Kurde in der Westtürkei erschossen

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In Sakarya in der Westtürkei ist ein Kurde erschossen worden, weil er auf die Frage, ob er Kurde ist, mit „ja“ geantwortet hat. Vor zwei Jahren wurde bereits sein Bruder auf gleiche Weise ermordet.

Weil sie kurdisch miteinander gesprochen haben, sind Kadir Sakçı (43) und sein 16-jähriger Sohn Burhan in der westtürkischen Provinz Sakarya mit einer Schusswaffe angegriffen worden. Der Vater erlag seinen Schussverletzungen, der Sohn wurde schwer verletzt. Der Angreifer erklärte zu seiner Verteidigung, er sei betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern.

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Sonntag in der Kreisstadt Hendek vor einer Kneipe. Nach vorliegenden Informationen hat der aus Mûş stammende Kadir Sakçı seinen Sohn vom Friseur abgeholt. Als sie an einer Kneipe vorbeigingen, wurde ihnen der Weg von Hikmet Usta (55) und weiteren Männern abgeschnitten. Vater und Sohn hatten sich zuvor in ihrer Muttersprache Kurdisch unterhalten. Usta fragte nach: „Seid ihr Kurden oder aus Syrien?“ Kadir Sakçı antwortete: „Ja, wir sind Kurden.“ Daraufhin zog Usta eine Waffe und schoss. Vater und Sohn wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, wo Kadir Sakçı seinen Verletzungen erlag. Burhan wird weiterhin im Krankenhaus behandelt.

Der Täter Hikmet Usta flüchtete nach Bursa, wo er festgenommen wurde. Nach Angaben von Fahrettin Sakçı, eines Bruders des Getöteten, ist im Jahr 2016 bereits ein weiterer Bruder, Sabri Sakçı, auf gleiche Weise auf der Straße erschossen worden. Von vier Tätern wurde nur einer verurteilt, der vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.

ANF





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