Archiv für April 2014

USA verweigern dem Soziologen Ismail Besikci die Einreise

Unterstützung für Protest von Kurden und Türken in Istanbul: Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert US-Einreiseverbot für türkischen Kurden-Experten

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die für den heutigen Montag (28.4.) geplanten Gespräche im amerikanischen Konsulat in Istanbul, bei denen Türken und Kurden gegen ein überraschend verhängtes US-Einreiseverbot für den türkischen Kurden-Experten und Soziologen Ismail Besikci protestieren wollen. „Besikci die Einreise in die USA zu verweigern, ist offenbar ein skandalöser Versuch, die objektive Stimme eines Wissenschaftlers für die Kurden in der Türkei zum Schweigen zu bringen“, kritisierte der Nahostreferent der in Göttingen ansässigen internationalen Menschenrechtsorganisation, Kamal Sido.

Auf Einladung der Kurdish American Society (KAS) sollte Besikci auf zwei Konferenzen in New York sowie in Washington D.C. über die Lage der Kurden und anderer Minderheiten in der Türkei berichten. In Deutschland wird Besikci vom 26. bis 31. Mai erwartet. Die GfbV hat ihn gemeinsam mit der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) sowie dem Bonner Zentrum für Kurdische Studien – NAVEND zu Gesprächen und Vorträgen eingeladen.

Besikci und seinem Begleiter Ibrahim Gurbuz, dem Leiter der Ismail-Besikci-Stiftung, ist erst bei der Passkontrolle am Istanbuler Atatürk-Flughafen am vergangenen Sonntag mitgeteilt worden, dass die Behörden in Washington sie nicht in die USA einreisen lassen wollen. Das amerikanische Konsulat in Istanbul hatte den beiden zuvor ein gültiges Visum ausgestellt. Aus Protest gegen das Einreiseverbot und um Aufklärung zu fordern, hat die Ismail-Besikci-Stiftung zu der Mahnwache in Istanbul aufgerufen.

Der Türke Ismail Besikci ist Soziologe und beschäftigt sich als Wissenschaftler mit der Lage der 15 Millionen Kurden in der Türkei. Deshalb wurde er dort viele Male inhaftiert und misshandelt. Wegen seiner kritischen Veröffentlichungen über die Verfolgung und Diskriminierung der Kurden wurde Besikci in den vergangenen vier Jahrzehnten zu insgesamt 100 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von zehn Milliarden Lira (rund 5,1 Milliarden Euro) verurteilt. Acht Mal musste er eine Strafe tatsächlich antreten. Deshalb hat er insgesamt 17 Jahre in türkischen Gefängnissen verbringen müssen. Ihm war u.a. die „Gründung einer geheimen Ein-Mann-Organisation“ vorgeworfen worden. 32 seiner 36 Bücher, die sich nicht nur der kurdischen Frage, sondern auch der Verfolgung der religiösen Minderheiten der Aleviten, Yeziden oder der armenischen, der syrisch- und griechisch-orthodoxen Christen widmen, waren oder sind in der Türkei verboten.

Berlin/Göttingen, 28. April 2014

Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)

Anschlag in süd-Kurdistan

Bei einem Anschlag auf eine Kundgebung der PUK (YNK) sind in Xanaqîn mindestens 30 Menschen getötet und weitere 64 verletzt worden.

ISKU

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Xaneqin'de YNK mitingine saldırı: En az 30 ölü von ilkehaber

Thousands Protest Turkish Military In Hakkari

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The Hakkari (Kurdish: Colemêrg) Province Branch of the BDP organized a protest march around the foot of Kato mountain earlier today in order to draw attention to a recent upsurge in military movements in the area and the continued construction of military bases in the region.

According to local reports military activity between the village of Üzümcü and Şine mountain on the Hakkari-Çukurca road has increased markedly over the past week. Locals fear that the Turkish military could be preparing for a large-scale operation and hope to prevent such an outcome.

Thousands of marchers gathered at the foot of Kato Mountain near the village of Üzümü. As marchers attempted to walk up the mountain road they were confronted by soldiers who fired on the crowd with tear gas and plastic bullets.

A large number of people – including Hüseyin Yılmaz, Emin Kılıç and Cevahir Kaçar -suffered health problems as a result of the gas, while another was injured when he was struck on the head by a gas capsule. The aforementioned individual was taken to Hakkari State Hospital accompanied by BDP Hakkari Province Officer Selahattin Sayın and treatment is ongoing.

Thousands have since come from the Hakkari City Center and surrounding districts in order to support the protesters and the area remains tense. The co-mayors of Hakkari, Yüksekova, Çukurca, and Esendere have all announced plans to establish a small protest encampment at the base of the mountain.

All roads to surrounding local military bases have been blockaded by armored cars, special forces teams, riot police and soldiers. It has been reported that the construction of a new military base on the summit of Mesken Mountain, also in the same region, has begun.

ANF




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