Archiv für Juli 2014

Genfer Appell: YPG ist legitime nationale Kraft

Die Demokratische Selbstverwaltung von Rojava und die Volksverteidigungseinheiten YPG/YPJ haben die Verzichtserklärung („Deed of Committment“) des Genfer Appells unterzeichnet, mit der sie zusichern, keine unter 18-Jährigen in bewaffnete Formationen aufzunehmen. Bei der Vertragsunterzeichnung sagte die Vorsitzende der Delegation des Genfer Appells Elisabeth Decrey-Warner, die YPG sei eine nationale Kraft, die ihre Legitimität bewiesen habe.

Die Verzichtserklärung wurde im Namen der drei Kantone von Rojava auf einer Pressekonferenz in Rimelan bekannt gegeben, an der Ebdilkerim Saruxan, Verteidigungsminister des Kantons Cizîre, Redur Xelil, Sprecher der YPG und die Delegation des Genfer Appells unter Leitung von Elisabeth Decrey-Warner teilnahmen.

Die Übereinkunft, mit der die Aufnahme von Minderjährigen in bewaffnete Formationen verhindert wird, erlaubt die politische Schulung dieser Jugendlichen in Akademien oder Bildungseinrichtungen.

Ebdilkerim Saruxan erklärte, dass gemäß dieser Übereinkunft bereits 128 Jugendliche aus den Reihen der YPG entfernt und in besondere Trainingsbereiche des Verteidigungsministeriums gebracht wurden.

Die Vorsitzende der Delegation des Genfer Appells Elisabeth Decrey-Warner unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung und sagte: „Wir kennen die Revolution von Westkurdistan sehr gut. Die YPG sind eine nationale Kraft, die ihre Legitimität und ihre Verbundenheit mit humanitären Werten bewiesen hat.“

Im Juni hatte eine Delegation des Genfer Appells, einer den Vereinten Nationen angegliederten Schweizer NGO, Westkurdistan (Rojava) besucht. Die Delegation hatte sich unter der Leitung von Pascal Bongard mit Verantwortlichen des Verteidigungsministeriums des Kantons Cizîre und der YPG getroffen. Danach wurde die Erklärung zum Verzicht von Anti-Personen-Minen und zum Schutz von Frauen und Zivilisten unterzeichnet.

Siehe auch: http://www.genevacall.org/syria-kurdish-armed-forces-demobilize-149-child-soldiers/

ISKU

Ein türkischer Soldat und ein IS Mörder nebeneinander

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A Turkish soldier and an IS murderer, side by side.

Ein türkischer Soldat und ein IS Mörder nebeneinander

Kobani: YPG tötet über 130 ISIS-Terroristen

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Kobani, Westkurdistan ( Rojava ) – Die Auseinandersetzungen zwischen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) in Kobani halten weiter an. Laut einer Erklärung des Pressezentrums der YPG vom 05. Juli wurden innerhalb von vier Tagen bei Gefechten in der Region Kobani über 130 ISIS-Terroristen getötet, 15 YPG-Kämpfer verloren dabei ihr Leben. Zudem erklärte die YPG, bei den Gefechten seien zwei Panzer und mehrere militärische Fahrzeuge sowie große Mengen an Militärmunitionen zerstört worden.

Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der YPG und ISIS konzentrieren sich derzeit im Dorf Zor Mixar und El-Beyadi, knapp 45 Km westlich von Kobani.

Laut der Erklärung des Pressezentrums der YPG sollen ISIS-Terroristen bei ihrer Angriffswelle auf Kobani erbeutete Waffen aus dem Irak eingesetzt haben, die ISIS bislang im Kampf gegen Demokratisch-Autonome Verwaltung von Westkurdistan (Rojava) im Norden Syriens nicht eingesetzt hatte. Nach der Angriffswelle auf den Kanton Kobani hat die Kantonregierung zu einer breiten militärischen Mobilisierung und Bewaffnung gegen die Terrorgruppe ISIS aufgerufen.


Kurdische Nachrichten

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BILDER AUS ROJAVA – KOBANI / Bandenmitglieder der ISIS

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VIDEO – Volksverteidigungseinheiten (YPG)


07.07.2014 Kobani


Kobani'deki çatışmalardan ilk görüntüler von imctv

07.07.2014 Kobani

Thousands at HPG guerrilla Erikmen’s funeral

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Alican Erikmen ( Şervan Koçer )

Thousands of people have attended the funeral of HPG (Peoples Protection Forces) guerrilla Alican Erikmen, who was executed by Turkish soldiers after being captured on 2 July in the Başkale district of Van province.

Erikmen’s body was received by his family in the city of Batman yesterday evening after a post mortem examination had been carried out at the State Forensic Institute in Malatya.

A convoy of vehicles carrying the body was met in Batman by hundreds of people, including HDP Amed MP Nursel Aydoğan, former Batman mayor Nejdet Atalay and BDP and HDP officials.

Hundreds of vehicles accompanied the body to the mosque for religious formalities, after which the body was taken to the cemetery in the village of Girbereşq (İkiztepe) for burial.

Thousands of people met the funeral cortege at the entrance to the village, carrying the coffin to the cemetery draped in red, green and yellow and shoting slogans such as „martyrs are immortal“ and „Long live President Apo“.

Posters of PKK leader Abdullah Öcalan and PKK and KCK flags were displayed at the ceremony.

After the burial was completed there was a minute’s silence for those who have fallen in the struggle for freedom and democracy.

Erikmen’s father Mehmet Şah Erikmen thanked everyone for attending the funeral, adding: „Our guerrillas resisted, but did not even use their weapons in self-defence on account of the process. The Kurdish people and Mr Öcalan do not want conflict, but the Turkish state and its military continue to slaughter and torture Kurds. We will not accept this oppression. Like every Kurdish family it is our wish that our son is the last martyr.“

HDP Amed MP Nursel Aydoğan started her speech by remembering those who have died in the Kurdish freedom struggle, saying all those who went to the mountains had a dream, and that that dream was of freedom, continuing: „thousands of Kurdish youth have sacrificed their lives for this dream. We promise that we will not abandon the struggle until this dream is realised. As you know, Kurdish People’s Leader Mr Öcalan has initiated a process that is of the utmost importance for the Kurdish and Turkish peoples. The Turkish state and the AKP government should know that the Kurdish people takes ownership of its martyrs,“ adding that the Kurdish people would continue their struggle until Kurdistan was free.

The ceremony ended with the singing of the Kurdish national anthem ‚Ey Rêqip‘ at the graveside.

ANF

Türkei macht Islamisten wieder fit für den Dschihad

Türkei macht Islamisten wieder fit für den Dschihad / Geheime Krankenhausabteilung

Seit über drei Jahren versinkt Syrien immer tiefer in Chaos und Gewalt. Das Nachbarland Türkei hat bisher vor allem mit der Aufnahme von einer Millionen syrischer Flüchtlinge Schlagzeilen gemacht. Doch offenbar hilft die Türkei nicht nur den Opfern, sondern auch den Kriegstreibern.

Radikalislamische Kämpfer in Syrien werden nach FOCUS-Informationen in der Türkei medizinisch versorgt und mit Nachschub eingedeckt. Im städtischen Krankenhaus in Kilis gibt es eine eigene abgeschirmte Abteilung für 30 bis 40 Syrienkrieger.

Nach ihrer Behandlung könnten sie wieder in Syrien in den Kampf ziehen, wie FOCUS aus Geheimdienstkreisen in Erfahrung gebracht hat. Neben einem Kommandeur der Terrormiliz Isis habe dort auch der deutsche Salafist Denis Cuspert, der als Rapper Deso Dogg bekannt wurde, eine Schussverletzung auskuriert.
Türkei boykottiert Festnahme von französischem Isis-Kämpfer

Schlecht läuft nach FOCUS-Informationen die Zusammenarbeit der Türken mit deutschen Sicherheitsbehörden. Die Festnahme eines französischen Syrienkämpfers in Berlin im Juni sei „trotz eines Boykotts der Türken“ gelungen und nur französischen Informationen zu verdanken. Die türkischen Behörden hätten den Isis-Kämpfer trotz mehrmaliger Aufforderung der französischen Polizei ungehindert ausreisen lassen, ohne ihre westlichen Kollegen über den Abflug zu informieren.

Im Zuge des „Arabischen Frühlings“ 2011 gab es in Syrien zunächst friedliche Proteste gegen das restriktive Regime von Präsident Assad, die schließlich zu einem gewaltsamen Bürgerkrieg eskalierten. Die ursprüngliche Motivation, das Land zu demokratisieren, spielt mittlerweile kaum noch eine Rolle. Stattdessen tobt ein Kampf zwischen verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen.

FOCUS

Schwere Kämpfe zwischen der YPG und ISIS in der Region Kobanê

Kobanê, Westkurdistan – Die schweren Auseinandersetzungen zwischen der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten der YPG in Westkurdistan gehen weiter. Beim schweren Kämpfen sind am Mittwoch in den umliegenden Dörfer der Region mindestens 30 Bandenmitglieder der ISIS getötet wurden.

Lokalen Berichten zufolge haben die Banden der ISIS gegen 11.00 Uhr Ortszeit vom Dorf Xerab Eto aus das Dorf Zor Mexar, 35 km westlich von Kobanê, angegriffen. Dabei stießen die Banden auf heftigem Widerstand der Einheiten der YPG. Nach ersten Informationen wurden bei diesen Kämpfen mindestens 30 Bandenmitglieder der ISIS getötet und ein Panzer völlig zerstört. Lokale Quellen berichteten, dass die Kämpfe zwischen den Einheiten der YPG und der ISIS immer noch andauern, während die ISIS immer mehr mit schweren Waffen wie Mörsergranaten und Panzer Stellungen der YPG angreift.

Auf der anderen Seite sagte Ciwan Ehmed, Pressevertreter der YPG, gegenüber dem Radiosender Voice of America (VOA), dass die ISIS in Kobanê schwere Verluste erlitten hat. Ehmed sagte folgendes zu den Auseinandersetzungen in Kobanê: „Seit den frühen Morgenstunden kommt es zu heftigen Gefechten, aber durch den enormen Widerstand der YPG und YPJ Einheiten haben die Banden der ISIS schwere Verluste erlitten. Bis jetzt wurden mindestens 30 Bandenmitglieder getötet und Dutzende verletzt.“

Darüber hinaus sagte Ehmed, dass bei den Kämpfen in Kobanê ein Kämpfer der YPG und Zivilist ums Leben gekommen sind.

Die Pressestelle der kurdischen Volksverteidigungseinheiten der YPG veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine schriftliche Erklärung zu den Kämpfen in Kobanê. In der schriftlichen Erklärung heißt, dass die Einheiten der YPG im Dorf Zor Mexar 30 Bandenmitglieder getötet haben und ein Fahrzeug und Panzer völlig zerstört haben.

In der schriftlichen Erklärung veröffentlichte die YPG auch die Identität eines ihrer Kämpfer, der bei den Gefechten ums Leben gekommen ist. Die Kämpfe in der Region halten immer noch an.

Kurdische Nachrichten

VIDEO

Boys of war

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Published photo of young boys lined up in front of a “membership office” for ISIL, in the Syrian town of Al-Bab.

Sunni ISIS jihadists are recruiting children as young as 10 years old to fight for an Islamic state in Iraq and Syria. While there are boys who voluntarily join the ISIS, there are many more who are being forced to fight for jihad.

10-year old Abdullah is the youngest known volunteer fighting with the ISIS in Iraq’s Mosul, according to The Daily Beast. It describes the moment of Abdullah casually walking into a local grocery store. This would be a common picture, except that the boy was masked and had a heavy machine gun, “about as big as him.”

Abdullah is reportedly hopeful about the prospects for the ISIS.

“We believe they will conquer all of Iraq and Persia and that they will liberate Jerusalem,” a gunman, who the news website assumed was responsible for the boy, said. “They have a dream and their dream is to establish an Islamic state.”

ISIS that has seized large parts of northern Iraq is, according to different estimates, between 7,000 to 10,000 fighters.

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Militant Islamist fighters parade on military vehicles along the streets of northern Raqqa province June 30, 2014. (Reuters)

In Mosul, which the group overran two weeks ago, the group is believed to have 4,000 troops and is desperate for more foot soldiers, the Daily Beast reported.

As soon as the ISIS took over the city, Sunni jihadists started looking for young men aged between 10 and 30 “both to control the territories they have and to join the fight on other fronts within Iraq.”

While the 10-year old Abdullah voluntarily joined ISIS, following in his father’s and brother’s footsteps, there are boys who are taken away from their families and forced to be in the group.

In neighboring Syria, a 14-year-old from Raqqa was lured into one of the ISIS camps, The Syria Deeply reported.

Mohammed was convinced the camp, specially designed for boys 15 and younger, had been established to teach Quran and the foundation of Islam.

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Still from YouTube video/ITN

„ISIS said this was the purpose of the camp,“ the teenager told The Syria Deeply.

However, it turned out to be more than just that.

“The training was divided into two parts. In religious classes, they taught us their version of Islam, the extremist methods they follow, and the necessary foundations of creating an Islamic caliphate state – their ultimate goal. They also try to convince us of jihadist ideology, like the greatness of martyrdom,” Mohammed said.

The camp’s “curriculum” also included combat training and lessons on how to use arms. The “course” lasted for 25 days.

Abdullah and Mohammed are, obviously, far from the only children in the ISIS ranks.

Last week footage appeared online showing young boys holding what appeared to be assault rifles and sitting in trucks full of militants parading through captured Mosul, ITV reported.

There are cases of children being kidnapped and “brainwashed” by ISIS. Abducted in May in the city of Aleppo, Syria, the fate of 133 of 159 teenagers remain uncertain.

Two of the boys who escaped told the media that ISIS was forcing the children to undergo lessons in Sharia and jihadist ideology. Jihadists beat children who misbehaved.

In its report published on June 24, the Human Rights Watch said that in Syria, ISIS specifically recruited children through free schooling campaigns that included weapons training, and have given them dangerous tasks, including suicide bombing missions.

In its annual report issued mid-May, the UN also said that “children fighting with ISIS [in Syria] are reportedly paid like adults (35,000 Syrian pounds, approximately $200) and undergo both weapons and jihadist indoctrination training.”

RT

ISIS-Terroristen aus dem Münsterland

Sie heißen Selim und Burak. Zwei junge Männer aus Münster und Lengerich. Jetzt kämpfen sie in den Reihen der Terrormiliz „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“, kurz Isis. Zwei von 120 jungen Leuten aus NRW, die bereit sind, für den Dschihad zu sterben.

Den Zeigefinger, drohend in die Luft gestreckt – das ist das Erkennungszeichen der radikal-islamischen Isis-Kämpfer. Auch Selim K. aus Münster streckt seinen linken Zeigefinger mahnend in die Luft. Er trägt eine Kampfmontur, um den Kopf hat er ein Palästinensertuch gebunden, in der rechten Hand hält er ein Maschinengewehr. Spätestens im Februar, so lässt sein Facebook-Profil erahnen, ist der heute 25-jährige zum „heiligen Krieger“ geworden. Einer von 320 Männern aus Deutschland, die sich der radikal-islamischen Terrororganisation Isis angeschlossen haben.

Von der Berufsschule in den „heiligen Krieg“

Früher, auch das erfährt man auf seiner Facebook- Seite, hat Selim eine Berufsschule und davor eine Hauptschule in Münster besucht. Die Lehrer dort sind entsetzt, als sie Selim mit seiner Kalaschnikow auf den Fotos erkennen: „Er war schon in seiner Schulzeit sehr gläubig“, erinnert sich eine Lehrerin. Dass er jetzt Terrorkämpfer ist, schockiert hier alle.

Selim hat mehrere Jahre bei einer Pflegefamilie aus Münster gelebt, „er hatte es schwer zu Hause“, erzählt eine alte Bekannte. In diesem Punkt passt Selim in das Profil, das der Verfassungsschutz von den jungen Isis-Anhängern aus Deutschland zeichnet: „Sie sind jung, zwischen 16 und 25 Jahre alt, oft mit Migrationshintergrund, meist schlecht ausgebildet und mit familiären Problemen“, sagt Verfassungsschutzleiter Burkhard Freier. „Sie sind auf der Suche nach Orientierung, sozialem Halt und Abenteuer“.

Burkhard Freier bestätigt, dass sich Selim der Isis angeschlossen hat, genau wie Burak Y. aus Lengerich. Auch er posiert mit martialischem Auftritt auf seiner Facebook- Seite. „Die große Gefahr besteht darin, dass die Männer im Kampf mit den Isis-Truppen das Verhältnis zur Menschlichkeit verlieren, dass sie verrohen“, sagt Burkhard Freier. Im Internet finden sich unzählige Fotos und Videos von Gemetzeln und Gräueltaten der Isis-Kämpfern, die den „Kuffar“, das heißt „Ungläubigen“ die Köpfe abschlagen.

Eine neue Entwicklung

Die Entwicklung im Irak stellt auch für den Verfassungsschutz und die Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen eine neue, bislang unterschätzte Entwicklung dar. „Wir sehen das mit großer Sorge“, erklärt Birgit Axler vom Innenministerium des Landes. Die Kämpfe des Dschihad dort übten gerade auf junge muslimische Männer eine besondere Anziehungskraft aus, vor allem bei den Salafisten. Deren Szene wächst laut Innenministerium derzeit stark an.

Etwa 1.800 Menschen werden der Szene in NRW zugerechnet. Die Kämpfe radikaler Islamisten in Syrien und nun auch im Irak werden von den Salafisten gezielt genutzt, um hierzulande neue Anhänger zu gewinnen. Die sollen dann möglichst auch als Kämpfer in den Nahen Osten gehen.

33 Ausreiseverbote

Junge Männer davon abzuhalten im Irak oder Syrien in den Krieg zu ziehen, ist erklärtes Ziel der NRW-Behörden. Doch ihre Möglichkeiten sind eingeschränkt. Einzig die direkte Ausreise in ein Kriegsgebiet kann mit einem Verbot verhindert werden. Dieses gilt für nun auch für den Irak. Laut Innenministerium konnten im vergangenen Jahr 33 Menschen auf diese Weise die Ausreise untersagt werden.

Längst aber haben die kampfbereiten Islamisten einen Umweg gefunden, der ihnen weiterhin nahezu uneingeschränkt offen steht: Die Ausreise über die Türkei. „Da gibt es nur begrenzte Möglichkeiten einzuschreiten“, sagt Axler. Von den insgesamt mehr als 120 Kämpfern aus NRW in Syrien und dem Irak kommen viele aus den Metropolen am Rhein aber auch aus Aachen und der Region Wuppertal. Neben diesen regionalen Zentren, spielt aber das Internet eine wichtige Rolle bei den radikalen Islamisten.

„Likes“ für den Dschihad

Auch die Seiten von Selim aus Münster bekommen immer wieder großen Zuspruch durch Kommentare und „Likes“ – von Jugendlichen aus Münster, auch Schülern seiner ehemaligen Schule. Die Lehrer sind ratlos, sie wollen sich nun Hilfe holen, vielleicht bei Beratern vom Innenministerium.

Das Münsterland ist nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutz zwar kein Zentrum für Dschihad-Kämpfer. Münster sei aber eine Schaltzentrale für den ideologischen Hintergrund. Von Münster aus werden die Auftritte des Salafistenpredigers Pierre Vogel organisiert, hier lebt dessen Stellvertreter, der zum Islam konvertierte Thomas G., alias Ibrahim al Almani. „Und diese Ideologie bereitet den Nährboden für die Gewalt“, sagt Verfassungsschutzleiter Freier.

Werbestände kaum zu verbieten

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Salafisten verteilen kostenlos Korane

Das führt aber nicht dazu, dass die Werbestände der Salafisten, die auch in Münster und gelegentlich in Greven ihre Korane in der Fußgängerzone verteilen, verboten werden können. Es ist bekannt, dass hier Jugendliche für die menschenverachtende Ideologie rekrutiert werden, oft werden schon Kinder angesprochen, ob sie nicht den Islam „kennenlernen“ wollen. „Die Koranverteil-Aktionen können aber nur verboten werden, wenn nachgewiesen ist, dass an den Ständen zu Gewalt aufgerufen wird“, sagt Burkhard Freier.

Seine größte Sorge gilt inzwischen den Isis-Kämpfern, die aus Syrien oder dem Irak nach Deutschland zurückkehren. So möglicherweise auch Selim und Burak. Sie würden schon am Flughafen „aufgenommen“, wie es in der Sprache der Verfassungsschützer heißt. Die Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland sei gestiegen, sagt Verfassungsschutzleiter Burkhard Freier. Seitdem die Isis-Kämpfer im Irak ein Kalifat ausgerufen haben, sei die Gefahr noch größer geworden.

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WDR




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