Todesnacht in Stammheim 1977 / Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens beantragt

*Presseinformation*

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*Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens (TEV) zu
den am 18. Oktober 1977 in der JVA Stammheim tot
aufgefundenen Häftlingen Andreas Baader und Gudrun Ensslin
sowie den schwerverletzten Häftlingen Jan-Carl Raspe
und Irmgard Möller beantragt.*

*Pressegespräch mit den Antragstellern
Helge Lehmann und Gottfried Ensslin, Bruder von Gudrun Ensslin.

Außerdem Ulla Jelpke
(MdB und Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE)*

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*18. Oktober 2012 um 11:30 bis 13:00 Uhr*

*Vaporetto*

Albrechtstraße 12 / Ecke Schiffbauerdamm
10117 Berlin

Speisen und Getränke stehen bereit.

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung:

Mail: presse@todesnacht.com oder mobil: 01525-3503828

Noch vor der offiziellen Feststellung des Todes von Baader und Ensslin
ging am Morgen des 18.10.1977 um 8.53 Uhr eine dpa-Meldung über die
Fernschreiber, dass laut Mitteilung des baden-württembergischen
Justizministeriums Andreas Baader und Gudrun Ensslin Selbstmord begangen
haben.

Noch vor den kriminaltechnischen Untersuchungen in den Gefängniszellen
verkündet Regierungssprecher Bölling im Namen der Bundesregierung, der
Partei- und Fraktionsvorsitzenden der vier Bundestagsparteien sowie der
Ministerpräsidenten von vier betroffenen Landesregierungen, dass die
Gefangenen „das Mittel der Selbstzerstörung eingesetzt haben“. Noch vor
der amtlichen Obduktion erklärt schließlich Bundespräsident Scheel um
20.15 Uhr in einer Rundfunk- und Fernsehansprache, dass die vier
Gefangenen in Stammheim Selbstmord begangen oder versucht haben.

Nach intensiven Recherchen in Archiven, die neues Aktenmaterial zu Tage
förderten, sowie praktischen Versuchsaufbauten (z.B. Schussversuche zur
Bestimmung der Lautstärke, Nachbau der „Kommunikationsanlage“) kann
Helge Lehmann nachweisen, dass die bis heute offiziell gültige Version
der Ereignisse in der Todesnacht von Stammheim nicht stimmt. Er und
Gottfried Ensslin haben nun gestützt auf die Fülle dieser neuen
Erkenntnisse einen Antrag auf Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens
bei der zuständigen Staatanwalt gestellt.

Auf der Pressekonferenz wird der schriftliche Antrag vorgestellt und
erläutert.

Weitere Informationen: www.todesnacht.com
und http://www.facebook.com/RAF.Todesnacht.Stammheim

Die Geschehnisse in Stammheim vor 35 Jahren werden auch auf der Bühne
und im Film behandelt:

Die Badische Landesbühne zeigt das Stück „Die Todesnacht in Stammheim

Das Staatsarchiv Ludwigsburg zeigt als Preview den 90 minütigen
Dokumentarfilm
„Stammheim 77/12″ des renommierten Filmteams um Katja und Clemens Riha,
die beide anwesend sein werden.

15.10.2012, 19.00 Uhr Arsenalplatz 3 D-71638 Ludwigsburg
Freier Eintritt





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