Student von Polizeibeamten erschossen

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Die Autopsie des Serzan Kurt, welche in der forensisch- medizinischen Institution abgeschlossen wurde, hat den Leichnam des Studenten der Unversität Mugla zum Flughafen gebracht, um ihn nach Diyarbakir zu überführen. Vor der Überführung sagte Ömer Kurt, der Vater des Toten: „ Diese Kugel wurde auf das kurdische Volk und deren Mütter abgefeuert.“ Er appelierte an den Staatspräsidenten und rief „Gerichtigkeit , Gerichtigkeit, ich will Gerichtigkeit.“

Bei dem Angriff in Mugla auf die kurdischen Studenten, wurde der 21-jährige Student Serzan Kurt schwerverletzt in das Krankenhaus der medizinischen Fakultät der Universität des 9. Septembers eingeliefert und erlag dort seinen Verletzungen. In der forensisch-medizinischen Einrichtung wurde dann die Autopsie des Leichnams durchgeführt. Vor der Einrichtung versammelten sich hunderte von Menschen und schrien: „ PKK an die Front für Vergeltung!“ „Der Mörder-Polizist muss sich verantworten!“ Während die Familie des Toten ihre Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, wurden sehr leidvolle Momente durchlebt.

Als Necla Kurt, die Mutter des Toten, vor der Presse eine Erklärung gab, sagte sie, dass sie ihren Sohn mit einem Stift und einem heft in die Schule schickte. Als sie aber zu seiner Diplomfeier kommen wollte, musste sie stattdessen zu seiner Beerdigung kommen. Des Weiteren betonte die Mutter, dass die Verantwortlichen so schnell wie möglich gestellt werden müssen und fuhr mit den Worten fort: „Ich hätte meinen Sohn auch nach Van oder Diyarbakir schicken können, aber ich habe ihn nach Mugla geschickt, weil ich keinen Unterschied darin gesehen hatte und so haben wir ihn auch erzogen. Mein Sohn hatte nur einen Stift in der Hand, wohingegen man ihn mit einer Schusswaffe angegriffen hat. Der Staat hat meinen Sohn ermordet. Sie haben ihm den Stift und das Heft in seiner Hand nicht gegönnt. Die, die ihn hätten beschützen müssen, sind für seinen Tot verantwortlich. Solange die Presse dies nicht offen kund tut, werden die Mörder meines Sohnes niemals gefunden werden. Vergesst nicht, dass ihr alle eines morgens mit der Nachricht über den Tod eures Kindes konfrontiert werden könnt. Ihr müsst alle hinter diesem Geschehen stehen, damit dieser Mord aufgeklärt werden kann. Es dürfen nicht mehr Leben ausgelöscht werden.“

Vater Kurt: „Mein Sohn hatte nur einen Stift und ein Heft in seiner Hand!“

Anschließend folgte Vater Kurt´s Erklärung der Presse gegenüber. Er schrie: „Hilfe, Hilfe, Hilfe!“ und verlangte Gerechtigkeit vom Staatspräsidenten. Der Vater, der seinen Sohn 1.800 km entfernt zum Studieren fortgeschickt hatte, fügte hinzu: „Ich habe meinen Sohn nicht nach Mugla geschickt, damit er von einem Polizisten ermordet werden soll, sonder damit er mit türkischen, arabischen und alevitischen Freunden zusammen studieren kann. Meine Worte richten sich an das Ehepaar Erdogan, das Gül Ehepaar, das Justizministerium und des Verteidigungsministerium. Sowie das kurdische und das türkische Volk. Mein Sohn besaß nichts außer einem Stift und einem Heft. An jenem Tag war mein Sohn in der Universität. Als er nach Hause wollte, ging einen von einem Polizeibeamten empfohlenen Weg. Die Henker hatten ihm eine Falle gestellt, weil sein Name Serzan war. Er war Kurde. In ihren Augn war er eine potenzielle Gefahr. Doch Serzan war anders. Er war immer ein friedliebender Mensch. Er hatte Freunde aus verschiedenen Nationen und Kulturen. Sein Name wurde zu seinem Verhängnis. Sein Kurdensein wurde ihm zum Verhängnis. Er will nach Hause und man sagt ihm „dieser Weg ist sicher“. Man lenkt ihn in Richtung des Polizeireviers. Und dort werden lauter Schüsse abgefeuert. Sie haben auf einen mit Stift und Heft bewaffneten Menschen geschossen.“

„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Gerechtigkeit!“

Vater Kurt erwähnte, dass diese Kugeln auf die gesamte kurdische Bevölkerung abgefeuert wurde und fügte hinzu: „Mein Sohn und seine Freunde trugen keine Schuld. Ihre einzige Schuld war es, dass die Kurden waren. Die, die ihnen diese Falle stellten, schossen auch diese Kugeln auf sie. Diese jungen Menschen hatten weder Steine noch Schlagstöcke in ihren Händen. Ist das die sogenannte Brüderlichkeit? Ist das die sogenannte demokratische Lösung? Einer hat sich meinen Sohn als Ziel ausgesucht und das aus nächster Nähe. Mein Sohn sollte wie ein Verbrecher ermordet werden. Ihr habt auf den Frieden geschossen, auf das kurdische Volk, auf das türkische Volk, auf die neue Ära und auf die Brüderlichkeit. Ihr habt auf die Herzen der Mütter geschossen. Hört endlich den Schrei dieser Mütter. Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Gerechtigkeit!“

Mutter Necla wiederholte, dass sie ihren Sohn auch nach Van oder Diyabakir hätten schicken können, aber dies nicht taten und ihn nach Mugla schickten, weil sie keinen Unterschied darin sahen. Mutter Kurt sagte, dass diese Entscheidung menschliche Hintergründe hatte und fuhr wie folgt fort: „Wir haben unserem Sohn nur Liebe geschenkt und nichts anderes. Er war nie feindselig, hasste niemanden, wurde nicht wütend und hatte keine Rachegelüste. Die, die ihn hätten beschützen sollten, haben die Waffe abgefeuert. Solange sich niemand damit auseinadersetzen wird, kann jeden von euch das selbe Schicksal ereilen. Es sollen keine weiteren Menschen mehr sterben.“

Nach der Pressekonferenz wurde der Leichnam des Serzan Kurt zum Adnan Menderes Flughafen gebracht, damit er nach Diyabakir überführt werden kann. Kurt´s Leichnam wird mit dem 18:00 Uhr Flug nach Diyarbakir gebracht und von dort aus zu seiner Heimat nach Batman gebracht.

Er wurde mit einer Fuerwaffe ermordet

Laut Autopsiebericht war die Todesursache starke Verletzungen durch Feuerwaffen und ein Schädeltrauma.

Übersetzerin : Zelal Hez

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