Anti-AKW-Spontandemo: Profit für wenige, Desaster für alle!

Am Freitag, den 18.03.2011 fand in Zürich eine Anti-AKW-Demonstration statt. 700 Peronen demonstrierten spontan für einen globalen Atomausstieg und gegen eine Gesellschaftsordnung, die nur Eigentumsrechte statt ökologische und soziale Gerechtigkeit gewährleistet. Die Route führte vom Helvetiaplatz über die Langstrasse zur Axpo, via Hauptbahnhof über’s Central zum Rathaus, weiter zum Paradeplatz und zurück in den Kreis 4. Dabei wurden Flyer an PassantInnen verteilt, Parolen skandiert, musiziert und gesungen.

Untenstehend Bilder der Demonstration sowie der Flyertext.

Flyertext:

DIE REAKTORUNFäLLE IN JAPAN UND DIE DARAUS FOLGENDE ATOMKATASTROPHE BEWEISEN WIE UNSICHER DIE TECHNOLOGIE DER NUKLEAREN ENERGIEGEWINNUNG IST. WIR WOLLEN NIEMANDEN AUF DER WELT DEN ATOMAREN GEFAHREN AUSSETZEN. ALLE AN DIE SPONTANDEMO DIESEN FREITAG , 18. MäRZ IN ZüRICH!

Kernkraft wird von den VertreterInnen derAtomwirtschaft als sichere und CO2-arme Form der Energiegewinnung angepriesen, die unumgänglich ist, um die so genannte ?Stromlücke? zu verhindern. Atomstrom ist jedoch nicht sauber und ökologisch, sondern bedroht Mensch und Umwelt beim Abbau von Uran, bei der Stromproduktion im AKW und bei der Lagerung und Entsorgung des Atommülls. Der französische Grosskonzern AREVA beispielsweise, von welchem auch die Schweizer Kernkraftwerke Uran beziehen, beutet in seinen Uranminen im Niger Menschen und Umwelt aus und hinterlässt dabei verseuchtes Trinkwasser, hohe Krebsraten in der Bevölkerung und verstrahlte Böden. Die Entsorgung von radioaktivem Material ist weltweit ungelöst. Bis vor kurzem wurde der Atommüll aus Schweizer Kernkraftwerken noch in die berüchtigte Wiederaufbereitungsanlage in Mayak in Russland befördert und die aufbereiteten Brennstäbe wieder in hiesigen Anlagen verwendet. Das Gebiet, welches noch immer bewohnt wird, gehört neben Tschernobyl zu den am meisten verseuchten der Welt. Zurzeit versucht man das Problem mit Endlagerung zu lösen. Abgesehen davon, dass niemand in der Nähe eines Endlagers leben will, ist es eine kurzsichtige Idee, radioaktives Material zu vergraben, welches über Jahrhunderte eine Gefahr für Lebewesen darstellt. Eine Eiszeit, ein Erdbeben oder andere Prozesse können den Atommüll wieder zu Tage befördern. Dies scheint die Atomwirtschaft nicht zu kümmern, denn ihre Interessen richten sich, der Logik des Kapitalismus folgend, ausschliesslich nach ihrem unmittelbaren Profit.
Der dem Kapitalismus inhärente Zwang zu Wachstum undProfitmaximierung verhindert bereits seit einiger Zeit wirksame Massnahmen gegen die Klimaerwärmung und auch den Ausstieg aus der gefährlichen nuklearen Energiegewinnung. Innerhalb des Kapitalismus sind die Umweltprobleme kaum zu lösen, weil das Kapital immer den ökonomischen Zwängen unterworfen ist, die es ihm nicht erlauben, wegen Umweltbedenken unprofitabler zu werden. Weiter werden die Interessen von privaten Unternehmen stets wirtschaftlichen und politischen Einfluss auf die Regierungen und auf die öffentliche Meinung ausüben. Die Profite der Atomwirtschaft werden also stets über die Sicherheit der Bevölkerung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen gesetzt. Es gibt jedoch kein Recht auf Profit, sehr wohl aber ein Recht auf ein gutes Leben für alle! Um dieses zu erreichen, müssen wir gegen eine Ordnung kämpfen, die eher die Eigentumsrechte als die ökologische und soziale Gerechtigkeit schützt.

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Karakök Autonome





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