Archiv für Januar 2016

Another death in Cizre basement upon attack by state forces

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Turkish security forces have once again hindered the retrieval of 16 wounded and 6 slain people from the basement where they remain trapped for 8 days now.

Turkish security forces have once again hindered the retrieval of 16 wounded and 6 slain people from the basement where they remain trapped for 8 days now.

Reports are coming through that state forces deployed in the area have started to attack the building while ambulances of Cizre Municipality were about to reach the basement to rescue the trapped civilians.

HDP Şırnak deputy Faysal Sarıyıldız who is also in Cizre said contact has been lost with the trapped amid sounds of huge explosions around the building after state forces started to attack the building.

Sarıyıldız said; „Atrocity continues in the savagest manner. Sounds of blasts came while the wounded were about to be taken out of the basement. 30 people there are facing a threat of execution. We have released the names of all the people there, yet the President and others continue to distort the truth.“

Following reports said that the ongoing aggression on the building has left another wall of the basement demolished, as a result of which one other of the wounded in critical condition, Sultan Irmak, has lost her life.

ANF

Cizîr: Krankenwagen wiederholt gestoppt

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Seit sieben Tagen ist das Haus in Cizîr (türk. Cizre) im Stadtteil Cudi unter Belagerung staatlicher Kräfte. Seit sieben Tagen ist das Haus und die Menschen, die darin eingeschlossen sind täglichem Beschuss mit zum Teil schwerer Artellerie ausgesetzt. Wegen verweigerter Hilfeleistung sind mittlerweile sechs Menschen gestorben. Vier weitere Personen sollen sich mittlerweile in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden. In den Kellerräumen, in die sich die Eingeschlossenen befinden, gibt es weder Strom noch sauberes Wasser oder Nahrungsmittel.

Und auch heute wurden die Versuche, dass Krankenwagen die Verletzten bergen, von türkischen „Sicherheitskräften“ gestoppt. Zwei Krankenwagen hatten sich erneut auf den Weg gemacht, auf der Nusaybinstraße wurden sie von gepanzerten Fahrzeugen der „Sicherheitskräfte“ gestoppt.

Nach Angaben lokaler Quellen ist es heute das fünfte Mal, dass sich die Ambulanzen auf den Weg gemacht hatten, als Grund, dass sie nicht zu den Verletzten fahren dürfen werden die „Zusammenstöße“ in der Gegend genannt.

ISKU

CIZRE / BBC

„This conflict has galvanized the Kurds, re-awakened the struggle for their identity, deepened the hostility with the Turkish state. And once it’s all over, the question will remain: how will both sides live together once again, when the wounds run so deep? With neither side pulling back, Turkey is sliding into chaos. This region doesn‘t need another war, but it’s looking dangerously close“. Mark Lowen – BBC News.

Deutsch-türkische Regierungskonsultationen: Deal mit falschem Partner

Die gestrigen Regierungskonsultationen zwischen der Türkei und Deutschland hätten eine gute Gelegenheit geboten, um die kritische Menschenrechtslage und Minderheitenpolitik in der Türkei zur Sprache zu bringen.

Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland ist enttäuscht, dass weder der offene Krieg gegen die kurdische Bevölkerung noch die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei, die sich weiter dramatisch verschlechtert hat, von der Bundeskanzlerin aufgegriffen wurden.

Jüngst wurden über 1100 Wissenschaftler türkischer Hochschulen, die sich in einem Appell für Demokratie und einen Frieden in den kurdischen Gebieten aussprachen, kurzerhand zu Landesverrätern erklärt. Knapp 30 Wissenschaftler wurden verhaftet und allen anderen Unterzeichnern drohen Disziplinarmaßnahmen und Berufsverbote. Toprak sieht hierin eine gezielte Jagd der Islamistisch- konservativen Regierung gegenüber allen, die sich ihrer Regierungsmacht nicht beugen wollten und für europäische Werte in der Türkei kämpfen würden.

Toprak weist darauf hin, dass auch amnesty international den Krieg der türkischen Armee als eine Kollektivstrafe aller Kurden bewertet, der sich vor allem gegen Zivilisten richtet. Mittlerweile stehe der Militäreinsatz in der Zerstörung und Vernichtung kaum noch dem Krieg des syrischen Diktators Assad gegen seine eigene Bevölkerung nach.

Dass die Bundeskanzlerin das Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Davutoglu nicht genutzt habe, um auf eine Deeskalation in der Türkei zu drängen, zeigt Toprak, wie sehr die Kanzlerin von der Flüchtlingskrise getrieben sei und alles andere ausblende. Einerseits begründet die Bundeskanzlerin die deutsche Flüchtlingspolitik mit Humanität, anderseits entwertet sie Ihre ganze humanitäre Politik nun selbst, in dem sie die Drecksarbeit der Schließung der Grenzen an einen Autokraten delegiert.

Das ausgerechnet die im Bürgerkrieg befindliche Türkei ein sicheres Herkunftsland sein solle, sei –so Toprak- ein historischer Trugschluss.
Die Kurden appellieren an die Vereinten Nationen, dringend auf Ankara einzuwirken, um den Krieg gegen die Zivilisten einzustellen. Hoffnung darauf, dass Deutschland zur Lösung des Konflikts beitragen könne, habe man nach diesem enttäuschenden deutsch- türkischen Gipfeltreffen nicht mehr.

Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.

Die Hoffnung liegt in den dunkeläugigen Kindern Cizîr’s

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AMED – „Wir werden widerstehen bis die Knospen sich öffnen, der Rest ist leicht…“. So oder so ähnlich würden es Çavreş mit seinen schwarzen Augen sagen. Er hat seine Hoffnungen nun den Anderen anvertraut, da der Widerstand nicht mehr länger nur halten muss bis sich die Knospen öffnen….

Cizîr (türk. Cizre) ist eine 5.000 Jahre alte Stadt, nur ein Fleck an den Ufern des Tigris, dem Herzen Kurdistans. So mancher Eroberer hat sich an die Ufer dieses Flusses getraut, aber das Heiligtum von Cizîr hat den nach Macht Gierenden immer eine Lehre erteilt. Dieser Tage scheint dich Geschichte der Stadt Cizîr eine letzte Prüfung aufzuerlegen, dieser Stadt, die überall für Aufruhr sorgt und nie seine Menschen und die Liebe verliert.

Liegt es an den naheliegenden Bergen? Ist etwas im Wasser? Es ist schwer zu sagen, aber irgendetwas ist hier, was dich lehrt keine Angst zu haben, eine eigenartige Aura an diesem Ort. Scharfschützen, Mörser, Panzer und Haubitzen – seit 40 Tagen zieht der Staat all seine Kriegsmittel nach Cizîr, um dort der mörderischen Arbeit nachzugehen. Dies zu sehen. Dies zu spüren. Mit der Kamera zu berichten was hier geschieht. Es mit deinen Worten festzuhalten, damit es folgende Generationen erreicht. Dieser Tage erzählt Cizîr die Geschichte einer Stadt, die den Tod nicht fürchtet, an einem Ort an dem der Tod allgegenwärtig lauert.

In dieser Stadt, in der du die Berge riechen kannst, bedeuten die Berge Hoffnung. Dies ist der Grund warum die Kinder die Namen der Berge tragen: Besta, Cudi, Gabar, Kato … und so weiter. Die Barrikaden sind der revolutionären Jugend gewidmet: Agit, Marinos, Soro, Çavreş … usw., an jeder Straßenecke.

Wir kämpfen in den Straßen. Manche sagen, dass „jede Position zerbombt werden wird, eine nach der anderen, jedes Haus wird gestürmt werden“. Sollte dies passieren, so werden wir versuchen die Geschichte jedes Hause zu erzählen, eines nach dem anderen, von jeder Barrikade. Als wir uns eine Straße angucken, begrüßt uns eine Gruppe Jugendlicher mit einem breiten Grinsen. „Dies ist die Position Çavreş – No Pasarán!“, erzählen sie und und fangen an zu lachen. Kurz darauf wird heißer Çay (Schwarztee) gebracht und mit ihm kommt Çavreş (deut. schwarze Augen), groß, 27 Jahre alt, lachende Augen voller Hoffnung. Er möchte keine Fotos von sich machen lassen.

„Was will diese Jugend?“. Diese Frage stellen sich alle, in so vielen Fragen und wir stellen sie Çavreş. Und er beginnt zu antworten, skizziert dabei eine Stadt und ihre Menschen:

„Ich habe diese Pistole nicht ergriffen, um zu sterben oder zu töten. Ich habe sie genommen, um mich zu schützen und zu befreien. Ich habe es getan, weil es keine andere Wahl gibt. Leichen liegen seit über sieben Tagen in den Straßen, wie Frau Taybet. Kinder und Jugendliche haben Tag und Nacht Wache gehalten, damit keine Tiere an ihre Leiche gehen. So etwas tun sie uns seit Jahren an. Sie glauben, wir würden all das vergessen, aber wir werden niemals vergessen. Wir werden unseren Widerstand fortsetzen und es ihnen schwer machen. Vielleicht werden wir sterben, aber sie werde keine Nacht mehr ruhig in ihren Betten schlafen. So lange die Herzen der Jugend schlagen, werden wir es ihnen nicht leicht machen. Entweder wir werden frei sein oder sie mit uns in diese Hölle reißen…“.

Als wir uns verabschieden blickt uns Çavreş an, als würde er auch uns seine Hoffnung anvertrauen. „Wir werden widerstehen, bis die Knospen sich öffnen, der Rest ist leicht …“, sagt er.

Es sind keine 24 Stunden seit unserem Abschied vergangen, als wir erfahren, dass Çavreş von einem Scharfschützen erschossen wurde. Unten auf den Straßen des Widerstands hallt die überwältigende Trauer einer Mutter. „Çavreş, Çavreş!“, schreit sie. „Mein Çavreş, mein Çavreş, der jedem Hilferuf nach geeilt ist. Du hast gelächelt, selbst als du diese Welt verlassen hast. Was passierte mit den Kugeln die dich nicht durchschlugen konnten …“.

Dieses bezaubernde Lächeln ist in den Schreiben der Mutter unsterblich geworden, sage ich mir selbst und wenn ich mich nun umgucke, dann sehe ich es in jedem leblosen Körper und in den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen die noch dort sind ….

Die Leben hier sind tatsächlich verborgen, wie Çavreş kurze Geschichte. Tod, Leben, Widerstand, Existenz und Freiheit ….

ISKU

Noam Chomsky on ISIL, Turkey and Ukraine

Noam Chomsky has been described as „arguably the most important intellectual alive“. And as one of the world’s most celebrated academics, he has published more than 100 books and is a leading critic on US foreign policy. In the first of a special two-part interview, Chomsky sits down with Mehdi Hasan to discuss the Islamic State of Iraq and the Levant group, Ukraine and Turkey.

İhsan Seviktek: „My brother Mesut Seviktek’s body was being tortured by the Turkish state after he was murdered in Sur.“

Sarıyıldız: The state continues to shoot us and our dead

HDP Şırnak MP Faysal Sarıyıldız said they were still under fire, describing the situation in Cizre as a total savagery.

HDP Şırnak MP Faysal Sarıyıldız spoke about the police attack on people carrying civilian casualties to ambulance in Şırnak’s Cizre district today. Sarıyıldız said they were still under fire, describing the situation in Cizre as a total savagery.

HDP MP was among the dozens who went to Cudi neighborhood earlier today to retrieve the dead bodies of Serhat Altun, Ahmet Tunç and Mehmet Kaplan, and 4 other people with wounds who were persistently denied access to hospital despite an injunction by the European Court of Human Rights.

After retrieving the casualties, the group started to carry them out of the curfew area, from which they were meant to be taken to hospital with ambulances. The people were targeted by gunfire from two armored vehicles deployed on Nusaybin Street. Many including IMC TV cameraman got wounded as a result of the attack which came despite Turkish authorities being informed about the retrieval.

‚WE INFORMED THE AUTHORITIES, YET CAME UNDER FIRE‘

Sarıyıldız stressed that the onslaught by Turkish forces hasn‘t ceased but on the contrary got heavier after the injunction given by the European Court of Human Rights on victimised Kurdish civilians. He told that they called the district governor after the announcement of the ECtHR ruling yesterday evening, but received no answer. “We told other officials to implement the injunction for the casualties in the area, saying that we would otherwise go and retrieve the bodies from street. Still, they didn‘t pay attention. Then we came under fire on Nusaybin Street today.”

‚DEATH TOLL MIGHT RISE‘

HDP MP stated that there are at least 12 injured civilians at the moment, two of whom are in critical condition and might die soon. He noted that they have been able to take shelter in the basement of a house in an effort to protect themselves from the ongoing aggression by Turkish forces.

‚WE ARE TRAPPED TOGETHER WITH THE CASUALTIES‘

Sarıyıldız commented on the situation as a probable case in a despotic country in the Middle East, adding; „An unambiguous AKP savagery is taking place in Cizre at the moment. We remain trapped together with the casualties.”

HDP MP called upon the ECtHR to take urgent action against the Turkish state’s non-fulfillment of the interim injunction, stressing that the European Union and affiliated institutions will also be a party to this crime in the contrary case.

ANF

VIDEO

Many wounded in police attack on masses in Cizre from ANTIFA KURDISTAN on Vimeo.

Die Situation in Cizîr eskaliert: Mindestens 12 Verletzte

Cizîr, Nordkurdistan – Laut mehreren kurdischen Nachrichtenagenturen zufolge, wurden eine Gruppe von Menschen in Cizîr (Cizre) – darunter auch der pro-kurdische HDP-Abgeordnete Faysal Sariyildiz – die die Leichen von getöteten Zivilisten von den Straßen holen wollten, durch türkische Einsatzkräfte unter Beschuss genommen.

Der linke und pro-kurdische TV-Sender IMC TV berichtet, dass ihr Kameramann Refik Tekin ebenfalls angeschossen und verletzt wurde.

Laut Faysal Sariyildiz wurden mindestens zwölf Zivilisten angeschossen. Der Gesundheitszustand von zwei Verletzten sei kritisch.

Der HDP Co-Vorsitzende Selahattin Demirtas, rief das Volk auf, die Stimmen zu erheben und auf jede demokratische Art und Weise gegen den Krieg des Palastes (Anm. d Verf.: Präsidentschaftspalast von Staatspräsident Erdogan) zu demonstrieren. „Sollte den Verletzten etwas zustoßen, dann ist die Regierung und der Ministerpräsident Davutoglu dafür verantwortlich“, so Demirtas.

Kurdische Nachrichten

VIDEO

Many wounded in police attack on masses in Cizre from ANTIFA KURDISTAN on Vimeo.

Nusaybin children’s latest innovation: the barricade periscope

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As the town of Nusaybin resists again Turkish state attacks, children have contributed a new invention to the resistance: periscopes made of PVC pipes.

In the Nusaybin district of Mardin province, town residents have built a communal resistance in their neighborhoods. The smallest members of the resistance have come up with a new invention to keep their neighborhoods safe from attacks by the armored vehicles that wait outside their barricades.

Police and soldiers may assault the neighborhood and damage homes, but the children’s inventive spirit turns even this into an opportunity. The children, salvaging PVC water drainage pipes damaged by bullets, have positioned angled mirrors in each end of the pipes, adding elbow fittings at each end to create a periscope.

The “barri-scopes” help the children to stay safe from attacks while standing watch behind the barricades.

JINHA




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