Archiv für Juli 2015

Clean up the city First International Campaign for Reconstructing Kobanê

We are not just resisting. We are also rebuilding a free society. Global solidarity makes an alternative, free, gender equal, ecological society possible.

STAND WITH KOBANÊ

Kobanê needs to rebuild! The reconstruction cannot happen without removing the remnants of the war.

Removing the rubble can help build a new foundation for a new Kobanê and restart its recovery. Access to construction machinery and equipment can not only help Kobanê to remove the debris but can also be an important tool for follow-up projects after the cleanup.

No machinery means no clean up. No clean up means no reconstruction, no rehabilitation, no recovery, no healing for the community! The longer the city remains uncleared the higher the risks of injury and of communicable disease and illnesses.

The lengthier the reconstruction processes the less likely, or the longer it will take the refugees to return to Kobanê and the villages. This issue places significant strains on Kobanê and its capacity to have essential and skilled members of society return and participate in the reconstruction process.

WHAT WE NEED

The donations will help essential and urgently needed construction machinery and equipment to clean up Kobanê and kick-start the rebuilding process. The removal of post-war debris is not perceived as an urgent need by many NGOs, which is why this crowd funding campaign is essential.

Unless the large-scale destruction is cleared, a number of safety hazards may continue for the community. Furthermore, the failure to remove rubble and waste contributes to the slowdown of the rebuilding process itself.

Despite the severe nature of the destruction, thousands of civilians still remain within the city, many living in the destroyed buildings. The number of returning refugees to Kobanê also creates an urgent need for international support, aid, and materials required to begin immediate reconstruction.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/cleanupkobanegfsiavu3y0.jpg

WHERE TO START

The lack of reconstruction equipment reduces the capacity of Kobanê to implement its cleanup process and begin the reconstruction process in earnest. The following areas were identified as barriers:

• Construction materials.
• Construction equipment.
• Equipment to remove rubble and debris.
• Equipment for processing of rubble and debris.

Of these, the most urgent matter is the lack of appropriate equipment to remove the rubble and debris as the cleaning process is heavily machine intensive.

If the canton has the capacity to access its own machinery to engage in the cleaning process it will reduce its costs significantly. This will prevent the canton from facing an extremely expensive and costly cleaning process.

The current costs are unsustainable for a viable long term reconstruction process. The ownership of local equipment for a machine intensive reconstruction process will ensure that the canton controls the reconstruction process thereby promoting local ownership and autonomy.

The main objective of this project is therefore to allow Kobanê to purchase its own equipment and machinery and reduce its reliance on international aid and support.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/rubblevuetpmr8bq.jpg

LONG TERM

To achieve the projected outcome, an increased capacity needs to be achieved.

This outcome is based on increased number of better equipment, machinery, and labour power capacity so that the rate of reconstruction is increased significantly.

This is why this crowdfunding campaign is ESSENTIAL for not only kick starting the reconstruction, cleaning and rebuilding process. Without this project all other future projects face significant delays.

If we reach the goal of this campaign a number of new projects in the area of health, education, women, environment, water, electricity, children and youth can commence.

Solidarity will rebuild Kobanê!

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/standkobanea7betxnus1.jpg

Firefund

Welche Konsequenzen zieht die DITIB-Gemeinde in Dinslaken?

Vergangene Woche strahlte die ARD eine Dokumentation aus, in der ein Foto gezeigt wurde, das einen Jugendlichen und ein Vorstandsmitglied des Moscheevereins DITIB in Dinslaken zeigt. Beide strecken den ausgestreckten Zeigefinger in die Luft. Das Erkennungszeichen der Terrororganisation Islamischer Staat, kurz IS. Der Jugendliche trägt zudem ein IS-T-Shirt. DITIB kündigte daraufhin Konsequenzen an. Das besagte Vorstandsmitglied soll zurückgetreten sein und mit ihm der gesamte Vorstand. Doch ist dem wirklich so? report München war in Dinslaken und traf auf eine Mauer des Schweigens.

VIDEO

Türkei fliegt Luftangriffe gegen Kurden bei Kobani

Kurdische Quellen und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichten erstmals von Angriffen der türkischen Armee auf Kurden in Syrien. In Istanbul spitzt sich die Lage in Gazi zu.

Wie kurdische Quellen berichten, haben Kampfflugzeuge der türkischen Luftwaffe Stellungen der kurdischen Miliz YPG in der Umgebung von Kobani angegriffen. Seit Freitag fliegt die türkische Armee Luftangriffe gegen den Islamischen Staat und mehr noch gegen die türkisch-kurdische PKK im Nordirak. Von Angriffen auf Stellungen der mit der PKK verbündeten syrisch-kurdischen PYD und deren Miliz YPG war bislang nichts bekannt.

Am späten Sonntagabend meldete das YPG-Kommando von Kobani, dass bereits zu Beginn der Bombardements Panzer der YPG und der mit ihr verbündeten Freien Syrischen Armee (FSA) im Dorf Zor Mixar (Arabisch: Zur Maghar) westlich von Kobani angegriffen und dabei vier Kämpfer der FSA verwundet worden seien.

Am Sonntagabend seien diese Stellungen von türkischem Territorium aus mit Panzergranaten beschossen worden. Zudem sei ein Transportwagen der YPG in der Umgebung der Stadt Tel Abiad von einem türkischen Flugzeug aus beschossen worden. Von anderen kurdischen Quellen wurden über Twitter zudem Attacken auf den kurdischen „Kanton“ Afrin gemeldet.

Zor Mixar liegt auf einer Anhöhe am Euphrats; auf der anderen Uferseite ist Dscharabulus, der letzten größeren Stadt, die der Islamische Staat (IS) in der syrisch-türkischen Grenzregion noch hält. Kobani war Anfang des Jahres nach einer mehrmonatigen Belagerung und schweren Kämpfen vom IS bereit worden.

Tel Abiad war erst Mitte Juli von Kämpfern der YPG und der FSA mit Unterstützung der US-amerikanischen Luftwaffe eingenommen worden. Afrin, der westlichste der drei syrisch-kurdischen „Kantone“, liegt zwischen der Türkei, von anderen syrischen Milizen kontrolliertem Areal und dem Gebiet des IS. Dennoch war es in Afrin in vergangenen Jahren vergleichsweise ruhig.

Die „Sicherheitszone“, die die Türkei seit der Vertreibung des IS aus Tel Abiad diskutiert, und deren Einrichtung die USA nun offenbar zugestimmt haben, liegt zwischen Afrin und Dscharabulus. Kurdische Kreise hatten der Türkei dabei stets verdächtigt, dass sich eine solche Maßnahme auch gegen die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien richten würde.

Eine Bestätigung von unabhängigen Quellen war zunächst nicht zu bekommen. Auch von türkischer Seite gab es zunächst keine Erklärung dazu; ebenso wenig von den USA, die bis vor kurzem noch gemeinsam mit der kurdischen Miliz gegen den IS gekämpft hatten. Die US-Armee berichtete lediglich von fünf Angriffen, die die Anti-IS-Koalition in der Nähe von Kobani gegen den IS geflogen sein.

Am Wochenende hatte Brett McGurk, der Sonderbeauftragte der US-Regierung für die Anti-IS-Koalition, über Twitter geschrieben, dass die USA die terroristischen Attacken der PKK verurteile und das Recht der Türkei auf Selbstverteidigung respektiere. Zugleich rief er beide Seiten dazu auf, den im Jahr 2013 begonnenen Friedensprozess fortzuführen. Und er schrieb: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Luftschlägen gegen die PKK und der jüngsten Vereinbarung, die Zusammenarbeit gegen ISIS zu intensivieren.“

Am Dienstag trifft sich auf Bitte der Türkei der Nato-Rat zu einer Sondersitzung.

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Istanbul

Unterdessen halten die Spannungen im Istanbuler Stadtteil Gazi an. In einem alevitischen Gotteshaus liegt dort der Leichnam von Günay Özarslan, einer mutmaßlichen Angehörigen der linksradikalen Organisation DHKP-C, die bei den Razzien der Polizei am Freitag erschossen worden war.

Am Wochenende griff die Polizei mehrfach die Menschen, die seit drei Tagen im Gotteshaus ausharren, mit Tränengas an, um eine Beerdigung zu verhindern. „Wir werden euch alle abfackeln“, sollen Polizisten den Belagerten zugerufen haben, wie diese berichteten.

Am Sonntag kam es bei einer Demonstration im Viertel zu schweren Auseinandersetzungen; die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummigeschosse ein, die Demonstranten warfen Steine und Molotowcocktails. Augenzeugen berichteten von kriegsähnlichen Zuständen. Schließlich wurde der Polizist Muhamed Fatih Sivri bei dem Versuch, Demonstranten festzunehmen, die in ein Gebäude geflohen waren, aus dieser Gruppe erschossen.

Baki Düzgün, ein Sprecher der alevitischen Gemeinde, der sich ebenfalls im Gotteshaus in Gazi aufhält, sprach am Abend davon, dass die Türkei die Bekämpfung des IS zum Vorwand nutze, um gegen Linke, Demokraten und Aleviten vorzugehen. Noch drastischer wurden die Sprecher verschiedener alevitischen Verbände. „Jeden Moment kann es hier zu einem Massaker kommen“, hieß es in einer am späten Abend verbreiteten gemeinsamen Erklärung.

Gazi ist ein Arme-Leute-Viertel am westlichen Stadtrand mit kurdischer und alevitischer Bevölkerung und einer starken radikalen Linken. 1995 eröffneten bis heute unbekannte Täter das Feuer auf mehrere Cafés. Bei den folgenden Unruhen wurden 18 Menschen von der Polizei erschossen; um die Welt gingen Bilder, wie Polizisten einen leblosen Frauenkörper in eine Mülltonne warfen.

Es gibt sowohl türkische als auch kurdische Aleviten; insgesamt 15 Prozent der Bevölkerung sind Aleviten. Sie pflegen einen säkularen Lebensstil und neigen zur politischen Linken; in keiner Bevölkerungsgruppe ist die Abneigung gegen die islamische AKP so groß wie unter ihnen. Ende der siebziger Jahre und 1993 in Sivas kam es Pogromen gegen sie.

Die Welt / Deniz Yücel

CALL / AUFRUF

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/112234928838110uwrgmni8j.png

Anarşist Devrimci Federasyon

[Shortnews] Türkei greift PKK an

Während der Nacht hat die türkische Luftwaffe intensive Angriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans PKK im Nordirak geflogen. Der sogenannte „Friedensprozess“ zwischen Ankara und der PKK, bei dem immer nur die PKK Leistungen erbrachte, während der Staat seine Positionen ausbaute, ist damit endgültig vorbei. Die PKK hat in den vergangenen Tagen zum Selbstschutz der kurdischen Bevölkerung aufgerufen und Kommandoaktionen gegen die türkische Polizei durchgeführt.

Im mehreren Städten der Türkei kam es in der Nacht erneut zu schweren Auseinandersetzung zwischen der revolutionären türkischen Linken und der kurdischen Bewegung gegen die Organe der Staatsmacht. (Bilder von Aktivisten der marxistischen Halk Cephesi des Fotografen Sinan Targay)

Eine für Sonntag angesetzte Großdemonstration in Istanbul, bei der mehr als 1 Million Menschen erwartet wurden, wurde aus „Sicherheitsgründen“ und wegen des zu erwartenden „Verkehrsaufkommens“ verboten. Kurdische und linke Medien werden in der Türkei gesperrt.

AKP-Premier Davutoglu hat indessen Angekündigt, die Repressionswelle gegen Linke fortsetzen zu wollen. Propagandistisch verschleiert wird dies als „Aktion gegen Extremismus und Terrorismus“, weil die Türkei nun auch den „Islamischen Staat“ (IS) ins Visier nimmt. Bis dato sind die Angriffe auf KurdInnen und Linke allerdings bei weitem umfangreicher als die gegen die Dschihadisten.

Gleichzeitig wurde in Syrien zwischen Mare und Jarablus von den USA und der Türkei eine „Flugverbotszone“ eingerichtet, die als Basis einer vom Westen und der Türkei administrierten „Pufferzone“ wirkt. Auch hier behaupten internationale Medien und die Türkei, es handle sich um einen „Kampf gegen den IS“ – obwohl Davutoglu bereits klar gemacht hat, dass die türkische Armee auch die kurdische PYD und YPG angreifen werde, „wenn sie die Grenzen der türkischen Republik bedroht“

Lower Class Magazine

Turkish warplanes shelling Kandil

Turkish warplanes are shelling the Kandil region of the guerrilla-held Medya Defense Zones.

The areas of Zap, Metina, Haftanin, Garê, Avashîn and Kandil have been targeted by bombardments of the Turkish jets since last night.

ANF

VIDEO

Der Westen verrät die Kurden für den IS

Die USA erkaufen sich die türkische Hilfe im Kampf gegen den IS mit dem Verrat an den Kurden. Im Land richten sich die Razzien auch gegen PKK-Unterstützer. Die Türkei torkelt dem Chaos entgegen.

Wenn 31 Bürgerinnen und Bürger durch einen Terroranschlag ermordet werden, ist das ein hinreichender Grund, militärisch gegen die Urheber vorzugehen. Wer würde da widersprechen? Doch die Trauer und Anteilnahme, die man begleitend dazu erwarten würde, hat das AKP-Regime den Opfern des Anschlags von Suruç und ihren Angehörigen verweigert.

Nicht einmal eine symbolische Geste wie eine Staatstrauer, die man Anfang des Jahres noch zu Ehren des verstorbenen saudi-arabischen Königs verhängt hatte, waren ihm die Opfer wert. Und natürlich hat sich kein Repräsentant dieser Regierung, die einfach so tut, als habe keine Wahl stattgefunden, auf einer Beerdigung blicken lassen.

Damit nicht genug, ging die Polizei in der vergangenen Woche mehrfach mit Tränengas gegen die Freunde der Toten vor, während führende Politiker der AKP und die ihr nahestehende Medien sich in Schuldzuweisungen an die Opfer übten. Darum ist, so hart das klingen mag, folgende Schlussfolgerung zulässig: Der AKP sind 31 ermordete, meist junge linke Oppositionelle herzlich egal; sie sind nur nützlich, um die Türkei im Westen als Terroropfer erscheinen zu lassen und alle folgenden Maßnahmen zu rechtfertigen.

Und das klappt. Derart wohlwollende Reaktionen hat die türkische Staatsführung schon lange nicht mehr erhalten: Endlich, so heißt es allenthalben, gehe die Türkei gegen den Islamischen Staat vor. Doch erkauft haben sich die USA die Beihilfe im Kampf gegen den IS mit dem Verrat an jenen, die den IS bislang am effektivsten bekämpft haben: den Kurden.

Luftangriffe auf PKK-Stellungen

Schon die Razzien richteten sich nicht allein gegen den IS, sondern ebenso gegen mutmaßliche Unterstützer der PKK. Am Freitagabend folgten Luftangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die türkische Armee auch gegen Rojava, das von den syrisch-kurdischen PYD kontrollierte Gebiet, vorgeht – also auch gegen Kobani, wo die Opfer von Suruç als Freiwillige beim Wiederaufbau helfen wollten. Und die Erklärungen aus Washington deuten darauf hin, dass dies mit dem Wissen der USA geschieht.

Dabei waren es die Milizen der syrisch-kurdischen PYD und die mit ihr verbündete PKK, die die Jesiden aus den Sindschar-Bergen im Nordirak retteten, Kobani verteidigten und zuletzt den IS aus Tel Abiad vertrieben. Und sie hatten dem IS nicht allein militärische Schlagkraft entgegenzusetzen, sondern auch ein anderes Gesellschaftsmodell: säkular, demokratisch, die Gleichberechtigung der Frauen fördernd.

Es gibt nicht viele Kräfte in den syrischen Wirren, für die das zutrifft. Nun verrät der Westen sie zugunsten einer Regierung, die in den vergangenen Jahren nach innen wie nach außen oft genug unter Beweis gestellt hat, dass ihr eine ganz andere Gesellschaftsordnung vorschwebt. Abu Bakr al-Baghdadi ist ein blutrünstiger Operettenkalif. Der wahre Kalif aber heißt Erdogan.

Umgekehrt lässt die Türkei den IS fallen. Das Verhältnis war ohnehin ein eher instrumentelles – ein Mittel, um Assad zu stürzen und die syrischen Kurden im Zaum zu halten. Doch damit schadete man dem Ansehen in der westlichen Welt, während die Kurden an Prestige gewannen und der IS allmählich zu einer Bedrohung für die Türkei wurde.

Eine Atmosphäre von Krieg und Terror

Zudem hat das Ganze eine innenpolitische Dimension: Recep Tayyip Erdogan hat sofort deutlich gemacht, dass er sich mit dem Verlust der absoluten Mehrheit seiner AKP nicht abgegeben und Neuwahlen ansetzen möchte.

Eine Atmosphäre von Krieg und Terror dürfte der AKP nutzen, um Stimmen zurückzuholen, die man an die nationalistische MHP verloren hat, und um zugleich die prokurdisch-linke HDP unter die Zehn-Prozent-Hürde zu drücken. Von einer friedlichen Lösung des Kurdenkonflikts – vor zwei Jahren noch das erklärte Ziel der AKP – spricht die Regierung ohnehin schon lange nicht mehr.

Am Samstag wurde eine für den Sonntag geplante große Anti-Kriegsdemonstration verboten, zugleich will der Staat gegen oppositionelle Internetseiten vorgehen. Die Opposition wird es unter diesen Bedingungen noch schwerer haben als bislang.

Doch auch die PKK hat Mitschuld an dieser Eskalation. Vor zwei Wochen erklärte sie, dass sie gegen „strategische Bauprojekte“ militärisch vorgehen werde; nach dem Anschlag von Suruç folgten Morde an drei Polizisten, mit denen sie auf ebenso niederträchtige wie törichte Weise sowohl dem Ansehen geschadet hat, das sie international mit dem Kampf gegen den IS gewonnen hatte. Sie brachte sich auch um Sympathien, die sich die kurdische Bewegung in Gestalt der HDP und ihres smarten Vorsitzenden Selahattin Demirtas im Westen der Türkei auch in bürgerlichen Milieus aufgebaut hatte.

Die Türkei torkelt dem Chaos entgegen

Dass Demirtas die Morde an den Polizisten verurteilt hat und selber in die Kritik der PKK-Führung im Nordirak geriet, geht in der allgemeinen Wahrnehmung unter. Der Einzige, der die Autorität und den Weitblick besäße, dieses Treiben zu beenden, ist seit vier Monaten komplett isoliert: Abdullah Öcalan. Und nun ist es dazu wohl zu spät.

Es läuft also gut für Erdogan. So gut, dass kaum jemand noch fragt, weshalb sich der IS nicht zum Anschlag von Suruç bekannt hat. Oder ob der türkische Geheimdienst darüber zumindest informiert war.

Wenn man sich an die Anfang 2014 bekannt gewordenen Planspiele des damaligen Geheimdienstchefs Hakan Fidan und des damaligen Außenministers Ahmet Davutoglu erinnert, mit „vier Mann und acht Raketen“ einen Kriegsgrund in Syrien zu inszenieren, ist diese Frage nicht so abwegig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag.

Aber selbst wenn Erdogan bloß politisches Kapital aus den Ereignissen zu schlagen versucht, ist es töricht zu glauben, man könne eine militärische Eskalation am Abend der Neuwahl einfach so beenden. Die Türkei torkelt dem Chaos entgegen. Und jene Kraft, die die AKP in die Schranken zu weisen schien, nämlich die Kurden, droht verloren zu gehen – in der Türkei wie in Syrien.

Die Welt / Deniz Yücel

Istanbul

Bewaffnete Linke griffen gestern Abend ( 20.07.2015 ) in Istanbul Polizeistationen und islamistische Zentren an.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/anigifu9vsrhd1jy.gif

VIDEO

#Suruç

Alper Sapan (19) got killed today in a suicide attack in Urfa ( Suruç ), Turkey.From Alper Sapan’s conscientious objection statement:

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/11750707934783ywxjq3gdaf.jpg
Alper Sapan (19)

‚‘Hi, I am Alper Sapan. I am a 19 year-old anarchist. I am against injustice, exploitation and tyranny of the state. I condemn people killing each others, violence and the state. I listen to the inner voice of my conscience for freedom and refuse to serve in the military for a warless, nationless and borderless world where no one could ever be a soldier, no one could ever kill each others. Before militarism kills us, we should kill militarism.'‘

#Suruç

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/11061664800228u3yvdirl8s.jpg

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/anigif32v4thfjgm.gif




kostenloser Counter
Poker Blog