Eine tiefe Wunde in den Herzen des kurdischen Volkes

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Der 14. August ist ein schwarzer Tag in der Geschichte des kurdischen Volkes. Die Geschichte Kurdistans zeigt, dass es immer Angriffe auf die kulturellen Werte und den Glauben kurdische Gruppen gegeben hat. Seit den US-Interventionen im Irak kommt es immer wieder zu Anschlägen im Irak. Dies war mit Abstand der blutigste Anschlag auf das kurdische Volk. Wie auch heute wurde der Kampf gegen die Yeziden in den Augen der herrschenden Mächte im Irak als “heiliger Krieg“ bezeichnet. Aufgrund ihrer ethnischen sowie auch ihrer religiösen Identität wurde das yezidisch – kurdische Volk, das im Irak lebt und gelebt hat zum Angriffsziel des Baath-Regimes sowie auch der Terrororganisation der Al Qaida.

Am 14. August 2007 ereignete sich ein grauenhaftes Massaker in der Region Shengal. Mit Sprengstoff beladene LKW’s wurden in dem Gebiet zur Explosion gebracht. Bei dem gezielten Angriff auf die von Kurden bewohnte Region starben nach der Explosion sofort 500 Menschen. Tausende Menschen wurden verletzt. Viele Verletzte verloren ihre Familienangehörige sowie auch ihr Heim. Die Menschen wurden Obdachlos und tausende Kinder wurden Weise. Vorerst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Vor den Anschlägen in Hewler und Maxmur war es zu einem Zusammentreffen von Mitarbeitern des türkischen Geheimdienstes mit Angehörigen arabischer Stämme aus Musul und Umgebung gekommen, die dem alten Baath-Regime nahe stehen. Bei den Anschlägen waren 57 Personen getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder.

Der südkurdische Akademiker Hüseyin Cenebeli hatte zuvor am 14. Mai sich gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur geäußert und gesagt, dass die Türkei über die Turkmenen Kontakt zu radikal islamistischen Organisationen wie die Al Qaida aufgenommen habe, damit diese für künftige Anschläge die Verantwortung übernehmen.

Bis heute wird hinter dem Anschlag der türkische Staat mit Kontakten zu radikal islamistischen Terrororganisationen wie die Al Qaida vermutet, da auch damals der Einsatz des türkischen Geheimdienstes in Südkurdistan sehr stark zunahm. Das Ziel dieser Aktionen des Geheimdienstes bestand darin das kurdische Volk gegeneinander aufzubringen und so suchte man die Minderheit der Yeziden auf, welche zu Opfern von Anschlägen wurden.

Bei diesen Angriffen handelt es sich um politische Anschläge, um so die Widersprüche zwischen den Glaubensrichtungen, die in der kurdischen Gesellschaft vertreten sind zu vergrößern und so Konflikte innerhalb der kurdischen Bevölkerung anzutreiben. Hier wollte man ethnische sowie konfessionelle Widersprüche nach Kurdistan bringen. Ein Tag vor dem Massaker in Sengal, sprengten sich zwei radikal islamistische Terroristen in einem gut besuchten Cafe in Sengal in die Luft. Bei diesem Anschlag wurden 18 Menschen getötet.

Im Gedenken an die Opfer des Genozides rufen wir zur Geschwisterlichkeit unter der kurdischen Gesellschaft auf. Es ist stets wichtig alle vertretenen Konfessionen und Identitäten in Bezug auf den Glauben und der Ethnie zu tolerieren. Des Weiteren rufen wir auf sich solidarisch gegenüber der yezidischen Gemeinschaft zu zeigen und sprechen unser Beileid gegenüber den Familienangehörigen und dem kurdischen Volk aus. Wir werden weder Sengal, Helebce, Dersim, Sivas noch Roboski oder Haleb vergessen!!!

So wie kein Opfer jemals vergessen wird, werden auch die Täter nicht in Vergessenheit geraten !

14.08.2007…

Mögen sie in Frieden ruhen

Em we ji bir n aken

Wir vergessen euch nicht…

Serhildan News





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