grain, a fridge and frozen vegetables. The bodies must have been unimaginable.

“You come to our hospital here in Afrin to find out what happened,” Dr Jawan Palot, director of the Afrin Hospital, remarked to me with cynicism, well aware that The Independent was the first Western news organisation to visit Afrin since the Turkish attack. “You should see the dead when they come in – and the state of the wounded with the blood on them.” And there came forth the usual photographs of ferociously broken corpses.

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Lying in the Afrin hospital, 15-year old Dananda Sido, wounded in the legs and chest running in the street from a Turkish air attack in the Kurdish village of Adamo (Yara Ismail)

And there followed, too, in the Afrin Hospital, a maudlin tour of the wards where the survivors of Turkey’s assault on the “terrorists” of Afrin, which began on 20 January, lay in their beds. There was Mohamed Hussein, a 58-year old farmer from Jendeeres, with head wounds and a closed eye, almost killed when the roof of his house caved in under air attack on 22 January. And Ahmad Kindy, eight years younger, who took his family out of the village when Turkey’s Olive Branch first cast its shadow over the land early on 21 January, but who unwisely returned and was hit in the back by shrapnel. “There were no YPG fighters there,” he said.

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Ahmad Kindy, 50. was wounded at his home in Jundeires on the first night of the attack (Yara Ismail)

But what if there were? Does that justify the pain of 15-year old Dananda Sido from the village of Adamo, terribly wounded in the chest and legs who turns from us in tears when we try to speak to her in the Afrin Hospital? Or that of 20-year old Kifah Moussa, who was working in her family’s chicken farm at Maryameen when Turkish planes dropped a bomb on the building at midday, killing an entire family of eight people beside her? She was hit in the chest. She smiles bravely at Dr Palot and myself, although it is unclear if she knows that her brother is among the dead.

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Kifah al-Moussa, a Syrian Arab woman living among the Kurds of Afrin province, was working on a chicken farm in the village of Maryameen when a Turkish aircraft bombed the building (Yara Ismail)

Then there is the eighth-grade Kurdish schoolboy Mustafa Khaluf, also from Jendeeres, who heard the Turkish planes coming above his home and suffered severe leg wounds in the air strike. Close to him lies seven-year old Aya Nabo, with severe chest wounds, and who turns towards the wall beside her bed rather than talk to her doctor. Her sister says she was hit in the street on 22 January. After a while, it becomes a kind of obscenity to demand, constantly, the circumstances of this suffering. We all know who did this.

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Eight-grade schoolboy Mustafa Khaluf heard the Turkish plane that, moments later, bombed his home and wounded him in the leg, also badly injuring his sister (Yara Ismail)

It is, however, almost equally obscene to recall the official Turkish version of this little massacre – for that is what it was for 34 civilians whose bodies were taken to the Afrin Hospital alone – which states that more than 70 Turkish jets bombed YPG Kurdish militias in Syria on 21 January. The Turkish news agency Anadolu stated blandly that Turkish aircraft bombed more than 100 “targets” – including an “airfield” (mysteriously unnamed) – on the first day of the attacks. The operations supposedly targeted YPG “barracks, shelters, positions, weapons, vehicles and equipment”.

Where, I wondered as I walked through the wards of Afrin Hospital, had I heard all this stuff before? Was this not a replay of every Israeli air assault on “terrorists” in southern Lebanon, of every Nato air strike on “Serb forces” in ex-Yugoslavia, of every US attack on Iraqi “forces” in 1991 and 2003 and on Afghanistan and on Mosul last year? All were “surgical” operations – carried out with absolute precision to avoid “collateral damage”, of course – and all left a litter of tens or hundreds or thousands of dead and wounded. Our air assaults – Israeli, Nato, American, Turkish – feed off each other in lies and victims.

To make his own calculated point, Dr Polat, who says he was studying medicine in the Russian city of Krasnoyarsk when he decided to return to Afrin in 2014 “to help my people in the war”, prints out his entire hospital records from the 21 January to midday on the 26 January and gives them to The Independent. According to Dr Polat, he had received only four YPG fighters dead and two wounded on the first day of the Turkish assaults, another seven fighters and nine wounded later in the week. Because these are real people, not just statistics, there is probably a journalistic duty to record at least some of the lives — and deaths — of these poor civilians.

Dipping into the hospital files – and taking names at random – I find that among the 49 civilian wounded brought here, were three-year-old Hamida Brahim al-Hussein, from Maryameen, who was wounded in the head in the chicken farm attack in which Kifah Moussa was injured. And two-year-old Hassan al-Hassan (wounded in the head). Then there was 70-year-old Asia Sheikh Murad from Shiya – with head wounds on 23 January. And 46-year-old Khaled Mohamed Ali Abdul Qadr with head wounds – again, for houses collapsed on their owners – in Maryameen. And Hamid Battal, aged 30, from Fkeiro and Ghengis Ahmad Khalil, whose warrior name did not prevent the 20-year-old from suffering stomach wounds at Midan Ekbes. Sudqi Abdul Rahman, who is 47, was wounded in the leg by shrapnel at Ruzio-Jendeeres on 25 January. A 75-year-old, Shamsa Moussa, is listed as receiving “multiple broken bones” in the village of Rajow on 23 January.

The list of the dead – 10 children, seven women, 17 men – is bleaker, for the hospital had not bothered to catalogue their wounds. They include infants. One-year old Wael al-Hussein, a refugee (who surely could not have known it) from the village of Jebbarah, was killed on 21 January, six-year old Moussab al-Hussein from Idlib (clearly from another refugee family) on the same day. 60-year-old Fatima Mohamed from the village of Arabo was killed in Jendeeres on 23 January. Abdulkader Menam Hamo from Jamo was killed on 24 January.

There will be no war memorials for them – as there are for Kurdish fighters in the military graveyard some miles from Afrin, most of them killed fighting Isis – and no record of their deaths, save, perhaps, for the cold lists in Dr Polat’s files — each stamped, in Kurdish, “Avrin Hospital”. There is no mention of Syria.

Independent




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