Archiv für April 2010

Aghet – Ein Völkermord [ UPDATE – 24. 07.2010 ]

INFO : Aghet – Ein Völkermord

Der 90-minütige Dokumentarfilm „Aghet“ (armenisch: „die Katastrophe“) von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. „Aghet“ beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermordes aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. 23 Schauspieler wie Martina Gedeck, Sylvester Groth, Thomas Heinze, Sandra Hüller, Gottfried John, Burghart Klaußner, Joachim Król, Peter Lohmeyer, Ulrich Noethen, Katharina Schüttler, Charlotte Schwab, Thomas Thieme und Ludwig Trepte verleihen lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität.

Völkermord an den Armeniern :„Die türkische Geschichte ist rein“

Ein exemplarischer Fall: In Minden sollte nach einem Lokalzeitungsartikel über den Völkermord an den Armeniern diskutiert werden. Doch die Stadtverwaltung tauchte ab und das Feld wurde der türkischen Linie überlassen.

22. April 2010 Minden ist ein hübsches mittelalterliches Städtchen. Ruhig, gediegen, beschaulich und, so sieht man das in Ostwestfalen jedenfalls gern, ein klein wenig ausgefallen. Um es mit dem von Mindener Werbeprofis ausgeheckten Slogan zu formulieren: „Unbedingt merk-würdig seit 798!“ Und Merkwürdiges geschieht derzeit tatsächlich in dem 83.000 Seelen zählenden Ort.

Keine vier Wochen ist es her, da postierte sich ein Grüppchen türkischstämmiger Demonstranten vor der Redaktion des „Mindener Tageblatts“, um mit türkischer Flagge und Plakaten mit dem Konterfei des türkischen Staatsgründers Atatürk gegen die angeblich einseitige Berichterstattung der Zeitung zu demonstrieren. Der Auslöser: Ein Leserbrief über die Aufarbeitung des Völkermordes an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917. Offenbar beeindruckt von der Belagerung druckte das „Mindener Tageblatt“ daraufhin einen Artikel, der versöhnlich gemeint war und das gegenüber der Redaktion vorgebrachte Anliegen der Demonstranten, genannt „Mindener Vorschlag“, beschreibt: „Wie in einem Gerichtsprozess“ solle von Türken und Armeniern der Sachverhalt der damaligen Ereignisse geprüft und bewertet werden.

Konfliktangst verhindert Aufarbeitung

Auch die Europaausgabe der türkischen Zeitung „Hürriyet“ reagierte – die Demonstranten hatten sie gleich mitgebracht –, nämlich mit einem Text, der sich als Aufruf liest, nach dem Beispiel des „Mindener Vorschlags“ eine europaweite Lobby gegen die Aufarbeitung des Völkermords zu gründen. Darin wird einer der Demonstranten zitiert: „Die türkische Geschichte ist rein. Wir müssen in Europa eine Einheit bilden. Der Kampf hat begonnen. Die Archive sind geöffnet. Wenn sie die Wahrheit erfahren wollen, sollen sie kommen und lesen und nicht vor einer Konfrontation weglaufen. Der Türke hat in seiner Geschichte nichts gemacht, wofür er sich schämen müsste.“

Man würde die Geschichte gern als deutsch-türkische Kleinstadtposse abtun, wäre sie nicht exemplarisch für das Vorgehen gewisser türkischer Kreise, die hierzulande versuchen, einen offenen Umgang mit dem Völkermord an den Armeniern zu verhindern – und damit dessen Anerkennung und Aufarbeitung. Es ist die Politik der Einschüchterung von Menschen, Medien und Institutionen. Aus fehlender Kenntnis der Sachlage, aus dem Wunsch, Konflikte mit den türkischstämmigen Mitbürgern zu vermeiden, knicken diese ein.

Ein Abend der „Versöhnung“ sorgt für Polarisierung

Doch der Reihe nach. Die Geschichte beginnt im vergangenen Dezember. Damals überraschte der Mindener Integrationsrat, zu diesem Zeitpunkt noch Ausländerbeirat genannt, mit einer Einladung zu einer Veranstaltung. Man wolle am 11. Dezember einen Abend organisieren, der dem Konflikt zwischen Armeniern und Türken ein Ende setze. Ein Dialog müsse stattfinden, eine Annäherung. Beide Seiten sollten sich aussprechen können, die Herzen ausschütten und ihre Meinung darlegen, so die Verlautbarung. Innerhalb des türkischen Publikums machte allerdings eine andere Nachricht die Runde: Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands sei es gelungen, in einem staatlichen Rahmen – nämlich im Rathaus Minden – eine Veranstaltung zu organisieren, bei der – sinngemäß – die armenische Sicht von einem Türken revidiert werden könne, heißt es in einer E-Mail, die an mögliche Gäste verschickt worden ist. Im ganzen Land müssten deutsche Institutionen dazu gebracht werden, vergleichbare Abende zu initiieren. Den türkischen Kreisen, die sich lange um diesen vielversprechenden Erfolg bemüht hätten, sei zu danken.

Deutsch-Armenier und alevitische Türken verständigten daraufhin den Mindener Bürgermeister Michael Buhre und den Moderator des Abends, Pfarrer Andreas Brügmann, das „Mindener Tageblatt“ sowie den Vorsitzenden des Mindener Ausländerbeirats. Nur Bürgermeister Buhre und Pfarrer Brügmann sagten daraufhin kurzfristig ihre Teilnahme ab. Ansonsten kam die Veranstaltung wie geplant und in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten zustande. „Mutig ein sehr ,heißes Eisen‘ angepackt“, lautete die Überschrift des Artikels, mit dem sich das „Mindener Tageblatt“ zwei Tage später der Veranstaltung widmete. Und weiter: Der vom Ausländerbeirat organisierte Abend sei ein gewagtes Experiment gewesen, „aber es ist gutgegangen – und vielleicht hat der sicher einseitige Vortrag von Dr. Ali Söylemezoglu auch ein Stückchen zur Versöhnung zwischen Türken und Armeniern beitragen können.“ Doch das kann man auch anders sehen: Der Abend, der als ein Beitrag zur Versöhnung und Annäherung propagiert worden war, verteidigte letztendlich nur die Leugnung des Genozids als einen Akt der Meinungsfreiheit.

Fast zweihundert mehrheitlich türkischstämmige Zuhörer lauschten dem Hauptredner, besagtem Ali Söylemezoglu, Autor eines Buches, das die 1,5 Millionen getöteten Armenier als bedauernswertes, doch kriegsbedingtes Unglück darstellt. Einen Völkermord hat es ihm zufolge nie gegeben. Einleitend sprach Söylemezoglu, wie Teilnehmer berichten, von der „schwierigen Geschichte“ zwischen Armeniern und Türken, später habe es geheißen, schwierig seien die Armenier selbst und ihr vorurteilsbeladener Umgang mit den Türken. Und auch die Dolchstoßlegende wurde aufgetischt: Die Armenier hätten die Türkei vernichten wollen und versuchten nun, ihre eigene Schuld am massenhaften Tod den Türken anzuhängen.

Die türkische Seite will so etwas wie einen „Gerichtsprozess“

Verärgert über den Vortrag und enttäuscht über die Berichterstattung des „Mindener Tageblattes“ verfasste daraufhin Madlen Vartian vom Verein Armenische Gemeinde in Köln e. V. einen Leserbrief, der am 14. Dezember gedruckt wurde. Der Abend habe geholfen, dem geschichtsrevisionistischen Bild nationalistischer Türken einen öffentlichen Raum zu bieten, schreibt sie. „Die Genozidleugnung ist laut Bericht des Verfassungsschutzes NRW ein Merkmal des türkischen Rechtsextremismus und stellt das Pendant zur Holocaustleugnung beim deutschen Rechtsextremismus dar.“ Das wiederum rief den türkischen Initiator der Veranstaltung, Ümit Rahmi Tuncel, auf den Plan. Er verfasste ebenfalls einen Leserbrief, der den bei der späteren Demonstration vorgetragenen „Mindener Vorschlag“ vorformuliert und Madlen Vartian einlädt, an dem „Gerichtsprozess“ teilzunehmen. Das „Mindener Tageblatt“ veröffentlichte Tuncels Beitrag zunächst nicht. Im März erschien er dann doch – in der Online-Ausgabe der Zeitung.

Damit wollte man sich in besagten türkischen Kreisen nicht zufriedengeben, deshalb wurde Ende März kurzerhand die Demonstration vor dem Redaktionsgebäude organisiert. Am 31. März reagierte die „Hürriyet“, am 2. April dann veröffentlichte die Mindener Lokalzeitung den Artikel „,Mindener Vorschlag‘ zu einer Versöhnung: Bürgergruppe greift Armenien-Frage auf“ in ihrer gedruckten Ausgabe. Auch das Internetportal „TurkishPress“ widmete sich dem Thema, am 7. April. In dem Artikel ist nicht mehr die Rede von einem „Gerichtsprozess“, sondern von einem „Dialog“, der zwischen Türken und Armeniern geführt werden solle. In dem Text heißt es, laut Ali Söylemezoglu, einem „der Initiatoren der insgesamt sechsköpfigen Gruppe“, würden in deutschen Medien weiterhin Nachrichten verbreitet, die weder fundiert noch wissenschaftlich erwiesen seien. Diese verhinderten einen ernsthaften Dialog und drängten die Türken an den Rand. Die Frage solle laut Söylemezoglu deshalb „in Diskussionsrunden gemeinsam erörtert und angegangen werden“.

Kein Ort für Geschichtsrevisionisten

Ein Forum für eine derartige Veranstaltung wird es in Minden nicht geben: „Der Subtext des ,Mindener Vorschlags‘ lautet, dass Armenier den Türken helfen sollen, den Völkermord zu relativieren und zu leugnen. Da machen wir nicht mit. Minden sollte nicht in die Geschichte eingehen als ein Ort, an dem Geschichtsrevisionisten auf offene Tore und Türen stoßen“, sagte Madlen Vartian dieser Zeitung. Statt dessen bemühen sich Mitglieder des Integrationsrates seit Wochen um eine Anschlussveranstaltung für den Abend im Dezember, bei der diesmal der Völkermord und nicht dessen Leugnung im Mittelpunkt stehen soll.

Doch anders als noch vor vier Monaten, als es um die Veranstaltung von Ali Söylemezoglu und Ümit Rahmi Tuncel ging, tut sich die Verwaltung der Stadt mit der Organisation des für den 30. April anberaumten Abends schwer. So schwer, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, man wolle die Geschichte aussitzen – um sich die zu befürchtenden Proteste von türkischer Seite zu ersparen: Mal passte der Termin nicht, dann verabschiedete sich jemand in den Urlaub, bestellte Stühle wurden nicht geliefert, Einladungen zu spät versendet und Scheingefechte über den Titel der Veranstaltung geführt: Selbst innerhalb des Integrationsrats herrscht keine Einigkeit darüber, ob das Wort Völkermord in der Einladung stehen darf oder nicht. Denn ob es sich tatsächlich um einen solchen handele, müsse von Historikern schließlich erst bewiesen werden.

Klingelt es da nicht in den Ohren? Genau – es ist das Argument, mit dem auch offizielle Verlautbarungen der türkischen Regierung arbeiten. Und es wird auch gern von jenen Deutsch-Türken verwendet, deren Ziel die Leugnung des Genozids und dessen Nichtanerkennung ist, und die sich deshalb den Ergebnissen der internationalen Forschung verschließen.

F.A.Z.

“Büyük Felaket” Taksim’de Anılacak

Ermeni tehcirinin yıldönümü olan 24 Nisan’da 67 aydının çağrısıyla İstanbul’da yapılacak anmada Taksim Meydanı’nda ölenler için mumlar yakılacak. Nor Zartok ise aynı gün “1915’te Ne Olmuştu” isimli belgesel gösterimi yapacak.

Türkiye ile Ermenistan arasındaki ilişkilerin normalleştirilmesini öngören protokollerin imzalanması konusunda iki ülke arasında çıkan diplomatik krizler gündemi meşgul ederken Ermeni tehcirinin 95. yılı geride kaldı.

1915′te ölenleri Ermenilerin “soykırımı anma günü” olarak belirlediği 24 Nisan’da anmak için 67 aydın, “Bu acı bizim acımız; bu yas hepimizin” diyerek, bir çağrı metni yayınladı:
“1915′te, nüfusumuz henüz 13 milyonken, bu topraklarda 1,5 – 2 milyon Ermeni yaşıyordu. Trakya’da, Ege’de, Adana’da, Malatya’da, Van’da, Kars’ta… Samatya’da, Şişli’de, Adalar’da, Galata’da…24 Nisan 1915′te ‘gönderilmeye’ başlandılar. Onları kaybettik. Artık yoklar. Mezarları bile yok. ‘Büyük Felaket”in vicdanlarımıza yüklediği “Büyük Acı” ise olanca ağırlığıyla 95 yıldır büyüyor.”

Sessizce anılacaklar
Çağrı metninde “Büyük acıyı yüreğinde hisseden” tüm Türkiyeliler 1915 kurbanlarını anmaya çağrıldı. 24 Nisan, Cumartesi günü, saat 19.00′da Taksim Meydanı tramvay durağında yapılacak anmada, 1915 kurbanlarının fotoğrafları, İstanbul’dan ilk çıkarılanların isim listesi önünde mumlar yakılacak ve çiçekler bırakılacak. Meydanda yaklaşık yarım saat sesiz bir oturma eylemi yapılacak.

Hrant Dink cinayetinin ardından Türkiyeli Ermeni gençlerin kurduğu ayrımcılık karşıtı oluşum Nor Zartok ise aynı gün “1915′te ne olmuştu” isimli belgesel gösterimi yapacak.

Belgesel 24 Nisan saat 19.30′da TMMOB Makine Mühendisleri Odası’nda gösterilecek.
BİA Haber Merkezi
04/20/2010

Kaynak : Karakök

Türkei will mehr im Ausland spionieren

Der türkische Geheimdienst MIT soll zu einem schlagkräftigen Apparat für eine bessere Auslandsspionage umgebaut werden. Damit sollen türkisch Interessen im Ausland geschützt werden.

Entsprechende Reformvorschläge habe der neue Vizechef der Organisation, Hakan Fidan (42), zu seinem Amtsantritt unterbreitet, berichteten türkische Zeitungen am Donnerstag. Fidan wolle eine Doppelstruktur mit einem Inlands- und einem Auslandsgeheimdienst, um die türkische Außenpolitik besser zu unterstützen.

Vorbild sei der US-Auslandsgeheimdienst CIA, hieß es in den Berichten. Die Türkei müsse in die Lage versetzt werden, internationale Abkommen besser zu überwachen, Verteidigungspläne zu erstellen, bessere Wirtschaftsspionage zu betreiben, türkische Interessen im Ausland zu schützen, die eigenen Justizbehörden zu unterstützen und der Regierung im “Informationskrieg“ zu helfen.

Fidan gilt als möglicher Nachfolger des MIT-Chefs Emre Taner. Er war bis zum Jahr 2001 rund 15 Jahre lang Offizier in der türkischen Armee und in dieser Zeit auch im Stab der schnellen NATO-Eingreiftruppe ARRC in Deutschland stationiert. Fidan hat auch als Berater und Wissenschaftler gearbeitet und sich dabei mit Geheimdienstfragen befasst.

© dpa 24.4.2010

23. und 24.4.: Aktionstage in München gegen Abschiebungen nach Syrien‏

http://img535.imageshack.us/img535/6909/absc1.jpg

Am 23. und 24. April finden in München Aktionstage gegen Abschiebungennach Syrien und gegen das deutsch-syrische Rückübernahmeabkommen statt.Diese werden organisiert von dem neugegründeten Netzwerk /AbschiebstoppSyrien/, an dem sich unter anderem der Bayerische Flüchtlingsrat und dieKarawane München beteiligen. Es ist höchste Zeit, auf die Straße zu gehen. Denn 7000 Flüchtlinge sindin Deutschland von Abschiebung in den Folterstaat Syrien bedroht. Dorterwarten sie Haft und Folter. Möglich wird dies nur durch das skandalöse„deutsch-syrische Rückübernahmeabkommen“. Dagegen müssen wir gemeinsamkämpfen! Darum kommt zu den Aktionstagen in München vom 23.-24. April 2010!

nähere Infos:
http://syrien.antira.info/

Freitag, 23. April 2010

EINE STUNDE LÄRM

Protestaktion vor dem Innenministerium

Odeonsplatz 3 | 12.00 Uhr

Freitag, 23. April 2010

MENSCHENRECHTSSITUATION IN SYRIEN

Infoveranstaltung | DGB-Haus | Schwanthalerstr. 63 | 19.00 Uhr | mit

Jian Badrakhan, Yasa und Bernd Mesovic, Pro Asyl

Samstag, 24. April 2010

SYRIEN ABSCHIEBUNG STOPPEN!

Kundgebung und Demo | Stachus | 12.00 Uhr

Für die Finanzierung der Aktionstage fehlt noch Geld. Daher bitten wireuch um eine kleine finanzielle Unterstützung.

*Bitte helft mit, dass die Aktionstage finanziell abgesichert sind. Wir brauchen dringend und schnell eure Unterstützung!*

Bitte spendet an das Konto mit Betreff „Syrien“:

Bayerischer Flüchtlingsrat
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 700 205 00
Konto Nr: 88 32 602

solidarische Grüße,

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

ALS PDF [ Deutsch- Kurdisch und Arabisch ]

Türkischer Schulgründer mit gefährlicher Ideologie

München – Der türkische Ministerpräsident Erdogan (AKP) fordert massiv türkische Schulen in Deutschland. Was er damit meinen könnte, zeigt ein Blick auf die undurchsichtige Bewegung des türkischen Islamisten Fethullah Gülen, die in Deutschland mehrere türkische Schulen unterhält. Kritiker fürchten, dort werde die türkisch-islamistische Elite von morgen herangezogen. Wolfram Göll befragte dazu die Menschenrechtlerin Serap Cileli.

Bayernkurier: Wie müssen wir uns das Imperium und die Strategie von Gülen vorstellen?

Serap Cileli: „Unser großer Dschihad ist die Bildung“, lautet Fethullah Gülens Botschaft. Er gibt sich gern als besonnener, harmoniebedürftiger Geistlicher. Seine Anhänger nennen ihn Hodscha-Efendi. Allein in der Türkei sollen ihm sechs Millionen Menschen folgen. Die heute extrem einflussreiche Gülen-Bewegung wurde in den 1970er Jahren gegründet und gründete zahlreiche Schulen, Universitäten, Sozialeinrichtungen, Studentenheime, Kulturzentren oder Wirtschaftsunternehmen in mehr als 50 Ländern, auch in Deutschland. Eng verbunden damit ist die Nurcu-Bruderschaft. Außerdem gehören dazu zahlreiche Medien, allein in der Türkei über 20 Radiostationen, dazu TV-Sender und Zeitungen. Der Wert des Gülen-Imperiums wird auf 26 Milliarden Dollar geschätzt.

Bayernkurier: Wie können wir ihn ideologisch einordnen? Gehört er zur türkisch-islamistischen Richtung der AKP?

Cileli: Die Gülen-Gemeinde unterstützt die islamisch-konservative Regierungspartei AKP. Sowohl die AKP-Oligarchie als auch die Gülen-Sekte haben eine Empathie für die osmanische Ideologie. In Gülen-Schulen in der Türkei wie im Ausland wird weltweit die türkisch-islamische Synthese verbreitet und gelehrt. Der türkische Staatspräsident Gül lobt die Aktivitäten der Gemeinde Gülens und hält Reden zur Eröffnung der Gülen-Schulen, aktuell in Bangladesch. Zu Recht wurden jedoch in Russland oder in Usbekistan die Gülen-Schulen geschlossen und alle Aktivitäten der Nurcu-Bruderschaft verboten. Das staatliche usbekische Fernsehen beschuldigte die Gülen-Sekte sogar, durch die Verbreitung pantürkischer Propaganda die usbekische Kultur zu zerstören.

Bayernkurier: Welche Ziele verfolgt Gülen?

Cileli: Gülen lebt seit mehreren Jahren im selbstgewählten Exil in den USA und wird streng vom FBI bewacht. 1996/97 leitete die türkische Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Es hieß, Gülen beabsichtige die Beseitigung der demokratisch-laizistischen Türkei und strebe die Errichtung eines theokratischen Staates auf religiöser Grundlage an. Und genau diesen Aspekt dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn Gülen im Westen als jemand gilt, der islamische Lehren mit liberalen Ideen verbindet und den interreligiösen Dialog propagiert – als „gemäßigter Islamist“ mit seinen tränenreichen „Toleranz- und Friedensbotschaften“. Der Schein trügt. Die Gülen-Bewegung ist eine Glaubensgemeinschaft mit missionarischen Zwecken.

Bayernkurier: Wie aktiv ist die Bewegung in Deutschland?

Cileli: Es gibt rund 150 Nachhilfe-Institute und zwölf Schulen in Deutschland, die der Gülen-Gemeinde angehören oder ihr nahe stehen. Demnächst soll im schwäbischen Jettingen-Scheppach die erste Gülen-Schule mit Internat erbaut werden.

Bayernkurier: Warum ist die Gülen-Bewegung Ihrer Kenntnis nach eine Gefahr?

Cileli: Selbst der kemalistischen Elite der Türkei ist die Gülen-Gemeinde ein Dorn im Auge. Ein Wolf im Schafspelz. Kurz nach Gründung der türkischen Republik 1925 wurden die Tarikats, Bruderschaften oder Orden, verboten. Alle Orden halten an dem Leben nach den Regeln der Scharia fest, das religiöse Gesetz, das auf dem Koran basiert und unbedingt zu befolgen ist. Die Nurcu-Bruderschaft geht dieses Ziel langfristig an und kontrolliert mittlerweile in staatlichen türkischen Institutionen Schlüsselpositionen.

Bayernkurier: In Dialogforen, wie kürzlich in Nymphenburg, präsentieren sich die Gülen-Leute immer als Brückenbauer zwischen Islam und dem Westen. Gehen die Deutschen damit einer Täuschung auf den Leim?

Cileli: Gleichgültigkeit und Unwissenheit der Deutschen über die Gülen-Bewegung werden zu fatalen Folgen führen. Die Organisation ist sehr verschachtelt. Es ist sehr wichtig, sich mit ihr gründlich zu beschäftigen und die Ziele des Netzwerks nicht zu unterschätzen. Wir wissen nicht genau, was in den Bildungszentren passiert, das ist eine verschlossene Welt. Inwiefern die Behauptungen über Gülen der Wahrheit entsprechen, bleibt in absehbarer Zeit im Verborgenen. Belastbare Erkenntnisse über Gülen-Schulen liegen laut Verfassungsschutz nicht vor.

Quelle: Bayern Kurier

Kürdistanda islamcı faşist gösteri ve düşüncemiz

Hizbullah ve Hamas yanlılarının Amed şehrinde yaptığı gösteride Antisemit solaganlar atıldı. Kadınların ve erkeklerin haremlik, selamlık durmaları dikkat çekti. Gecen sene yapılan gösterilerde de meydanı doldurmayı başaran islamcı faşistlerin, gelecek seneye de hazırlandıkları gelen bilgiler arasında. Kürdistan da Fetullah Güllen ve ekibinin, bu yönde çalışmaları biliniyor.


Kürdistan islamcı faşistlerin tehdidi altında.

1990 yillarda islamcı faşistler, Türk devleti ile birlikte binlerce kürdü kaçırıp, sorgulamış ve barbarca katletmişlerdi. Asitli kuyulara atılan Kürtlerin çocukları, yıllar sonra yeni tehlikeler ile karşı karşıya.


DİN ÖLDÜRÜR !

Kürt Anarsistler, olarak, bu tür oyunların kürdistanda nasıl oynandığını iyi biliyoruz. Unutulmamalıdır ki daha akıllardan çıkmayan ve çıkmayacak Sivas ,1993 te bir insanlık dramı yaşanmış ve islamcı- ülkücü faşistler 37 kişiyi katletmişlerdi.


2 Temmuz 1993 Sivas katliami

Ayni oyun Malatya da oynanmış ve Hiristiyanlık propagandası yapılıyor denilerek, insanların boğazı kesilerek öldürülmüştü.

Faşistlerin Yezidilere, Süryaniler,Ermenilere,Yahudilere, Hiristiyanlara, Aleviler, Devrimcilere nasil saldırdığını biliyoruz.

UNUTMUYORUZ VE AFFETMİYECEYİZ !

Faşizm bir düşünce değil, bir insanlık suçudur !

Kürdistan Anarşist Grup

Polizeiliche Willkürmaßnahme gegen das Kurdistan-Volkshaus e.V.

Polizeiliche Willkürmaßnahme gegen das Kurdistan-Volkshaus e.V.*

Mit einer völlig überzogenen Maßnahme überfiel die Polizei Braunschweig
mit ca. 10 Mannschaftswagen am Sonntag, den 18.04.2010 gegen 12:50 Uhr
das Kurdistan Volkshaus e.V. in der Nikolaistraße in Hannover. Die
Durchsuchung fand auf Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg statt mit der
fadenscheinigen Begründung des Verdachts des Verstoßes gegen das
Vereinsgesetz.

Die Vorsitzende Resmiye Toprakli und der 2. Vorsitzender Murat
Kizilboga äußerten: „Die schwerbewaffneten Polizisten verweigerten uns
die Kontaktaufnahme zu unserem Anwalt. Die Polizei erteilte uns ein
Schweigegebot und wir durften uns nicht von der Stelle bewegen. Die
Anwesenheit während der Durchsuchung wurde uns verwehrt.“

Die Durchsuchung richtete sich gegen eine Person aus Göppingen, die
gelegentlich den Verein besucht haben sollte.

Die Polizei beschlagnahmte zunächst die Flyer zu zwei
Kulturveranstaltungen, auf Protest mussten diese wieder zurückgegeben
werden.

Kurz nach Bekanntwerden erschienen auch zahlreiche deutsche Freundinnen
und Freunde des Kurdistan- Volkshauses und Protestierten lautstark.

Ludwig List Ratsherr der Linken sprach von einer Diskriminierung der
kurdischen Mitbürger und eines Rechtsverstoßes des Amtsgerichts
Lüneburgs: „Das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei reiht sich
unserer Beobachtung nach ein in eine systematische Kriminalisierung und
Einschüchterung der kurdischen Vereine. Wir werden uns solidarisch
zeigen und gemeinsam dagegen vorgehen.“

*Resmiye Toprakli :Vorsitzende Kurdistan-Volkshaus e.V.
Murat Kizilboga: Stellv. Vorsitzender Kurdistan-Volkshaus e.V.
Ludwig List Ratsherr: Hannoversche DIE LINKE
Oliver Klauke: Vorsitzender DIE LINKE Linden-Limmer
Dirk Machentanz: Stellv. Vorstizender DIE LINKE Linden-Limmer
Gülten Kelloglu: Vorstandmitglied YEK-KOM e.V.*

1996 Hamburg -Hafenstraße

DIKKAT POLIS

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