Archiv für Juli 2016

„Sack-Affäre“: 04. Juli 2003

http://de.share-your-photo.com/img/2cfdf87b3d.jpg

Die Türkei hat die Schmach von 2003 nie vergessen, als damals US-Streitkräfte türkische Militärs aus Südkurdistan (Nordirak) mit Säcken über den Köpfen abführten.

Am 4. Juli 2003 stürmten amerikanische Soldaten einen geheimen Stützpunkt in der von Kurden beherrschten Stadt Silemani (Sulaimaniyya). Es lagen nämlich Geheimdienstberichte vor, dass ebendort ein Anschlag auf den kurdischen Gouverneur der Provinz Kirkuk geplant werden würde. Die US-amerikanischen Soldaten trafen an diesem Ort – nach eigenen Angaben unerwartet – türkische Spezialeinheiten an, welche sie umgehend verhafteten.

Die Türkei hat nichts daraus gelernt und finanziert und unterstützt heute weiterhin terroristische Kräfte, um sie gegen die Kurden zu treiben.

Sie hatten diese Behandlung verdient. Sie würden es auch heute verdienen, denn wer seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt und mit dem Feuer spielt, wird mit dem Kopf in Säcken landen!

Trauerzeromine für IS Terroristen in Istanbul

http://www.imgbox.de/users/public/images/gLQrnycEyw.gif

Die Bilder sollen von einer Trauerzeremonie in Istanbul stammen, in der man um einen IS/Al Kaida Kämpfer trauert, der bei einem Luftangriff der Internationalen Allianz gegen die Terrormiliz IS in Syrien gestorben sein soll.

Der aus Malatya stammende Yakup Alniak war zu vor dadurch berühmt geworden in Milli Görüs Kreisen, durch seine Teilnahme auf der MaviMarmara, einem Schiff an der „Ship-to-Gaza-Konvoi“ Aktion beteiligt war. Hier versuchte eine als Hilfsorganisation getarnte Vereinigung von türkischen Islamisten (İHH, İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı) die Schiffsblockade zum Gaza Streifen durch die Israelische Regierung zu durchbrechen.

Alniak, der Verbindungen zu diversen Terrororganisationen in Syrien hat (darnter Al-Nusra, IS) wurde hierbei durch einen Bombenangriff auf IS Stellungen getötet.

Makaber ist, dass erst vor kurzer Zeit in Istanbul ein verheerender Angriff durch den IS auf Zivilisten am Istanbuller Flughafen verwirklicht wurde. Dagegen wurde eine Demonstration der LGBT Gemeinschaft, die lediglich für ihre Rechte demonstrieren wollten gewaltsam aufgelöst.

Dies reiht sich somit ein in weitere Beweise, dass der IS in der Türkei staatlich zumindest toleriert wird.

Die Rechtsanwälte der Mörder von Madimak

http://de.share-your-photo.com/img/399c476360.jpg
Das Bild zeigt ein paar der ehemaligen Abgeordneten (Und Anwälte der Islamisten) für die AKP.

Der Brandanschlag von Sivas bezeichnet ein Pogrom durch türkische Islamisten auf das Madımak-Hotels am 2. Juli 1993 in der zentralanatolischen Stadt Sivas, in denen sich mehrere Teilnehmer eines alevitischen Festivals zu Ehren des alevitischen Dichters Pir Sultan Abdal, befanden. Die Menge wurde systematisch in verschiedenen Moscheen zum Angriff auf die Aleviten, einer religiösen Minderheit in der Türkei angestachelt.
Nicht nur, dass der Lynchmob selbst die Feuerwehr am Zugang zum Gebäude verwehrte, laut Augenzeugenberichten und Videoaufnahmen ist ebenfalls erkennbar, dass Polizisten mithalfen das Gebäude in Brand zu setzen. Eine angerückte Militäreinheit, zog sich einfach ebenfalls wieder zurück.

In der Türkei kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Aleviten durch die türkische Bevölkerung. So wurden am 11. November 2007 Gräber der Sivas-Opfer in Ankara beschädigt. Die Gedenkmauer wurde dabei komplett zerstört. Kurze Zeit später kam es erneut zu einer Beschädigung der Sivas-Gedenkstätte durch unbekannte Täter.

Die Türkei verhindert eine juristische Aufarbeitung der Geschehnisse, die Bezeichnung als Massaker und verhindert die Errichtung eines angemessenen Denkmals für die 37 ermordeten Künstler, Intellektuellen und Festivalteilnehmer. Zusätzlich verhinderte die türkische Regierung einen internationalen Strafbefehl für nach Deutschland geflüchtete Täter. Die türkische Justiz sprach nun von einer Verjährung der Tat, die von AKP Mitgliedern gefeiert wurde.

Die ideologischen Brüder dieser Mörder befinden sich heute immer noch vor allem in den Reihen der AKP (UETD, BIG, AAD) und MHP (ATIP) nahen Institutionen und Befürwortern (AYTK).

Im Folgenden ist eine Liste der Anwälte erstellt worden, für die Rechtsanwälte die die Mörder von Madimak in Schutz genommen haben:

Şevket Kazan Ehemaliger Abgeordneter der RP und Justizminister der Türkei
Celal Mümtaz Akıncı Vorsitzender der Rechtsanwaltskammer von Afyon, von der AKP ins Verfassungsgericht der Türkei gebracht.
Hayati Yazıcı Ehemaliger AKP Staatsminister
Haydar Kemal Kurt AKP Abgeordneter für Isparta
Zeyid Aslan AKP Abgeordneter für Tokat, ehemaliger Anwalt von Recep Tayyip Erdogan.
Hüsnü Tuna AKP Abgeordneter für Konya
Burhanettin Coban AKP Bürgermeister in Afyonkarahisar
Faik Işık Anwalt von Recep Tayyip Erdogan und der AKP; Verwickelt in Korruptionsskandal von 2013, erhielt von Erdogans Sohn Bilal ca. 1 Million Türkischer Lira.
Ibrahim Hakkı Askar AKP Abgeordneter für Afyon im 22. Durchgang.
M. Ali Bulut AKP Abgeordneter für Maras und Mitglied in der Verfassungskommission.
Bülent Tüfekci AKP Malatya Provinzabverantwortlicher
Halil Ürün AKP Afyon Abgeordneten Kandidat, verwickelt in Korruptionsskandal um RP.
Mevlüt Uysal AKP Istanbul Basaksehir Bürgermeister.
Nevzat Er Ehemaliger AKP Eminönü Bürgermeister
Suat Altınsoy AKP Konya, Stellverterter des Provinzverantwortlichen
Tayfun Karalı Istanbul Büyüksehir Offiziersbüro
Ferruh Aslan Istanbul Büyüksehir, Verantwortlicher für AKP Presseabteilung
Ibrahim Kök AKP Elazig Abgeordnetenkandidat
Ali Aşlık Ehemaliger AKP Izmir Abgeordneter
Bedrettin Iskender Ümraniye Bürgermeisterkandidat
Ekrem Bedir Sakarya AKP Ratsmitglied
Eyüb Karagülle AKP Abgeordnetenkandidat für 25. Durchgang
Faruk Gökkuş AKP Kagithane Landkreisvorsitzender
Hasan Hüseyin Pulan AKP Provinz Istanbul Disziplinarausschuss
Hurşit Bıyık AKP Trabzon Stellvertreter für Provinzpräsidenten.
Reşat Yazak AKP treuer Verwaltungsratsmitglied bei der Anadolu Nachrichtenagentur

RP: Die Refah Partisi (deutsch „Wohlfahrtspartei“, RP) war eine der Milli-Görüş-Bewegung zugehörige islamistische türkische Partei die Necmettin Erbakan unterstand, dem geistigen Vater Recep Tayyip Erdogans.
AKP: Die Adalet ve Kalkinma Partisi ( deutsch ,,Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung‘‘) ist eine aus der Milli-Görüş-Bewegung hervorgegangene Partei, die islamistisch-konservative Elemente mit einem Wirtschaftsliberalismus verbindet. Diese Partei untersteht Recep Tayyip Erdogan.
MHP: Die Milliyetçi Hareket Partisi (deutsch ,,Partei der Nationalistischen Bewegung‘‘), ist eine rechtsextreme türkische Partei in der Türkei, dessen Anhänger als Graue Wölfe bekannt sind.
UETD: Union Europäischer Demokraten, eine Institution der AKP in Deutschland, die den Einfluss der türkischen Regierung auf die in Deutschland lebenden Deutsch-Türken sichern soll. Sie ist offiziell als AKP Lobbyorganisation bekannt geworden. Ihre Mitglieder tauchen regelmäßig in Talkshows auf, um ihre bizarren Weltanschauungen preis zu geben.
AAD: Von Remzi Aru, einem Mitglied der UETD gegründete deutsche Partei, die den Einfluss der UETD (und damit der AKP) im deutschen Parlament sichern soll.
ATIB: Die Avrupa Türk-İslam Birliği (deutsch „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.“) ist ein Dachverband türkisch-islamistischer Vereine, die der Milli-Görüş-Bewegung und MHP nahe stehen.
AYTK: Die Almanya Yeni Turk Komitesi (deutsch ,,neues türkisches Komitee‘‘) wurde unter anderem von den bekannten türkischen rechtsradikalen und AKP Promotern Esma Akkus und Bilgili Üretmen (machen keinen Hehl aus Bildern auf denen sie das Zeichen der Grauen Wölfe (ähnlich dem Hitlergruß) machen) gegründet und versucht eher erfolglos antikurdische Massendemonstrationen unter Teilnahme der MHP und AKP nahen türkischen Bevölkerung in Deutschland zu organisieren.

Das Sivas Massaker 02.07.1993

Wendepunkt der alevitischen Geschichte

Am 2. Juli 1993 versammelten sich im türkischen Sivas alevitische Sänger und Dichter zu einem großen Fest. Auch der Schriftsteller Aziz Nesin, der in der Türkei Salman Rushdies „Satanische Verse“ verlegen wollte, besuchte dieses Fest. Dagegen protestierten fundamentalistische Muslime. Die zündeten den Veranstaltungsort schließlich an: Bei diesem Brandanschlag starben 37 Menschen. Für die Aleviten, auch für die in Deutschland, bedeutete dies ein Wendepunkt in ihrer Geschichte: Sie gaben ihre jahrhundertelange Zurückhaltung auf und traten ab da selbstbewusst in die Öffentlichkeit. Über den Anschlag und wie er die Aleviten geprägt hat, spicht Abdul-Ahmad Rashid mit dem Alevit Ali Toprak.

Die Mehrzahl der Todesopfer waren Aleviten, aber auch zwei der Angreifer und Angestellte des Hotels kamen ums Leben. Neben den 37 Toten, die fast alle an Rauchvergiftungen starben, gab es vor 20 Jahren auch 60 Verletzte. Mehr als 30 Menschen konnten aus dem Madimak-Hotel, das von islamischen Fundamentalisten angezündet worden war, unverletzt gerettet werden, obwohl die Feuerwehr von aufgebrachten islamischen Extremisten daran gehindert wurde, das Feuer zu bekämpfen.

Streit um die „satanischen Verse“

Als ein Auslöser der Unruhen gilt der Schriftsteller Aziz Nesin, der an dem alevitischen Fest teilgenommen hatte. Nesin, der mit Rauchvergiftungen den Flammen entkam, hatte den Zorn der islamischen Fundamentalisten ausgelöst, weil er einige Wochen zuvor in der von ihm mitherausgegebenen Zeitung Aydinlik Passagen aus Salman Rushdies Buch „Satanische Verse“ veröffentlicht hatte. Die „Satanischen Verse“ waren heftig umstritten, in islamischen Ländern, auch der Türkei, verboten.

Turkish state terror

Kurdish towns/cities/villages demolished by Turkish state terror.

Why is the whole world silent?

http://de.share-your-photo.com/img/6876da1010.jpg

Turkey / Istanbul Airport

https://media.giphy.com/media/WmOQi9kqB7HNu/giphy.gif

Turkey paying a price for Erdoğan’s wilful blindness to Isis threat

President’s preference for blaming everything bad that happens on the Kurds is no longer working

http://de.share-your-photo.com/img/570d1dc226.jpg
One day after the ISIS terror attack in Istanbul that killed 44 people, European football fans commemorated the victims with a moment of silence. While fans and players were sharing the pain of Turkish people, Islamist AKP government’s members and top level authorities celebrated the inauguration of a new bridge in Izmit by raining confetti and balloons.

Turkish officials, led by the prime minister, Binali Yildirim, have initially blamed the Istanbul airport attack on Islamic State, and it is true that this latest murderous outrage closely resembles last October’s Isis bombing of a peace rally in Ankara that killed 103 people, the deadliest such attack in modern Turkish history.

Assuming the official claim turns out to be accurate, it once again raises the murky question of Turkish government attitudes towards the Isis militants who control or are contesting large swaths of territory adjacent to Turkey’s southern border with Syria and Iraq and are said to maintain networks of supporters inside Turkey.

The basic problem is that Recep Tayyip Erdoğan, Turkey’s president, believes indigenous Kurds in those areas and in south-east Turkey pose a bigger threat than does Isis. This perceived ambivalence has led to numerous accusations of tacit Turkish support for or, worse still, complicity in Isis’s activities since the group swept to prominence in 2014 – all flatly denied by Erdoğan and his ministers.

The mostly unproven accusations, listed in a research paper published by New York’s Columbia University, include claims that predominantly Sunni Muslim Turkey has covertly supplied, trained, financed and assisted the recruitment of Isis’s Sunni fighters in their battles with the Kurds, with Iraq’s Shia-led government, and with the Syrian government, which Turkey opposes.

Some of the accusations, such as the government’s direct arming of Isis, seem far-fetched. But other claims, including suggestions that Turkish middlemen were involved in lucrative Isis oil smuggling from Iraq to Turkey, are widely believed.

Kemal Kiliçdaroglu, leader of the main Turkish opposition Republican People’s party (CHP), produced documents and transcripts in 2014 purporting to show that Turkey supplied weapons to terror groups inside Syria. It was suggested the arms went to ethnic Turkmen fighters opposed to Syria’s leader, Bashar al-Assad, not Isis.

Erdoğan’s government has also been accused of supporting – by what means is unclear – an al-Qaida-affiliated Syrian rebel force, Jabhat al-Nusra, which is said to be backed by Turkey’s ally Saudi Arabia but which is proscribed as a terrorist outfit by the US and Britain, also Ankara’s allies.

When in May 2015 the Cumhuriyet daily published material and footage alleging that Turkish MIT intelligence agents had tried to smuggle arms into Syria and been intercepted by border guards, the paper’s editor, Can Dündar, was arrested and charged with security offences and the border guards were dismissed. Such official pressure tactics have inhibited subsequent independent reporting.

Specific allegations aside, Erdoğan is accused by his opponents of indirectly helping Isis by thwarting, and refusing to support, efforts by Kurdish militias and their western backers to combat the jihadis in Syria and Iraq. Erdoğan has repeatedly dismissed the Syrian Kurdish Democratic Union party (PYD) and the Iraqi peshmerga as being no better than terrorists themselves, in league with Turkey’s Kurdistan Workers’ party (PKK).

Erdoğan renewed the Turkish state’s long-running conflict with the PKK last summer after his ruling Justice and Development party unexpectedly lost its parliamentary majority, largely due to the electoral success of the pro-Kurdish People’s Democratic party (HDP). He has since sought effectively to ban most HDP MPs from parliament while seeking to extend his presidential powers.

Large-scale crackdowns and curfews in Kurdish towns in the south-east have led to numerous deaths on both sides and mass civilian displacement. The violence provoked a spate of terrorist attacks on soft targets in Istanbul and Ankara by a militant PKK offshoot known as the Kurdistan Freedom Falcons (TAK).

The government says the TAK outrages prove the truth of its contention that the PKK is a purely terrorist organisation lacking legitimate cause that must be mercilessly extirpated. In recent months, conforming to this preferred narrative, attacks launched by Isis have been officially blamed, initially at least, on the Kurds, thereby confusing the overall picture and complicating the counter-terrorism response to Isis.

Incontrovertible evidence has now emerged that Isis operatives planned the Ankara attack last October. A total of 36 suspects are facing a total of up to 11,750 years in jail, according to the Ankara public prosecutor. It seems probable that Tuesday evening’s attack in Istanbul was Isis’s response to a recent wave of arrests and artillery bombardments targeting the group inside Turkey and across the border in Syria. Although it may not have thought so at the outset, Isis seems ever more persuaded in its view of Turkey as a hostile member of the US-led “crusader alliance”, and is punishing it accordingly.

Ministers have hitherto resisted suggestions that Isis runs cells and networks inside Turkey, but given the arrests this position is hardly tenable. The government is also unwilling to accept that its security and counter-terror intelligence-gathering arrangements are faulty, or that by degrees the country is being sucked ever further into Syria’s civil war – although both conclusions appear increasingly inescapable.

It seems plain that Erdoğan’s preference for blaming everything bad that happens on the Kurds is no longer working, that Turkish civilians are paying a terrible price for his wilful blindness to the jihadi threat, and that Turkey’s leaders must banish any remaining ambivalence and confront the Isis menace full on.

This week Ankara patched up relations with Russia and Israel, both strong anti-Isis actors, and stepped up border cooperation with Nato air patrols – an indication that attitudes may be changing. The logical corollary of such a shift is for Erdoğan to halt his war of choice against the PKK, reinstitute last year’s ceasefire, and accept that the price for a united front to defeat Isis terror and halt the Syrian carnage is a comprehensive settlement with the Kurds.

The Guardian




kostenloser Counter
Poker Blog