Archiv für Februar 2011

PARLIAMENT OF KURDISTAN – DECISIONS / MESOP DOCUMENTATION

The following decisions were made by the Parliament of Kurdistan in its emergency session on Wednesday February 23th, 2011.

1. Condemning, prohibiting and criminalizing violence and the use of live ammunition against citizens and attacking the governmental and political offices and harming the public and private properties by any party.

2. The immediate withdrawal of all of the moved forces, that were ordered to move 17/02/2011 to Sulaimaniah or any other city in Kurdistan Region and their return to their previous locations.

3.Freeing all of those who detained as a result of participating in the demonstrations, and those who committed crimes should be dealt with by the courts and police forces.

4.The government should, according to the laws, compensate all of those person, parties, institutions who were harmed as a result of the attacks and violence.

5. Protecting and organizing the demonstrations by only the interior forces of police and the civil activities police. The identities of those forces (name, ID cards, and location of work) should be made public and nobody should be allowed to move with their face covered or windows of their cars blackened.

6. The Peshmarga forces should be prohibited from participating in any internal political conflict and should undertake its national functions of protecting the achievements of the people of Kurdistan.

7. It is necessary that the investigation committee established by the government be headed by a member of the Court of Cassation, and recruit professional and independent personality to be its member and should announce the results of its investigations as soon as possible to the public.

8. There were shortcomings in the dealing with the situation by the police and Asiash (Security) forces and those responsible for those shortcomings should be legally followed after the results of the investigations are announced.

9. No demonstrator should be detained for his or her participation without legal proceedings.

10. The decision for moving military forces should not be issued only in the cases of the existence of a foreign danger.

11. Those who burned Nalia channel and the Change radio and television should be legally followed and sued immediately.

12. For the purpose of general and radical reforms projects should be prepared by the blocs and committees of the parliament with the help of the Council of Ministries and with partnership with the political parties, civil society organizations, university professors, professionals and independent personalities. Those projects should be presented to the Parliament for discussions and their implementation should be followed as soon as possible.

13. The government should issue immediately a host of important and urgent decisions that are needed for improving the living situation of the people and introducing social justice and increasing the political freedoms and rights.

14. Every party should play its role to calm the situation and end the media attacks by the political parties.

15.Calling on the Prime Minister, the Minister of Interior and the Minister of Peshmarga for a hearing in the parliament for clarifications and questioning according to the legal provisions and procedures.

16. Arranging and supporting a national political dialogue among those political parties and bodies that have representatives in Kurdistan Parliament in order to introduce a political and legal understanding to amend those laws that have political and national dimensions.

17.The establishment of a special committee from all of the blocs in the parliament in order to investigate and start hearings about the demands of the demonstrators.

MESOP

Hessen will Graue Wölfe verbannen / Hessischer Rundfunk 23.2.2011

http://img87.imageshack.us/img87/2251/86293208.jpg
Bayram Serin (6. v.l.) bei einem Besuch von ADÜTDF-Chef Sentürk Dogruyol (vorne im Anzug) im türkischen Sozialdienst in Wetzlar. Ganz rechts zeigt ein Mann den rechtsextremen Wolfsgruß.

Die Vorzeigestadt in Sachen Integration hat einen Makel: In Wetzlar ist der Vorsitzende des Ausländerbeirates Mitglied bei den Grauen Wölfen. Mit einer Resolution will sich die Stadt nun von den türkischen Rechtsextremen distanzieren.

Die vom Wetzlarer Magistrat beschlossene Resolution soll den Mitgliedern des Ausländerbeirats in ihrer nächsten Sitzung vorgelegt werden. Danach müssen sie sich von jeglichem Extremismus distanzieren. Explizit genannt werden die rechtsextremen türkischen Grauen Wölfe.

Ist die Resolution eher allgemein gehalten, wird Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) auf Nachfrage von hr-iNFO konkreter: „Um weiterhin an der Integrationsarbeit in Wetzlar mitzuarbeiten, erwarte ich von dem Türkischen Sozialdienstverein Wetzlar, dass er seine Mitgliedschaft beim Dachverband der Grauen Wölfe, der Türk Federasyon, auflöst“.

Im Klartext heißt das: Wenn sich der Vorsitzende des Ausländerbeirates, Bayram Serin, nicht in dieser Form von den Grauen Wölfen distanziert und er und sein Verein in der Türk Federasyon bleiben, schließt Oberbürgermeister Dette ihn zukünftig von der Mitarbeit bei der dem Modellprojekt Integration aus.

Wetzlar ist eine von sechs Kommunen in Hessen, die Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) zur Modellregion Integration erklärt hat. Die Stadt wird jährlich mit mehr als 130.000 dafür gefördert, dass sie beim Thema Integration beispielgebende Konzepte erarbeiten soll.

Im Integrationsministerium warnt man vor einer „monströsen Überbewertung der Rolle von Herrn Serin“ bei dem Modellprojekt und erklärt ansonsten, dass „Herr Minister Hahn und Herr Oberbürgermeister Dette sich in vollem Einklang befinden“.

Sprengstoff für die Integration

Das Ministerium hat damit jedoch offensichtlich den Sprengstoff unterschätzt, den das Thema Graue Wölfe in der Region in sich birgt. Mehr als ein Dutzend türkische Vereine und Moscheegemeinden des gesamten Lahn-Dill-Kreises haben sich in den letzten Wochen mit Bayram Serin solidarisch erklärt.

Unterschriften wurden gesammelt und hinter den Kulissen Druck auf die Integrationspolitiker der Stadt und des Kreises ausgeübt. Die Drohung stand im Raum, dass die türkischen Vereine des Landkreises aus der Integrationsarbeit aussteigen, wenn Sanktionen gegen die Grauen Wölfe ergehen.

Kirchen fordern Distanzierung von Grauen Wölfen

Für den Diakon Harald Würges aus Wetzlar war diese Drohung der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Gemeinsam mit 13 anderen Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche der Region forderten sie vergangene Woche in einer öffentlichen Stellungnahme Politiker und Migranten auf, sich von den Grauen Wölfen zu distanzieren.

„Integration geschieht unter den Bedingungen unter denen wir hier leben“, sagte er. „Die Gefahr ist, dass dies nicht passiert, sondern unter türkischen Vorzeichen geschieht und dass ist dann nicht Integration, sonder Infiltration.“

Mit der Resolution des Magistrats zeigt sich der evangelische Diakon Würges zufrieden. Nun steht die Tür wieder offen, für Diskussionen über den richtigen Weg zur Integration, meint er. Aber ohne dass Extremisten mit am Tisch sitzen.

Graue Wölfe fördern Parallelgesellschaft

Die Ideologie der Grauen Wölfe oder Ülkücü-(Idealisten) Bewegung basiert auf Abgrenzung und Überlegenheit der Türken gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Ihren Ursprung hat die Bewegung in der Phase nach dem Zerfall des osmanischen Reichs. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurden weit verbreitete rassistisch motivierte Verschwörungstheorien gegen Armenier, Kurden, Juden, Amerikaner oder Europäer vom Begründer der Bewegung, Alparslan Türkes, in eine politische Bewegung gebündelt. Bis heute bildet der Kampf gegen die „Feinde des Türkentums“ den politischen Kern der Bewegung.

Verfassungsschützern und Pädagogen bereitet die seit mehreren Jahren stark zunehmende Verbreitung der Ideologie der Grauen Wölfe unter hier lebenden türkisch-stämmigen Jugendlichen Sorge.“Die Videos enthalten kurden-, homosexuellen-, juden-, armenier- und USA-feindliche Aussagen sowie obszöne und beschimpfende Darstellungen. Sie hetzen gegen das friedliche Zusammenleben der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppierungen und fördern damit auch in der Bundesrepublik Deutschland das Entstehen von Parallelgesellschaften“, schreibt der Verfassungsschutz NRW.

Graue Wölfe in Hessen

In Hessen gibt es nach Recherchen von hr-iNFO 14 Vereine, die dem Dachverband Türk Federasyon angehören. Die Organisation ist der Deutschland-Ableger der MHP, der türkischen Mutterpartei der Bewegung. Für den Präsidenten des Hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Roland Desch, liegt das Hauptproblem der Vereinsarbeit darin, dass sie ihre Ziele geheim verfolgen. „Die einzelnen Vereine, die dem Dachverband angehören, geben sich nach außen nicht als Vereine der Grauen Wölfe zu erkennen. Man versucht eher die Interessen der hier lebenden Türken zu vertreten und sich strategisch in andere Organisationen zu integrieren“. Doch genau in dieser Strategie liegt das Problem, mein Hessens oberster Verfassungsschützer: „Durch Kulturveranstaltungen mit Konzerten versuchen die Vereine junge Leute auf ihre Seite zu ziehen und für die Sache eines neuen groß-osmanischen Reichs zu gewinnen“.

VIDEO :HIER

Hessischer Rundfunk

SULAIMANIYA: Private Kurdish TV channel suspends broadcast for threats and damages

Sulaimaniya, Feb.22 (AKnews) – The general director for the private Nalia TV and Radio station, NTR, said with the continuous threats and the extensive damages to the media building resuming the broadcast is not feasible. At the same time he urged the Kurdish government to reimburse their damages. Othman said Nalia Company, the owner NTR, decided to resume programs, after the TV building was set on fire. He added, however, due to the regular threats and the extensive damages to the building, they have suspended their broadcast to an indefinite date.

The channel started launching Feb.17, broadcasting the deadly confrontation between the Kurdish security and the demonstrators on the second day of recent protest rallies in Sulaimaniya, the second largest city in the Kurdistan Region.

The TV and radio office was set on fire at 02:30 local time three days later and two people were injured in the event.

The TV said at its 08:30 news bulletin Sunday, it has been threatened through phone calls to end broadcasting. The injured guard for the edifice said some 50 gunmen stormed in the office and burnt it down, smashing the entire equipments.

Earlier Othman had said in a press conference the damages are estimated to be around 10,000,000 U.S. Dollars. Thursday’s confrontation between the security and demonstrators in Sulaimaniya, the second largest city in the Kurdistan Region, led to the death of a 14 year old child and injury of 56 people. The protests are ongoing and so far 124 have been wounded and three killed in the confrontations.

The general director said they do not accuse any party because “we wait for the investigations to expose the culprits.” However, he suspected “some parties who cannot tolerate the sprout of free media in Kurdistan,” of being behind the attack.

“We have full information where the assailants came from and how they escaped because we have shot the entire attack and burning scene,” he said while he urged the Kurdistan Regional Government (KRG) to form a committee to investigate the case and reimburse the damages to the building. The protesters in Sulaimaniya accuse the Kurdish authority of “monopolizing the political and economic authority.” In their slogans they demand “reform, end of corruption and monopolistic power, better living conditions, and employment.” Many pointed out attachment to either of the major parties was a “must” to get employed and hence were deprived from the right.

MESOP

Stellungnahme zur aktuellen Situation in der Region Irakisch-Kurdistan / GORRAN MOVEMENT – Pressestelle 29/01/2011

Sehr geehrte Bewohner der Region Kurdistan,

in diesen Tagen gehen die Menschen des Mittleren Ostens auf die Straßen und fordern das Ende diktatorischer und korrupter Regime in der Region. Dies ist der Beginn des Untergangs der diktatorischen Herrschaft in der Region. International unterstützen wichtige Hauptstädte diese Forderung nach einem demokratischen Wandel.

Wir in der Region Kurdistan begrüßen und unterstützen diese demokratischen Proteste der Bevölkerung. Auch wir sind äußerst unzufrieden mit der Nachlässigkeit der regierenden Parteien (KDP) und (PUK), die keine Schritte für eine Demokratisierung des politischen Systems, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit und die Bereitstellung einer Grundversorgung für die Bewohner der Region eingeleitet haben.

Nach der Volkserhebung 1991 hofften die Bewohner der Region auf die Entstehung eines demokratischen Systems, das als Modell für den gesamten Mittleren Osten dienen könnte. Statt dessen wurde ein autoritäres und korruptes Regime errichtet, das nicht nachgeahmt werden sollte.

Zwei Jahre nach dem Entstehen einer demokratischen und starken parlamentarischen Opposition, die vom Gorran Movement vertreten wird, hofften die Anhänger dieser Bewegung, dass die regierenden Parteien (KDP) und (PUK) ihre autoritäre und korrupte Politik korrigieren und die Monopolisierung von Politik, Wirtschaft, Medien, Sicherheitsdiensten und Zivilgesellschaft beenden, Gewaltenteilung sowie eine professionelle und unparteiische Justiz einführen, die Grundversorgung und Infrastruktur verbessern und Beschäftigungsmöglichkeiten für das Heer hochqualifizierter Jugendlicher schaffen. Doch KDP und PUK verfolgten die geplante, systematische und konzertierte Ausgrenzung nationaler Institutionen, insbesondere des Parlaments, das im Verlauf der vergangenen eineinhalb Jahre seine Kontrollfunktion vollständig verloren hat. Das Parlament konnte nicht einen seiner Minister halten. Die Regierung der Region Kurdistan (KRG), die durch das Parlament legitimiert wurde, erkennt die Funktion des Parlaments nicht an und beantwortet dessen Fragen nicht.

Wir von Gorran Movement haben durch Kontakte, Briefe und unsere Fraktionen in den Parlamenten Kurdistans und des Iraks KDP und PUK konstant aufgefordert, ihre korrupte und autoritäre Politik zu beenden. Doch KDP und PUK nahmen keine Rücksicht auf die Forderungen der Kurden und unserer Bewegung. Daher haben wir uns entschlossen, die nachstehenden Forderungen an KDP und PUK zu richten, um die Monopolisierung sämtlicher Säulen der Macht durch beide Parteien zu beenden und ein wirklich demokratisches System einzuführen, das den legitimen Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht und auf das die Menschen stolz sein können.

1- Die Führung von KDP und PUK darf sich nicht mehr in die exekutive, legislative und judikative Gewalt, Sicherheitsdienste und Peschmerga einmischen;

2- Die Leiter der Sicherheitsdienste (Parastin und Asaysh) und Peschmerga müssen ihre Einmischung in politische und zivile Aktivitäten der Bürger beenden und die Leiter von Parastin und Asyash sind durch professionelle und unabhängige Personen zu ersetzen;

3- Auflösung der Regierung von KDP und PUK und Einsetzung einer transitorischen und technokratischen Regierung;

4- Auflösung des aktuellen Parlaments;

5- Vorbereitung von freien und unabhängigen Wahlen für das Parlament Kurdistans innerhalb von drei Monaten;

6- Rückgabe von Eigentum der Regierung und Bürger, das von KDP und PUK sowie ihren politischen Führern beschlagnahmt wurde;

7- Rücknahme des derzeitigen Verfassungsentwurfs und sämtlicher Gesetze, die das herrschende System regeln. Das künftige Parlament soll diese Themen entscheiden.

Wir fordern alle politischen Gruppen und Parteien der Region Kurdistan auf, die Forderungen der Bevölkerung zu unterstützen. Gleichzeitig fordern wir KDP und PUK auf, diese Forderungen umzusetzen.

Gorran Movement – 29. Januar 2011

Gorran.press@yahoo.com

pressgorran@gorran.org

From Amnesty International: Restraint urged in Iraq’s Kurdistan Region following more protester deaths

21 February 2011 – Amnesty International has called on the Kurdistan regional government to rein-in militias affiliated to political parties who killed two protestors on Sunday, as anti-government demonstrations continue in the north of Iraq.A 17-year-old boy, Serkho Mohammed, was shot dead yesterday as hundreds of demonstrators clashed with government security forces and armed militia belonging to the Kurdistan Democratic Party (KDP) in the city of Sulaimaniya.

A second protester died in hospital today after being shot during the protests, which also left at least 30 people injured. Others were apparently arrested.

“These killings add fuel to an already volatile situation in Sulaimaniya and represent a very worrying, as well as tragic, development,” said Malcolm Smart, Amnesty International’s director for the Middle East and North Africa.“It is imperative that the authorities step in and prevent further killings and other abuses, and bring the KDP militia under control and accountable under the law.”

Security forces reportedly opened fired and used tear gas on protesters trying to reach the KDP building, apparently in order to burn it down.

“The Kurdish authorities must order an immediate independent investigation into these killings and those who perpetrated them must be brought to justice if, as it appears, the killings were unlawful,” said Malcolm Smart. Since the protests started on 17 February, several buildings of the opposition Goran (Change) party and the headquarters of a newly established TV and radio station have reportedly set on fire.

The KDP and another Kurdish party jointly hold power as the government of Iraq’s semi-autonomous Kurdistan region. “The two political parties that jointly rule Iraq’s three Kurdish provinces continue to operate armed militia which act almost as a law unto themselves and have been permitted to commit human rights abuses with impunity,” said Malcolm Smart. A ‘day of rage’ has been organised for 25 February across Iraq where coordinated demonstrations are expected to take place calling for reforms, including an end to corruption.

MESOP

Die Gewalt gegen Demonstranten in Irakisch-Kurdistan muss sofort eingestellt werden.

WADI – Pressemitteilung – Berlin den 21. 02. 2011 – Die Menschen in Irakisch-Kurdistan brauchen einen Rechtsstaat, keine Parteimilizen.

Im Schatten des sog. »arabischen Frühlings« gehen seit Tagen tausende Menschen in Irakisch-Kurdistan auf die Straße und demonstrieren gegen weit verbreitete Korruption, ein schlechtes Bildungssystem und auch gegen die Gewalt der Sicherheitsorgane, die in den vergangenen Tagen mehrere Demonstranten getötet haben. Die Großstadt Suleimaniyah befindet sich seit dem Wochenende de facto im Ausnahmezustand. Mehrere Tausend Parteimilizen, teils nicht gekennzeichnete Sicherheitskräfte und Polizisten patrouillieren schwer bewaffnet in den Straßen und schießen zum Teil mit scharfer Munition auf Demonstrierende. Dieser Zustand muss sofort beendet werden.

Die Situation in Suleimaniyah eskalierte vergangenen Donnerstag, als im Anschluss an eine Demonstration Steine gegen das Parteigebäude der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) geschleudert wurden. Sicherheitskräfte der KDP eröffneten vom Dach des Gebäudes das Feuer auf Demonstranten, töteten einen 15-Jährigen und verletzten rund 50 Personen z. T. lebensgefährlich. Unabhängig vom Verlauf des Geschehens und der Tatsache, dass Steine geschleudert wurden, müssen die Schützen zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist dringend erforderlich zu klären, wer die Erlaubnis zum Einsatz der Schusswaffen erteilt hat und wem die in der ganzen Stadt agierenden Milizen befehlshörig sind. In einem demokratischen Gemeinwesen hat einzig eine dem Gesetz verpflichtete, überparteiliche und richterlich kontrollierte Polizei das Recht, notfalls mit Gewalt Sicherheit und Ordnung durchzusetzen.

Als oberster Exekutive ist es jetzt Sache der Kurdischen Regionalregierung, dem Treiben der Milizen ein Ende zu bereiten, alle Kampfverbände aus der Stadt abzuziehen und jene demokratischen und rechtsstaatlichen Verhältnisse wiederherzustellen, denen sie sich selbst verpflichtet hat.

Es ist leicht, Demokrat zu sein, wenn man die Mehrheit hinter sich weiß und den eigenen politischen Vorstellungen nicht widersprochen wird. Freiheiten und Bürgerrechte aber erhalten erst dann ihren wahren Sinn, wenn sie in Konflikt mit den Interessen der Regierung geraten. Die kurdischen Parteien und die Regionalregierung müssen jetzt zeigen, wie ernst es ihnen mit dem eigenen Demokratisierungsprogramm ist. Das bedeutet nicht, dass sie Gewaltausbrüche und Steinwürfe hinnehmen sollten. Aber sie müssen Demonstrationen erlauben, auch dann, wenn diese Demonstrationen sich gegen sie richten und das Gebot der Verhältnismäßigkeit wahren, wenn sie auf Ausschreitung reagiert. Kurdistan braucht einen Rechtsstaat, der angemessen, fair und auf Grundlage von Gesetzen reagiert, und keinen »starken Staat«, der Demonstranten niederschießt. Von den starken Staaten, das zeigen die Ereignisse der vergangenen Wochen, haben die Menschen überall in der Region genug.

Thomas Uwer für den Vorstand

Bloody Saturday in South- Kurdistan

The Bloody Thursday from San Saravan on Vimeo.

Programên Şahîyên NEWROZê / KOMKAR 2011

Nurnberg

http://img541.imageshack.us/img541/5361/11536907.jpg

Wuppertal

http://img404.imageshack.us/img404/4858/22211255.jpg

Kopenhagen

http://img257.imageshack.us/img257/8294/58095271.jpg

Londra

http://img253.imageshack.us/img253/9656/28484298.jpg

Kurdistan.nu

One child died in Sulaimaiya / South- Kurdistan on Sunday

A 17-year-old child died during the clashes between demonstrators and security forces on Sunday in Sulaimaniya.

According to information received, the young boy named Şexo Mihemed lost his life with the bullets shot in stomach. According to Sulaymania hospital sources, 48 people got wounded in Sunday’s demonstrations while at least 8 among them were shot.

Protesters ask for withdrawal of the armed forces of about 8 thousand brought to Sulaimaniya after the march to Kurdistan Democratic Party (KDP) Office, the judgment of responsible for deaths and the assaulters on Duhok and Hewler offices of Goran movement. The protest actions had begun on Wednesday against „corruption and injustice” when a retired peshmerga wanted to set himself a blaze.

BALANCE SHEET OF THREE DAYS: 3 DEAD, 112 WOUNDED

Protest demonstrations have been staged in Sulaimaniya since 17 February Thursday. 2 people lost their lives with the fire opened by Office security officers against demonstrators walking to KDP Office in the first day. 54 other got wounded during the clashes while all offices of Goran movement in Duhok and Hewler were set on fire the same day. Ten demonstrators got wounded with the intervention of security forces in demonstrations on Friday. A group of armed persons set fire to NRT television and radio of Goran Movement broadcasting in the city at Friday-Saturday night around 02:00 am. The three-day balance sheet, 2 dead 112 wounded.

ANF

237 Kurdish guerrillas buried in mass graves around Bingol / Kurdistan

Every day now new horror is added to horror. A new mass grave is discovered every day, proving every time the dirty war of the Turkish state against the Kurdish people. The latest report talk of mass graves where at least 237 Kurdish guerrillas are buried. It has also been revealed that AKP (Justice and Development Party) in Bingöl Municipality let individuals use the grave yard where 116 unidentified guerrillas are buried in Düzağaç location as ‘family cemetery’.

In almost all cities of Kurdistan, as it is coming out, there are mass graves, from Mutki/Bitlis to Şemdinli/Hakkari, Van, Mardin Bagok Mountain, Midyat, Dersim, Diyarbakır, Şırnak. The search carried out by Human Rights Association (İHD) Bingöl branch show that new mass graves where 237 guerrillas are said to be buried have been found in Bingöl city and provinces. The graves are dating back to the ’90s when the dirty war against Kurds was at its highest. IHD search notes that inhuman and unlawful practices were performed in the burial processes of guerrillas who lost their lives in clashes in Bingöl. Significant information was also obtained from local sources about some of the mass graves.

ANF




kostenloser Counter
Poker Blog