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Ein Jugendlicher griff in den frühen Morgenstunden des 21. Februar in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) einen 24jährigen Afrikaner an. Der unbekannte Täter schlug mit einer Stange auf den Mann ein, als dieser seine Hauseingangstür aufschließen wollte. Der Afrikaner erlitt eine Platzwunde und Blutergüsse am Kopf und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen war es zuvor in einem Bus zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Opfer und Täter gekommen. Wahrscheinlich sei dieser dem Opfer gefolgt. Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Mit einem Messer bedrohte am 20. Februar ein 31jähriger Mann am Hauptbahnhof in Potsdam (Brandenburg) einen Afrikaner. Die Bundespolizei teilte mit, dass der Täter betrunken gewesen sei und den 34jährigen Afrikaner zunächst mit fremdenfeind­lichen Äußerungen beleidigt habe. Danach soll der Angreifer gegen die Füße des Opfers getreten und mit den Worten »Ich steche dich ab!« ein Klappmesser gezogen haben. Der Afrikaner blieb un­verletzt, der Tatverdächtige wurde in polizeiliches Gewahrsam genommen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung ein. Eine antisemitische Parole prangte über Monate hinweg auf der Stirnseite eines Bauwagens, der am Rand einer Straße in Kronsberg, einem Stadtteil von Hannover (Niedersachsen), parkte. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung am 19. Februar berichtete, hatte ein Spaziergänger die Schmiererei bereits im Herbst entdeckt und die Stadtwerke darüber informiert. Der Bauwagen gehört den Stadtwerken. In den Herbst- und Wintermonaten wird er als Abstellfläche für Material und als mobiler Besprechungsraum genutzt, wie die Stadtwerke angaben. Da die antisemitische Schmiererei nicht entfernt wurde, rief der Spaziergänger mehrmals bei den Stadtwerken an und bat um deren Beseitigung. Die Stadtwerke reagierten auf die Beschwerden nicht, der Schriftzug stand weiterhin auf dem Wagen. Erst auf eine Nachfrage der Zeitung äußerte eine Sprecherin der Stadtwerke Bedauern. Sie gehe davon aus, dass die Beschwerde des Bürgers nicht bis in den zuständigen Fachbereich durchgedrungen sei oder es unter Umständen sehr schwierig gewesen sei, den Bauwagen einer bestimmten Abteilung zuzuordnen. In der vergangenen Woche wurden Mitarbeiter des Energieversorgers geschickt, um den antisemitischen Schriftzug an Ort und Stelle zu übermalen und damit unkenntlich zu machen. Am 13. Februar alarmierte ein Zeuge die Polizei, weil er in einer Gartenkolonie in der Treuenbrietzener Straße, im Berliner Stadtteil Reinickendorf, Farbschmierereien mit Hakenkreuzen und fremdenfeindlichen Parolen entdeckt hatte. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.





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