Aydın Erdem von mehr als 10.000 Menschen zu Grabe getragen

Der von der Polizei in Amed/Diyarbakir erschossene Aydın Erdem, wurde von 10.000 Menschen unter „Rache“ Rufen zu Grabe getragen. Der Onkel von Aydın. Zeki Erdem erklärte: „Einer geht, Tausende kommen. Aydın ist ein Märtyrer des kurdischen Volkes.“

Bei der Autopsie von Erdem kam heraus, dass er aus nächster Nähe mit einem Schuss getötet worden war. Nach Augenzeugenberichten, tötete ihn ein Polizist mit einem gezielten Schuss.

Ein 17-jähriger Augenzeuge sagte aus: “Die Demonstranten warfen Steine auf die Polizei. Die Polizei erwiderten mit Schusswaffen. Zwischen der erschossenen Person und dem schießenden Polizisten gab es nur einen geringen Abstand. Der Zivilpolizist richtete die Waffe auf ihn und schoss.“ Ein anderer Augenzeuge sagte aus: „ Der Tod dieses jungen Mannes ist kein Zufall, die Polizei schoss absichtlich.“

Die DTP hatte zuvor eine Demonstration mit mehreren 10.000 TeilnehmerInnen gegen die Verschlechterung der Haftbedingungen von Abdullah Öcalan durchführen wollen. Doch die Behörden verboten die Demonstration und griffen die Menschenmenge an. Vor dem AKP-Büro wurde der 23-Jährige mit einem Schuss in den Rücken getötet. Er wurde seinen KommilitonInnen und DTPlerInnen aus der Leichenhalle abgeholt. Der Körper von Aydın wurde in einem aus mehreren hundert Autos bestehenden Konvoi in seine Heimatstadt Kızıltepe gebracht und dort von der Bevölkerung und seinen Angehörigen in Empfang genommen. Bei der Beerdigungszeremonie, an der mehr als 10.000 Menschen teilnahmen, sprachen mehrere DTP-BürgermeisterInnen und Abgeordnete. Nach der Beerdigung legten viele Nelken auf dem Grab nieder.

Der Kreisvorsitzende der DTP von Diyarbakır, Fırat Anlı, erklärte auf der Beerdigung: „Seit sechs Monaten sprechen sie von Öffnung. Bei der Öffnung ist für das kurdische Volk nur Tod und Folter herausgekommen. Jeder soll wissen, dass sich die KurdInnen nicht mehr fürchten und nicht mehr betrogen werden können.“

Die Literaturfakultät der Dicle-Universität reagierte mit einem 3-tägigen Streik auf die Ermordung ihres Kommilitonen.





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