CPJ: 74% der festgenommenen JournalistInnen sind KurdInnen

Das „Committee to Protect Journalists“ (CPJ) erklärt in seinem Bericht mit dem Titel „Angriffe auf die Presse“, dass die Türkei das weltweit größte Gefängnis für JournalistInnen ist. In dem Bericht heißt es weiter, dass 98% der festgenommenen JournalistInnen aufgrund der „Anti-Terror“-Gesetzgebung oder unter Beschuldigung anderer „staatsfeindlicher“ Vergehen festgenommen wurden. Bei 74% dieser JournalistInnen wiederum handelt es sich dem Bericht nach um KurdInnen.

Das CPJ mit Sitz in New York erklärt in seinem Bericht, dass im letzten Jahr weltweit 43 JournalistInnen aufgrund ihrer Tätigkeit ermordet worden sind. Das ist ein Anstieg von 43% gegenüber dem letzten Jahr. Zudem sind 35 JournalistInnen verschwunden.

Die Zahl der inhaftierten JournalistInnen im letzten Jahr betrug 232. Diese Zahl sei seit Herausgabe des Berichts im Jahr 1990 noch nie in solch einem Maße gestiegen. In ihrem Bericht gab das CPJ auch eine Liste der 10 Länder bekannt, in denen die Entwicklung aus Sicht journalistischer Arbeit am bedenklichsten ist. Unter diesen zehn Ländern befinden sich Brasilien, Ecuador, Äthiopien, Iran, Pakistan, Türkei, Russland, Somalia, Syrien und Vietnam.

Die Aufnahme der Türkei in diese Liste begründet der Bericht damit, dass zum Zeitpunkt des 1.Dezembers 2012 49 JournalistInnen inhaftiert sind und dadurch das Land das weltweit größte Gefängnis für JournalistInnen ist. In der Türkei habe es sich der Ministerpräsident Erdogan zur Gewohnheit gemacht, kritische JournalistInnen höchstpersönlich zur Zielscheibe zu machen. Im Bericht wird ein nicht namentlich genannter türkischer Journalist zitiert, der betont, dass journalistische Arbeit in der Türkei der Gnade der Regierung ausgesetzt sei. Aus Angst verhaftet zu werden, setzen sich die JournalistInnen in der Türkei einer systematischen Selbstzensur aus.

ISKU





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