Archiv der Kategorie 'Antisemitismus'

DITIB

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DITIB Menschen auf dem Holocaust-Denkmal Promotion am machen… WIDERLICH!

Ditib-Gemeinde stellt antisemitische Hetze ins Netz

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Eine muslimische Gemeinde in Nordhessen hat judenfeindliche Sprüche auf Türkisch ins Internet gestellt. Antisemitismus-Gegner haben sie übersetzt. Eine Anzeige wegen Volksverhetzung ist gestellt.

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Ein Screenshot der inzwischen gelöschten judenfeindlichen Sprüche auf der Website der Ditib Melsungen

Die in Nordhessen im Tal der Fulda gelegene Stadt Melsungen ist ein Fachwerkidyll. Am Wochenende streifen Ausflügler durch die Stadt, die ihren Wohlstand dem Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen B. Braun verdankt. Neben zahlreichen christlichen Gemeinden gibt es auch eine muslimische Gemeinde der Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. Diese untersteht direkt dem türkischen Staat und gewinnt in mehr und mehr Bundesländern Einfluss auf den muslimischen Religionsunterricht.

Auf ihrer Internetseite informiert die Ditib Melsungen nicht nur über religiöse Feiern und zeigt Bilder von einem vergangenen Sommerfest: Dort fand sich auch eine – inzwischen gelöschte – ausführliche Sammlung von Sprüchen über Juden; die stammen aus dem Koran und den Hadithen, Sammlungen von Erzählungen aus dem Leben des Propheten Mohammed.

Das Kasseler Bündnis gegen Antisemitismus hat die auf Türkisch veröffentlichten Sprüche übersetzt. Der Leser erfuhr etwa: „Die Juden predigen Gutes, aber hören nicht auf Böses zu tun“, „Die Juden sind gemein“, „Juden haben ihre eigenen Propheten umgebracht“, „Juden sind geizig“ und „Juden sind schwache Kämpfer“. Kaum ein antisemitisches Vorurteil, das hier nicht bedient wird.

Antizionistische und damit antisemitische Stimmungen haben sich in den letzten Jahren unter türkischstämmigen Muslimen deutlich verstärkt

Daniel Neumann
Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen

Für Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, sind die auf der Seite der Ditib Melsungen veröffentlichten Zitate eine „üble, aber historische Zusammenstellung hasserfüllter Vorurteile“. In ihrer unkommentierten Präsentation seien sie dazu geeignet, die Abneigung gegen und den Hass auf Juden anzuheizen.

Verwundert ist Neumann über den Tenor der Veröffentlichung indes nicht: „Antizionistische und damit antisemitische Stimmungen haben sich in den letzten Jahren unter türkischstämmigen Muslimen deutlich verstärkt. Dazu trägt nicht nur das regelmäßige Aufflammen des Nahost-Konflikts bei, sondern vor allem die antiisraelische Positionierung des türkischen Präsidenten (Recep Tayyip, d. Red.) Erdogan.“

Der Ditib-Dachverband in Köln reagierte auf Nachfrage der „Welt“ erschrocken auf die Veröffentlichung der Zitate: „Man kann diese Sätze nicht aus dem Zusammenhang reißen. Wir werden auf die Ditib in Melsungen zugehen und ihnen das klarmachen.“

Auch mit der Polizei wird sich die Ditib Melsungen auseinandersetzen müssen: Der Mainzer FDP-Politiker Tobias Huch hat Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.

WELT

Erdogan in Soma: „Warum rennst du weg, du israelische Brut?“

Der Besuch des Premiers Erdogan in der türkischen Bergarbeiterstadt Soma war von wütenden Protesten begleitet. Jetzt wird bekannt, wie ungehalten der Politiker reagierte: Er beleidigte einen Mann offenbar mit einem antiisraelischen Wutausbruch. Das mutmaßliche Opfer spielt den Vorfall herunter.

Soma/Hamburg – Der Umgang mit den Hinterbliebenen des Grubenunglücks von Soma wird für die türkische Regierung zum PR-Desaster. Zuerst ging das Bild von Yusuf Yerkel um die Welt, einem Berater von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der in Soma auf einen am Boden liegenden Demonstranten eintrat.

Nun sind Videos aufgetaucht, die auch das Verhalten des Regierungschefs selbst in ein schlechtes Licht rücken. Die Aufnahmen zeigen, wie Erdogan während seines Besuchs an dem Unglücksort am Mittwoch in einen Supermarkt flüchten musste. Zuvor hatte der Premier die Angehörigen der verschütteten Bergleute mit der lakonischen Aussage erbost, dass Minenunglücke seit dem 19. Jahrhundert in Großbritannien passierten.

Am Eingang zum Supermarkt stellen sich mehrere Menschen Erdogan in den Weg. Unter ihnen sind eine Frau, die schnell zur Seite gezogen wird, sowie ein junger Mann in einem blauen T-Shirt. Erdogan packt den Jungen mit seiner linken Hand im Nacken und brüllt ihn an: „Warum rennst du weg, du israelische Brut?“, sagt Erdogan offenbar. Anschließend lässt der Politiker den Mann los und versetzt ihm einen leichten Schlag mit der linken Hand.

Schlagopfer fordert Entschuldigung

Bei dem Mann, mit dem Erdogan aneinandergeriet, soll es sich um Taner Kuruca handeln. Er sagte dem Fernsehsender Kanal D, dass er gar nicht gegen den Regierungschef protestieren, sondern in dem Supermarkt einkaufen wollte. Er nimmt Erdogan in Schutz: „Ich glaube nicht, dass der Ministerpräsident das absichtlich getan hat. Ich werde ihn auch nicht verklagen, erwarte aber eine Entschuldigung.“

Die antiisraelische Beleidigung des Premiers ist nur der jüngste Ausdruck der drastisch verschlechterten Beziehungen zwischen Ankara und Jerusalem. In den vergangenen Jahren hat sich das Verhältnis zwischen beiden Staaten deutlich abgekühlt, Erdogan warf Israel unter anderem Staatsterror und einen Genozid an den Palästinensern vor.

SPIEGEL

Antisemitische Parolen und offene Gewalt seitens des türkischen Premierministers RT Erdogan

Antisemitische Parolen und offene Gewalt seitens des türkischen Premierministers RT Erdogan:

„Warum läufst Du Weg Du Juden Nachwuchs!“ Erdogan zu einem jungen Mann während er ihn am Hals zupackt und schlägt. Anschließend wird der Mann von seinen Bodyguards im Supermarkt brutal zusammengeschlagen!

VIDEO

Türkei: Antisemitismus im Schulunterricht – viele bewundern Adolf Hitler

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In der Türkei zu einem der meistgelesenen Buch „ Mein Kampf- Adolf Hitler „*

Der 18-jährige Ege Berk Korkut berichtet, dass er in seiner Heimatstadt beobachtet, dass der Hass auf Juden zunimmt. Überall wo man hingeht, hört man antisemitische Parolen. Viele bewundern Adolf Hitler und äußern den Wunsch, dass er nicht bei sechs Millionen Ermordungen hätte aufhören dürfen.

Korkut besucht die Oberstufe eines Gymnasiums, wo nach seiner Meinung nur gebildete Menschen unterrichten und man sich von der üblichen Bevölkerung abhebt. Dennoch musste er bedauerlicherweise feststellen, dass auch in diesem Umfeld der Hass gegen Juden steigt.

Im islamischen Religionsunterricht, den jeder besuchen muss, musste er sich anhören, wie der Lehrer sagte: „Macht euch keine Sorgen, Israel wird eines Tages zerstört werden, und dieser Tag ist nahe. Alle Juden werden dafür bezahlen!“ Daraufhin fielen in der Klasse viele Lobreden für Adolf Hitler.

* Unsere Info [ www.efendisizler.blogsport.de ]

Short News

Türkischer Irrtum und koscheres Facebook

Der türkische „Krieg“ gegen Israel wird nicht nur von Ministerpräsident Tayyip Erdogan mit allen diplomatischen Mitteln geführt. Auch türkische Computer-Hacker beteiligen sich am Kampf gegen den jüdischen Staat und haben in letzter Zeit dutzende israelische Webseiten mit ungenießbaren Ankündigungen „geschmückt“…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. September 2011

So ist da ein israelischer Soldat mit blutigen Händen zu sehen, wie er mit Wasser aus einem mit amerikanischer Flagge bemalten Wasserhahn palästinensische Kinder ertränkt. Unter dem türkischen Text mit antiisraelischer Hetze steht auf Englisch der Spruch: „Fuck Israel and Armenia, Fuck Greece and PKK“.

Doch den Hackern unterlief ein eher peinlicher Irrtum. So glaubten, vor allem israelische Internetseiten anzugreifen, attackierten aber nach Angaben der Zeitung Jedijot Achronot überwiegend palästinensische Webseiten. Die sind zwar durch die palästinensische Kennung „PS“ leicht von israelischen Seiten mit der Kennung „IL“ zu unterscheiden. Aber wie sich herausstellt, sind die palästinensischen Internetseiten offenbar auf israelischen Servern beheimatet.

Palästinensische Hacker haben derweil die erste „jüdische Facebook“ Seite im Internet angegriffen und anstelle der blauen und roten Schriftzeichen die palästinensischen Farben schwarz, rot, weiß und grün eingesetzt. Dem Betreiber der Seite verkündeten die Hacker: „Bald werden wir auch Deinen PC abholen“.

Die Attacke erfolgte am Sabbat, wenn fromme Juden ohnehin nicht mit dem PC arbeiten.

http://www.faceglat.com/, ist ein „frum Facebook“, wie man auf Jiddisch sagt, also ein soziales Netzwerk für ultraorthodoxe Juden. Es wurde vor kurzer Zeit ins Internet geladen. Während das weltweit bekannte Netzwerk Facebook Männern dient, Frauen kennen zu lernen und umgekehrt, ist da beim frommen jüdischen „Faceglat“ ein Riegel vorgeschoben worden. Wenn man sich anmeldet, geht es links zu den Frauen und rechts zu den Männern. Wie in der wirklichen Welt dürfen auch im virtuellen Netzwerk nicht einmal Brüder und Schwestern miteinander reden oder sich gar anschauen. Auf Hebräisch steht da auf der Begrüßungsseite, dass „Faceglat“ die erste „getrennte“ Internetseite ihrer Art sei.

Das koschere Netzwerk wurde von Yaakov Swisa programmiert, einem 25 Jahre alten Hassiden. Eine junge fromme Frau hatte ihn gefragt, wie sie denn mit ihren Freundinnen Fotos austauschen könne, ohne dass Männer einen Blick darauf werfen könnten. Das sei der Anstoß gewesen.

Ein spezielles Programm überwacht, ob die abgebildeten Menschen bei Faceglat auch vorschriftsmäßig züchtig gekleidet sind und nicht zu viel nackte Haut zeigen.

Swisa sagte zu „Israelnationalnews“, dass orthodoxe Juden das Internet bei der Arbeit und zuhause benötigen. „Meine Webseite ermöglicht ihnen, frei und mit maximaler Sicherheit das Internet zu durchsuchen (ohne auf verbotene Inhalte zu stoßen).“ Seine Programme könnten Eltern von der Sorge befreien, dass ihre Kinder im Internet auf Dinge stoßen, die sie nicht sehen sollten.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

„KAUFT NICHT BEI JUDEN !“ – Türkei: Minister fordert Boykott gegen Israel

Im Konflikt mit Israel hat erstmals ein Minister der türkischen Regierung die Bevölkerung aufgerufen, israelische Importe zu boykottieren. Türkische Bauern sollten kein Saatgut aus Israel mehr kaufen, sagte Landwirtschaftsminister Mehdi Eker nach einer Meldung des türkischen Nachrichtensenders NTV vom Donnerstag.

Offenbar gibt es jedoch keinen Konsens innerhalb des türkischen Kabinetts in der Frage eines Boykotts. Vor wenigen Tagen hatte Wirtschaftsminister Zafer Caglayan erklärt, die Handelsbeziehungen zu Israel blieben trotz der jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern vorerst unangetastet.

Eine Äußerung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan über ein Einfrieren der Handelsbeziehungen wurde vom Ministerpräsidentenamt korrigiert. Die Türkei hat in den ersten sieben Monaten des Jahres Waren im Wert von knapp 1,1 Milliarden Euro nach Israel exportiert und Güter für 855 Millionen Euro aus dem jüdischen Staat eingeführt.

Hintergrund des Konflikts ist der israelische Angriff auf eine Hilfsflotte für den Gazastreifen im Mai 2010 und die Weigerung Israels, sich für den Tod von neun türkischen Gaza-Aktivisten bei dem Angriff zu entschuldigen. Vergangene Woche hatte die Türkei die Ausweisung des israelischen Botschafters veranlasst. Zudem warnte Ankara vor einer militärischen Konfrontation mit Israel im östlichen Mittelmeer.

RP

İsrailli caz grubu Türk islamcı faşisitlerden tehdit alınca konsel iptal oldu / ANTISEMITZM

Akbank Sanat Caz Günleri’nde sahne alacak olan İsrailli caz grubu, „İslamcı protestocuların tehditleri“ yüzünden Türkiye’deki programını iptal ettiğini açıkladı.

İsrailli sanatçı İtamar Erez, grubu Adama’nın hafta sonunda Türkiye’de sahne almasının planlandığını ancak, İsrail konsolosluğunun konseri kamuoyuna duyurmasının, gösteriye tehdit oluşturan İsrail karşıtı radikallerin dikkatini çektiğini söyledi.

Erez, grubunun konseri, Akbank Sanat’ın önerisi üzerine iptal ettiğini bildirdi.

Akbank Sanat Caz Günleri’nde sahne alacak olan İsrailli caz grubu, „İslamcı protestocuların tehditleri“ yüzünden Türkiye’deki programını iptal ettiğini açıkladı.

İsrailli sanatçı İtamar Erez, grubu Adama’nın hafta sonunda Türkiye’de sahne almasının planlandığını ancak, İsrail konsolosluğunun konseri kamuoyuna duyurmasının, gösteriye tehdit oluşturan İsrail karşıtı radikallerin dikkatini çektiğini söyledi.

Erez, grubunun konseri, Akbank Sanat’ın önerisi üzerine iptal ettiğini bildirdi.

Türk sömürgeci basinindan

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İtamar Erez- VIDEO

Antisemitismus in der Linkspartei

Die Diskussionen über Antisemitismus in der Linkspartei und den Umgang damit hält weiter an, auch nachdem die Fraktion vergangene Woche eine Resolution unter dem Titel “Entschieden gegen Antisemitismus” verabschiedet hat…

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, äußerte sich dazu in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung und mahnte an, dass das antifaschistische Selbstverständnis der Linkspartei kein Freibrief für Äußerungen und Taten sei, die mehr als nur ein klein wenig antisemitische Züge aufweisen. “Uns reicht nicht die Beteiligung an Demonstrationen gegen Rechtsradikale. Uns reichen auch keine halbherzigen Beteuerungen, uns reicht auch kein Fraktionsbeschluss gegen Antisemitismus, der auch nur deswegen einstimmig verabschiedet werden konnte, weil 14 Personen vor der Abstimmung den Saal verließen und der Vorsitzende sogar noch mit Rücktritt drohen musste”, so Graumann.

Die Resolution war auf Drängen von Fraktionsvorsitzendem Gregor Gysi gefasst worden und untersagt den Fraktionsmitgliedern unter anderem eine Beteiligung an Boykott-Maßnahmen gegen Israel sowie an einer neuen Hilfsflotte nach Gaza. Im vergangenen Jahr waren zwei Abgeordnete der Linken auf der Mavi Marmara mitgefahren.

Die Diskussion war auf breiter Ebene erst durch eine im Mai veröffentlichte Studie der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt unter dem Titel “Antisemiten als Koalitionspartner?” angestoßen worden, die eine deutliche Zunahme antisemitischer Positionierungen innerhalb der Linkspartei konstatierte. In einem Interview führte Salzborn aus, dass die Dämonisierung Israels, die permanenten Vergleiche mit dem Nationalsozialismus und die permanenten einseitigen Verurteilungen deutlich machen, “dass wir es nicht mit wohlmeinender Kritik zu tun haben. Das Motiv ist Antisemitismus.”

Die Studie hatte auch andere Fälle dokumentiert, wie etwa ein Flugblatt des Duisburger Kreisverbands der Linken, das auf dessen Webseite zum Boykott israelischer Produkte aufrief und miteinander verwoben Hakenkreuz und Davidstern zeigte.

Zur Resolution der vergangenen Woche fügte Dieter Graumann an, dass es auch ehrenwerte Stimmen in der Partei gebe, wie Petra Pau, Katja Kipping und Gregor Gysi, die “die Linkspartei aus dem Kerker des Israel-Hasses befreien” wollen. Der große Befreiungsschlag sei einstweilen jedoch spektakulär missglückt.

Hagalil

FSK stoppt „Tal der Wölfe“-Film

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Szene aus „Tal der Wölfe – Palästina“: „Antiamerikanisch, antiisraelisch, antisemitisch“

Ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag sollte der als antisemitisch kritisierte türkische Actionfilm „Tal der Wölfe – Palästina“ in deutschen Kinos starten. Nach einem Einspruch der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft hat die Verleihfirma den Kinostart nun vorerst abgeblasen.

Köln/Hamburg – Nach Protesten gegen den als antisemitisch kritisierten Film „Tal der Wölfe – Palästina“ wird das Werk nun doch nicht an diesem Donnerstag in deutschen Kinos anlaufen. Das sagte eine Sprecherin der Kölner Verleihfirma Pera Film der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) habe den Action-Film aus der Türkei nicht freigegeben, sagte die Sprecherin nach einer FSK-Entscheidung vom Vorabend.

„Das offizielle Schreiben liegt uns noch nicht vor, aber wir werden uns erst mal an die Entscheidung halten. Der Film wird definitiv nicht am Donnerstag starten“, sagte die Sprecherin. Pera Film wolle nun zunächst die Gründe der FSK genau prüfen. „Wir sehen dann weiter“, sagte sie.

Pera sei die einzige Verleihfirma für „Tal der Wölfe“ in Deutschland. Der mit zehn Millionen Dollar Produktionskosten teuerste türkische Film aller Zeiten behandelt den israelischen Angriff auf das türkische Hilfsschiff Mavi Marmara vom Mai 2010. Soldaten hatten bei dem Einsatz gegen die Flotte, die die Gaza-Blockade aufbrechen wollte, neun türkische Aktivisten getötet.

Der Film verbreite antiamerikanische, antiisraelische und antisemitische Stereotypen mit volksverhetzendem Charakter, hatte der „Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus“ in Berlin gewarnt. Er sollte an diesem Donnerstag in mehreren Kinoketten anlaufen, just zum Internationalen Tag des Holocaust-Gedenkens (27. Januar). Dies hatten Politiker von CDU, SPD, den Grünen und der FDP als geschmacklos und unverantwortlich bezeichnet.

Den Stoff für das Drehbuch des ersten „Tal der Wölfe“-Kinofilms, der 2006 in Deutschland anlief, lieferte ein Vorfall im Norden des Irak, bei dem amerikanische Besatzungstruppen 2003 elf türkischen Soldaten Säcke über den Kopf zogen, sie verhörten und demütigten. Der Action-Held Polat Alemdar durfte sie rächen. Obwohl es damals zu heftigen Verstimmungen zwischen Ankara und Washington kam – der Film war an antiamerikanischen und antisemitischen Klischees kaum zu überbieten – sind die Macher bis heute stolz, dass ihr Gewaltfilm von mehr als 4,2 Millionen Menschen gesehen wurde. „Palästine“ ist bereits der vierte Film der erfolgreichen Reihe.

Der Speigel




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