Deutschland- SPD und Hitler

Gabriel: Hitler sollte Ehrenbürger von Goslar bleiben

SPD-Chef zweifelt an Aberkennung

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Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel beim Besuch des Gartenschaus-Geländes in Berlin (dpa)

Die Stadt Goslar soll bald darüber entscheiden, ob sie Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde aberkennt. Ausgerechnet der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat sich nun dagegen ausgesprochen – im Gegensatz zu früher.
Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel ist skeptisch, ob die Stadt Goslar Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde aberkennen sollte. „Man versucht sich da von etwas reinzuwaschen, von dem man sich nicht reinwaschen kann“, sagte Gabriel nach Angaben des Magazins „Spiegel“. Der SPD-Chef stammt aus der niedersächsischen Stadt.

Als Jugendlicher habe er eine andere Meinung vertreten. „Als Mitglied der Falken habe ich eine Aberkennung immer gewollt“, erzählte Gabriel laut dem Magazin am Rande eines Schulbesuchs im niedersächsischen Empelde. „Heute finde ich es fast falsch, das zu machen.“

Goslar soll im September auf Antrag der Linken über die Aberkennung entscheiden. Gabriel selbst hatte Anfang des Jahres erzählt, wie er unter seinem Nazi-Vater gelitten hat. Der „Zeit“ sagte er: „Übriggeblieben ist ein fast unbändiger Zorn.“

Focus





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