Polizeiangriffe auf Demos

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Nusaybin

In den meisten kurdischen Kreisstädten wurden organisiert von der linken, prokurdischen Friedens und Demokratiepartei BDP, und dem Demokratischen Gesellschaftskongress DTK Zelte „Für eine demokratische Lösung“ errichtet und es finden großangelegte Sit-Ins und Demonstrationen statt, an denen sich zehntausende beteiligten. Vielerorts kam es zu heftigen Auseinandersetzungen nach Polizeiangriffen auf Demonstrationen, Zelte oder Sit-Ins. In Nusaybin wurde dabei die BDP Bürgermeisterin verletzt. Die große Aktionen finden im Moment u.a. in Cizre, Nusaybin, Diyarbakır, Batman, Şırnak, Van, Mardin, Dersim, Derik, Idil, Viranşehir, Bingöl, Mersin, Hakkari und Ağrı statt, aber auch in tükischen Metropolen wie Istanbul, Bursa oder Antalya. Die Forderungen der Aktionen sind „Erziehung in Muttersprache“, „Freiheit für die politischen Gefangenen“, „Aufhebung der 10% Hürde“ und „Stopp aller militärischen und politischen Operationen.“ Die Sitzstreiks und Demonstrationen in Batman und Diyarbakır stießen auf massive Polizeigewalt, unter anderem wurde der BDP Abgeordnete Bengi Yıldız von Polizisten über den Boden geschleift, dutzende wurden festgenommen. Aufgrund dieser Übergriffe wurde die Demonstration in Wan, an der sich viele Tausend Menschen beteiligten als Sternmarsch in 6 Zügen organisiert. Die meisten Läden waren hier aus Solidarität mit der Aktion geschlossen und die Menschen begrüßten die Züge, die unter den Fahnen von KCK und PKK liefen, begeistert von den Balkonen. In Adana kam es am heutigen Tag ebenfalls zu heftigen Kämpfen zwischen kurdischen Jugendlichen und der Polizei. In Bursa kommt es zu Lynchversuchen an kurdischen Demonstrant_innen.

NUSAYBIN – POLIZEIANGRIFFE AUF FRIEDENSDEMONSTRATION – BDP BÜRGERMEISTERIN VERLETZT

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Nusaybin/Bürgermeisterin

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Nusaybin

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Nusaybin

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Das Friedenszelt, welches Tags zuvor bei einem Polizeiangriff zerstört worden war, sollte neu errichtet werden. Als Tausende, die sich am Friedensplatz versammelt hatten einen Demonstrationzug für eine politische Lösung beginnen wollten, griff die Polizei diesen massiv mit Gasgranaten an. Dabei wurde die BDP Bürgermeisterin Ayşe Gökkan durch eine Gasgranate am Knie verletzt. Nachdem Angriff breiteten sich die Kämpfe auf das ganze Stadtgebiet aus. Unter den Demonstrant_innen befanden sich neben der Bürgermeisterin auch mehrere Abgeordnete wie z.B. Emine Ayna.
Die Demonstration war vor dem Loslaufen von der Polizei blockiert worden. Daraufhin blockierten Tausende Demonstrant_innen an vier verschiedenen Stellen die Straßen. Die Polizei griff die Menschen mit Gasgranaten und Wasserwefern an. Einige Polizisten warfen sogar Steine auf die Bevölkerung. Die Polizei setzte derartig massiv Gasgranaten ein, dass viele Wohnhäuser und Geschäfte beschädigt wurden. Es gab viele Verletzte und wegen der Gase übergaben sich auch kleine Kinder, die in die Wolken geraten waren. Durch die Granaten entstand ein Brand in einem Geschäft und einem Fahrzeug.
Die Bevölkerung erwiderte den massiven Polizeiangriff mit Steinen, die Kämpfe weiteten sich auf das Stadtgebiet aus. Jugendliche errichteten Barrikaden auf den Straßen, und antworteten auf die Polizeiangriffe mit Steinen, Knüppeln und Molotowcocktails.
Nachdem die Bürgermeisterin verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden war, zog ebenfalls eine Menge vor das Krankenhaus und rief Parolen gegen die Repression.

CIZRE – POLIZEIANGRIFF AUF KUNDGEBUNG

Auch in Cizre wurde die Kundgebung für eine politische Lösung von der Polizei mit Gasgranaten und Wasserwerfern angegriffen. Auch hier kam es danach zu heftigen Straßenschlachten.

ANTALYA – VERBOT DES FRIEDENSZELTES – POLIZEIANGRIFF AUF SIT-IN

Da ES der BDP Kreisorganisation von Antalya verboten worden war, ein Friedenszelt zu errichten, besetzten Demonstrant_innen eine Straße. Der BDP Kreisvorsitzende İhsan Nergiz erklärte dazu: „Der Gouverneur, der sich so benimmt als wäre er der AKP Kreisvorsitzende hat in einer illegalen Aktion unser Zelt, bevor wir es aufgestellt haben beschlagnahmt. Wir zeigen jetzt deswegen unseren zivilen Ungehorsam indem wir die Mehmet Atay Straße blockieren. Diese Aktion ist unbegrenzt, wir werden sie Fortsetzen bis wir unser Zelt aufstellen können.“ Die Menschen auf der Straße riefen: „Die Repression kann uns nicht einschüchtern,“ und Parolen für die PKK und ihren Vorsitzenden. Die Polizei sammelte sich und griff die Gruppe an. Bis jetzt gab es acht Festnahmen, die Blockade steht aber noch.

BURSA – FASCHISTEN GREIFEN FRIEDENSDEMONSTRATION AN

Eine Demonstration, welche von der BDP Kreisorganisation Bursa organisiert worden war, ist von türkischen Nationalisten angegriffen worden. Viele Teilnehmer_innen wurden verletzt, das Gebäude vom Dersim Verein in das die panische Menschenmenge floh, ist verwüstet worden.
Zuvor waren hunderte in der westtürkischen Stadt Bursa dem Aufruf der BDP gefolgt um den Aktionen des „zivilen Ungehorsams“ ihre Unterstützung zu zeigen. Nachdem sie schon auf weiten Streckenteilen verbal rassistische beleidigt worden waren, griffen die Faschisten schließlich mit Steinen und Knüppeln an. Viele, auch Kinder und Alte wurden in dieser Situation verletzt. Viele der Demonstrant_innen flohen in beigebrachte Busse. Die Faschisten griffen diese ebenfalls mit Steinen an. Viele flohen daraufhin in das Gebäude des Dersim Vereines, welches im Moment von Faschisten umzingelt ist, die rassistische, antikurdische Parolen rufen. Die Polizei greift nicht ein.

ISKU





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