War in Kurdistan – Trailer

Im Februar hielten sich fünf Journalisten des linksradikalen Medienprojekts lower class magazine drei Wochen in Nordkurdistan (Südosten der Türkei) auf. Sie erkundeten jene Gebiete, die der türkische Staat derzeit mit einem grausamen Krieg überzieht und sprachen mit den Kämpferinnen und Kämpfern des kurdischen Widerstands sowie den Vertriebenen und unter der kollektiven Strafaktion Ankaras leidenden ZivilistInnen. Es entstanden dutzende Artikel, die auf lowerclassmag.com, in den Tageszeitungen junge Welt und Neues Deutschland, in der linken Analyse&Kritik sowie beim Hate-Magazine nachzulesen sind. Ein Buch, das die Ergebnisse zusammenfasst, wird demnächst bei edition assemblage erscheinen.

Die drastische Kriegssituation in Nordkurdistan hat sich nun, eineinhalb Monate nach unserer Rückkehr weiter verschlimmert. Der türkische Staat tötet weiter. Auch Menschen, die wir bei unserem letzten Besuch kennenlernten, sind verschwunden, mussten fliehen, wurden verletzt oder verhaftet. Wir fühlen die Verpflichtung, erneut hinzufahren und zu berichten. Wir wissen, dass unsere Reichweite nicht groß genug ist, um das ohrenbetäubende Schweigen über diesen brutalen Krieg zu brechen. Aber wir wollen zumindest einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass etwas mehr an Material auch in deutscher Sprache zugänglich ist. Eines der Erkenntnisse der Reise durch Nordkurdistan war: Die kurdische Befreiungsbewegung in Bakur kann nicht verstanden werden, ohne gleichzeitig das Autonomieprojekt in Rojava (Nordsyrien) mitzudenken, in dem mitten im Krieg eine demokratische Selbstverwaltung aufgebaut wird.

Nicht unerheblich – und viel weniger in der deutschen Linken bekannt – ist aber auch, wie sich die Kräfteverhältnisse in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak darstellen. Also reisen wir diesmal von Nord- nach Westkurdistan und werden versuchen, von dortaus nach Rojava zu kommen.

Um diese Reise zu ermöglichen, bitten wir euch erneut um Unterstützung, da wir als selbstorganisiertes linksradikales Medienprojekt über ein Budget verfügen, das hart gegen Null geht. Letztes Mal kamen knapp über 2000 Euro zusammen, die für den Kauf von Schutzwesten, fast alle Flugkosten und Kosten für Essen und Unterkunft abdeckten. Außerdem konnten wir unseren Freunden, die uns regelmäßig mit ihren Ortskenntnissen und Übersetzungen weiterhelfen, eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen.

Dieses Mal fliegen wir nur zu zweit, bleiben aber auf unbestimmte Dauer. Dazu wollen wir gerne eine Go-Pro anschaffen, um Bilder von den zerstörten und belagerten Gebieten machen zu können. Besonders dort, wo eine normale Kamera zu großen Problemen mit den ‚Sicherheits Behörden‘ führe würde. Da für unsere lokalen Freunde die Situation zu riskant geworden ist, werden wir möglicherweise auch auf die Hilfe professioneller ‚Fixer‘ und Übersetzer angewiesen sein, die natürlich auch bezahlt werden müssen.

Wir bedanken uns im Voraus bei euch für eure Unterstützung,

Redaktion des Lower Class Magazine

http://bit.ly/1Mw5RsB

English

Research journey to Kurdistan: Back to the warzone

In February five journalists of the radical left wing media project lower class magazine traveled through northern Kurdistan (southeast of Turkey) for three weeks. They explored the areas which have been coated with a gruesome war by the Turkish state, they talked to fighters of the Kurdish resistance and to displaced civilians, suffering under the collective punishment of Ankara.
As a result, dozens of articles where published in the newspapers junge Welt and Neues Deutschland, in the leftist Analyse&Kritik as well as in Hate-Magazine. A book summing up the events will be published soon at edition assemblage.

The drastic situation of the war in northern Kurdistan has now, one and a half month after our return, become even worse. The Turkish state keeps on killing. People we have met during our last visit have disappeared, had to flee, where wounded or arrested.
We feel responsible to go back and keep on covering the war.
We know our reach isn‘t large enough to break the deafening silence over this brutal war. But we want to make our contribution to have some more material available in German language*. One of the insights of our last journey through northern Kurdistan has been: the Kurdish liberation movement in Bakur cannot be understood without considering the autonomy project in Rojava (northern Syria) in which democratic self-government is being built up in the midst of war.

Not insignificant – even though far less known among the left – is the constellation of power relationships in the Kurdish autonomy region in northern Iraq. Therefor this time we will travel from northern to western Kurdistan and are going to enter Rojava from there.

To make this trip possible we ask you again to help. We as a self-organized leftist media project have a budget close to zero. Last time we gathered a little more than 2000€ that where enough to buy a flak-vest, cover almost all flight costs, food and accommodation. Furthermore, we were able to pay our friends, who help us with their knowledge of the different places and their translation skills regularly, a small compensation.

This time it’s only two of us who will go but this time for an undetermined amount of time. We would like to buy a Go Pro to take pictures of the destroyed and besieged areas – especially where large cameras would lead to trouble with the ’security services‘. Also since it has become to dangerous for our local friends we will most likely be reliant to the help of professional ‚fixers‘ and translators who, of course, have to be payed.

Thanks a lot in advance

Editorial Staff of Lower Class Magazine

http://bit.ly/1Mw5RsB





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