Situation für Erdbebenopfer in Wan weiterhin dramatisch

Die Situation für die Erdbebenopfer von Wan bleibt weiterhin dramatisch. Die Wetterbedingungen machen vielen BewohnerInnen der Stadt, die in Folge des Bebens in unzureichenden Zelten untergebracht worden sind, zu schaffen. Außerdem ist immer wieder von Bränden in den Zelten zu hören, durch die es zu Verletzten und auch zu Todesfällen kommt. Die Zelte sind leicht entzündlich. Oft reicht ein kleiner Funke aus, um einen Brand zu verursachen. Zuletzt wurde ein Brand am Samstag vermeldet, durch welches das Zelt einer siebenköpfigen Familie sowie ihr weniges Hab und Gut unbrauchbar geworden ist. Die Mutter der Familie beklagte sich darüber, dass sie mit ihren fünf Kindern auf offener Straße gelandet sind und bisher kein Ersatzzelt von den Behörden erhalten haben. Zuletzt war am 2. Dezember bei einem Zeltbrand der vierjährige Ekrem Y. und am 18. November die drei Geschwister Ismail T. (4 Jahre), Bahar T. (8 Jahre) und Mikail T. (12 Jahre) ums Leben gekommen.

In der vergangenen Nacht sind die Temperaturen in Wan auf minus 6 Grad gesunken. Für die Erdbebenopfer, die nur unzureichend mit Decken versorgt und in schlecht ausgestatteten Zelten untergebracht sind, stellen die Wetterbedingungen eine zusätzliche Tortur dar. Während aktuell das Wetter frostig und nebelig ist, kam es in den Tagen zuvor immer wieder zu starken Schneefällen.

Anfang Dezember machten der türkische Ärzteverband (TTB) und die Gewerkschaft der Gesundheitskräfte (SES), die vor Ort die Lage der Erdbebenopfer untersucht hatten und die gesundheitliche Lage hunderter Menschen überprüft hatten, auf die widrigen Ernährungs- und Hygieneumstände aufmerksam. Insbesondere wurde davor gewarnt, dass es, falls die Lage sich nicht bessern sollte, in Zukunft eine Vielzahl an Kindern an den Folgen der Umstände sterben könnte.

Am 23.Oktober war es in Wan zu einem Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala mit über 600 Toten gekommen. Während eine große Anzahl der Erdbebenopfer aufgrund von Einstürzen bzw. drohenden Einstürzen ihrer Häuser und Wohnungen unter widrigen Umständen in Zelten untergebracht worden sind, haben sich zehntausende BewohnerInnen von Wan auch dazu entschieden ihren Heimatort in Richtung Westen zu verlassen, wo sie sich zumeist in Armutsviertel in Vororten von Metropolen ansiedeln. Allein nach Mersin seien bis Ende November über 10.000 Erdbebenopfer ausgewandert. Nach dem ersten Erdbeben kam es immer wieder zu Nachbeben die auf der Richterskala Stärken zwischen 4 und 5 erreichten.

ISKU

Spende für Wan

Liebe Freundinnen und Freunde,

das Erdbeben in Wan hat verheerende Auswirkungen. Die Menschen sind auf unsere schnelle Hilfe angewiesen. Die Lage ist dramatisch. Daher rufen wir zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Wan auf.

Richten Sie Ihre Spende an folgendes Konto:
Heyva Sor a Kurdistanê e.V.

Schäfer str. 4 / 53859 Niederkassel

Stadtsparkasse Neuwied

Kontonr: 186098

BLZ: 57450120

Verwendungszweck: Hilfe für Van

IBAN: DE 62 57 45 01 20 00 00 18 60 98 BIC: MALADE 51 NWD

YEK-KOM – Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
KURD-AKAD – Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
CENI – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU – Informationsstelle Kurdistan e.V.
Sarmasik-Efeu e.V.





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