POLIZEIPROVOKATION GEGEN DIE ASZ – 2 FESTNAHMEN / Zürich – CH

Personenkontrollen und Festnahmen:
Die Stadtpolizei Zürich greift die Autonome Schule an
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Heute (Mittwoch) Nachmittag hat die Stadtpolizei in ihrer Repression gegen illegalisierte MigrantInnen ein neues Mass an Unverschämtheit erreicht. Erstmals in den fast zwei Jahren, seit es die Autonome Schule Zürich (ASZ) gibt, wurden direkt vor der Schule illegalisierte MigrantInnen kontrolliert und festgenommen. Hilflos mussten Kursteilnehmende und Kursleitende zusehen, wie einer ihrer Kollegen unter herablassenden Sprüchen von einer Polizeistreife abgeführt wurde. Der Polizeiwagen hatte das Kennzeichen ZH 728 002. Die ASZ ist ein selbstorganisiertes Bildungsprojekt von und für MigrantInnen. Unter anderem finden kostenlose Deutschkurse statt. Über hundert Personen – vor allem Flüchtlinge, abgewiesene Asylsuchende und Sans-Papier – nehmen regelmässig an den Kursen teil.
Die ASZ mobilisiert Unterstützung
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Den ganzen Nachmittag über markierte derselbe Polizeiwagen Präsenz direkt vor dem Schulhaus. In der Zwischenzeit mobilisierte die ASZ Unterstützung, um weitere Verhaftungen zu verhinden. Nach Kursende versammelten sich Kursteilnehmende, Kursleitende und Unterstützende vor dem Schulhaus. Nach heftigen Diskussionen mit der Polizeistreife zog diese vorerst ab – aber nur, um auf der anderen Seite des Schulgebäudes, bei der Tramhaltestelle Güterbahnhof, einen nigerianischen Kursteilnehmer festzuhalten.
Festnahme dank Protest verhindert
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Als die Protestierenden die Tramhaltestelle erreichten, die Polizisten direkt konfrontierten und “Haut ab! Haut ab!” skandierten, forderte die Polizei Verstärkung an. Innert kürzester Zeit gelangten sieben Streifenwagen zur Haltestelle. Die Situation war angespannt. Die Protestierenden zogen sich in der Folge ins Schulhaus zurück. Darauf zog sich auch die Polizei zurück – und liess den festgehaltenen Nigerianer wieder frei. Es ist uns also gelungen, dank unseres entschlossenen Handelns eine Festnahme zu verhindern. Der am frühen Nachmittag verhaftete Kenianer bleibt jedoch in Haft, genauso wie ein anderes Mitglied der ASZ, das am Samstag festgenommen wurde.
Rund zwei Stunden nach diesen Vorfällen zogen 150 Teilnehmende der ASZ, BleiberechtlerInnen und weitere AktivistInnen mit lautstarkem Protest vor das Kasernengefängnis, in dem sich die beiden Verhafteten befinden.
“Bildung für Alle” und “Bleiberecht” verurteilen
diesen Polizeieinsatz scharf: Leupi muss handeln
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Die beiden Kollektive “Autonome Schule Zürich” und “Bleiberecht für Alle” verurteilen den heutigen Polizeieinsatz scharf. Es ist ein Tabubruch in der Stadt Zürich, dass selbst beim Deutschlernen illegalisierte Menschen sich vor der Polizei fürchten müssen. Die beiden Kollektive fordern den zuständigen Stadtrat Daniel Leupi auf, seine politische Verantwortung wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass solche Übergriffe nicht mehr stattfinden.

Karakök

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