Vergeltungsaktionen der Guerilla

Der türkische Staat setzt seine Kriegsoperationen in den kurdischen Gebieten sowohl in Nord- als auch in Südkurdistan fort. Obwohl sich die kurdische Guerilla weiterhin in Defensivstellung befindet, hören wir täglich von Bombardierungen und Bodenoperationen in der Region Colemêrg (Hakkari), Şirnex (Şırnak), Muş, Çewlik (Bingöl), Zap, Zagros und vielen anderen Orten. Am 14. März wurden, nach auf einen Hinterhalt des türkischen Militärs folgenden zweitägigen Gefecht, 3 Guerillas in der Region Gabar bei Şirnex (Şırnak) getötet. Die Leichen waren, als sie den Angehörigen übergeben wurden, verstümmelt, wiesen Hämatome, Schnittverletzungen, Kopfschüsse und Spuren ausgedrückter Zigaretten auf. Weiterhin führten Sicherheitskräfte massive Angriffe auf die Bevölkerung im Rahmen des Newrozfestes durch.
Im Rahmen der momentanen Strategie der Guerilla werden keine eigenen offensiven Aktionen gestartet, sondern nur nach solchen kriegerischen Handlungen Vergeltungsaktionen durchgeführt. Sie hat die Phase der völligen Aktionslosigkeit aufgrund der permanenten Angriffe auf die Bevölkerung und der Guerilla am 1.03. beendet. Sie erklärte ausdrücklich, sie werde auf Angriffe auf sie oder auf die Bevölkerung entsprechend reagieren. So verübte die Guerilla einen Angriff auf einen Militärkonvoy in Sêrt (Siirt) wegen des Todes von drei Guerillas und Vergeltungsaktionen für die Angriffe der Polizei auf die Bevölkerung in Hani/Amed (Diyarbakır) und Heskîf (Hasankeyf).


Angriff auf Militärkonvoy am 21. März

Am Tag des Newrozfestes, am Morgen um 7:30 Uhr, führten nach einer Erklärung des Pressezentrums der Volksverteidigungskräfte HPG, Guerillas einen Vergeltungsangriff auf einen zur Operation ausrückenden Militärkonvoy in der Region Sêrt (Siirt)/ Dihê (Eruh) durch. Bei dem Angriff starben 3 Soldaten, viele wurden verletzt.

Raketenangriff auf Polizei- und Jandarmadirektion in Hani

Am 24.03. gegen 20:50 Uhr griffen kurdische Guerillas die regionale Polizeidirektion als Antwort auf die massive Repression gegen die kurdische Bevölkerung um Newroz herum an. In Folge des Angriffs geriet das Gebäude der Polizeidirektion in Brand, der bis in die späten Nachtstunden nicht gelöscht werden konnte.
Nach der Aktion rückte das Militär in der Region aus, und es kam zu einem kurzen Gefecht ohne Verletzte oder Tote auf Seiten der Guerillaeinheiten.

Heskîf – Angriff auf Polizeipatrollie

In Heskîf (Hasankeyf) eröffnete eine Einheit der HPG das Feuer auf eine Polizeipatrollie. Die Aktion sollte ebenfalls als Vergeltung für die Polizeiangriffe an Newroz, die Angriffe auf die Friedenszelte und die Beerdigungen von getöteten Guerillas der letzten Tage gelten. Um 18.00 Uhr am 23.03. führten die Guerillas den Angriff durch, bei dem zwei Polizisten verletzt wurden. Sie flohen aus ihrem Auto ins Stadtzentrum und verletzten einen Zivilisten, nachdem sie nach dem Rückzug der Guerrilla das Feuer willkürlich eröffneten. Die Guerilla erklärten, dass sich im Aktionsgebiet keine Zivilist_innen befunden haben. Sie zerstörten das verlassene Polizeifahrzeug, nachdem die Insassen ins Stadtzentrum geflohen waren.


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