15. Februar: Proteste am „Schwarzen Tag“

Der 15. Februar, der bei den dem Großteil der kurdischen Bevölkerung als ,,Schwarzer Tag'‘ in die Geschichte eingegangen ist, wird auch in diesem Jahr mit Protesten und Demonstrationen begangen. Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan in Kenia festgenommen und in einem völkerrechtswidrigen Akt an die Türkei ausgeliefert. Seit dem ist er auf der Gefängnisinsel Imralı inhaftiert. An der Festnahmeaktion sollen Geheimdienste verschiedenster Länder beteiligt gewesen sein. Aus diesem Grund wird an diesem Tag gegen den international begangenen Komplott protestiert.

Die in Europa lebenden KurdInnen und dessen FreundInnen werden am 16. Februar in Strasbourg gegen den internationalen Komplott demonstrieren. Es werden mehr Demonstranten als die Jahre zuvor erwartet. So sagte der Vorsitzende der Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland YEK-KOM, dass man in den Vereinen zuvor höchstens drei Busse für Straßburg gemietet habe, nun seien es doppelt so viele.

Seit Tagen wird in vielen Städten der Türkei und in Kurdistan protestiert. Und auch heute hält der Protest weiter an:

In Colemêrg (Hakkari) wurde aus Protest gegen den internationalen Komplott eine Demonstration durchgeführt. Rahmi Kurt, der Bezirksvorsitzende der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) hat in seiner Rede den internationalen Komplott verurteilt: „Seit Jahren hat das kurdische Volk klargestellt, wen es als ihren Repräsentanten sehen und haben sich für ihn eingesetzt, und das werden sie auch weiterhin tun.“

In Gewer (Yüksekova) haben sich Tausende vor dem BDP-Gebäude versammelt. Auf einem schwarzen Transparent ist zu lesen: Wir verurteilen den internationalen Komplott. Bilder mit dem Porträt Abdullah Öcalans wurden getragen. Nach einer Kundgebung wurde der Demonstrationszug von der Polizei mit Gasgranaten angegriffen. Die zumeist Jugenden leisteten gegen den Angriff Widerstand.

In Wan wurde aufgrund der zu erwartenden Proteste die Stadt von der Polizei abgeriegelt. In dem Stadtviertel Hacıbekir haben daraufhin hunderte Jugendliche den Verkehr blockiert um so gegen den internationalen Komplott zu protestieren. Die Polizei griff mit Gasgranaten und Wasserwerfern an.

In Dûtax (Tutak) in Agirî (Ağrı) hat man vor dem BDP-Gebäude einen zweitägigen Hungerstreik gestartet. Heute wird es eine große Kundgebung geben.

In Ceyhan, in Adana wurde mit einer Presseerklärung zum 15. Februar protestiert. Der BDP-Bezirksvorsitzende Uğur Bayrak sagte: „Wenn in diesem Gebiet kein Blut mehr fließen soll, wenn es Frieden geben soll, dann nur mir Herrn Abdullah Öcalan.“

In vielen weiteren Städten bereitet sich die Bevölkerung für den heutigen Abend auf Proteste vor.

Auch in der Stadt Qamişlo (Westkurdistan) wurde gestern Abend mit einer Demonstration der 15. Februar verurteilt.

ISKU

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