Repressionswelle in Semzinan [ Şemdinli ]

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Trotz der Verlängerung der Waffenruhe der kurdische Guerilla bis nach den türkischen Parlamentswahlen im nächsten Frühjahr geht die Kriegspolitik des türkischen Staates weiter. Neben Bombardierungen, Bodenoperationen und staatsterroristischen Angriffen, werden immer wieder kurdische AktivistInnen und Mitglieder von Stadtverwaltungen nach dem Antiterrorgesetz festgenommen. In der Nacht zum 24.11.10 fanden in Şemdinli Razzien statt, bei denen mindestens 11 Personen darunter ein Mitglied der BDP Kreisleitung festgenommen wurden.

ŞEMZINAN (ŞEMDINLI): SPEZIALEINHEITEN FÜHREN EINE VIELZAHL VON HAUSDURCHSUCHUNGEN DURCH

Eine große Zahl von Spezialeinheiten, der Jandarma und der Polizei führten in der Nacht und am Morgen Razzien in vielen Wohnungen in verschiedenen Stadtteilen der kurdischen Kleinstadt Şemzinan durch. Dabei wurden MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung und mindestens fünf Jugendliche, von zwischen 15 und 17 Jahren festgenommen.

PRTOTESTE GEGEN DIE FESTNAHMEOPERATION

Die kurdische Friedens- und Demokratiepartei BDP, der Menschenrechtsverein IHD und der Verein für die Hinterbliebenen „Verschwundener“, MEYA-DER verurteilten die Festnahmeoperation scharf und bewertet dies als eine Provokation, während der Diskussion um eine Lösung der kurdischen Frage. Sie erklärten: „Während einerseits ein einseitiger Waffenstillstand herrscht, ist es besonders bedauerlich, dass die Repression gegen die kurdische Bevölkerung und ihre legalen Institutionen zunimmt. Zuletzt wurden 11 Personen, unter ihnen Menschen aus der BDP Leitung, MitarbeiterInnen der Stadtverwaltungen und andere ohne einen Grund zu nennen festgenommen. Die Razzien, die auf der Basis von Behauptungen geheimer Zeugen mitten in der Nacht durchgeführt werden haben eine große Besorgnis und Unruhe erzeugt.“

Indymedia





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