Aktionen gehen weiter – trotz 10 Tagen Repression

Die Bilanz der letzten zehn Tage Protest ist schwerwiegend. Um gegen die Verschlechterungen der Haftbedingungen Abdullah Öcalans, gegen die Repression und Unterdrückungspolitik des türkischen Staates und das drohende DTP-Verbot zu protestieren, versammelten sich in vielen Städten täglich viele tausend Menschen. Fast immer setzte die Polizei gegen die DemonstrantInnen Tränengas, Pfefferspray, Wasserwerfer ein und an einigen Orten wurde von der Polizei auch scharf geschossen. Gegen die Angriffe wurde mit Steinen Widerstand geleistet. In Amed wurde der Student Aydın Erdem (23) von Polizeikugeln getötet. In Van, Ağrı, Hakkari, Batman, Siirt, Şırnak, Mardin, Urfa, Bingöl, İzmir, İstanbul, Adana und Mersin stattfindenden Auseinandersetzungen wurden bis jetzt, Kinder eingeschlossen, 768 Personen in den letzten 10 Tagen fest- 134 davon in Untersuchungshaft genommen. Hunderte wurden verletzt. Immer wieder versuchten türkische Nationalisten, angestachelt von der antikurdische Hetze, kurdische Vereine, DTP Büros und KurdInnen im Allgemeinen anzugreifen.

Dennoch gingen auch am Dienstag vielerorts die Proteste weiter. In vielen Städten gab es Demonstration, Straßenschlachten wie z.B. in Şemdinli, Hakkari und Antalya und vielerorts auch militante Angriffe. In Saray, Kars und Ardahan gab es ebenfalls Demonstrationen und Kundgebungen.

BAŞKALE

In Başkale in der Provinz Wan öffneten am Dienstag die Läden aus Protest nicht. Es versammelten sich mehrere hundert Menschen zu einer Protestdemonstration. Die Polizei griff die Demonstration mit Tränengasgranten an. Aus dem Angriff entwickelte sich eine Straßenschlacht, bei der zwei Personen von einer Gasgranate am Kopf getroffen wurden. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Polizei und Militär bezogen an der Ortsgrenze Stellung und hinderten weitere DemonstrantInnen an der Teilnahme.

Während die Kämpfe andauerten, machte die DTP eine Kundgebung auf der Straße zwischen Wan und Hakkari, auf der sie den Polizeiangriff verurteilte. Der Kreisvorsitzende der DTP Derviş Polat erklärte, dass sich die Bevölkerung durch solche Angriffe nicht einschüchtern lassen werde.

ŞEMDINLI

Seit drei Tagen dauern die Straßenschlachten und Proteste in Şemdinli in der Provinz Hakkari an. Soldaten rückten in das Stadtzentrum vor und griffen die Protestierenden an. 7 Personen wurden festgenommen, 4 davon sind mittlerweile in Untersuchungshaft.

ANTALYA

Hunderte kurdische Jugendliche protestierten in Antalya. Als die Polizei eingriff kam es zur Straßenschlacht. Die Jugendlichen bauten Barrikaden aus Mülleimern und warfen Steine auf die Polizei. Die Polizei setzte Tränengas und Panzerfahrzeuge ein.

KARS

Angriff mit Molotowcocktails auf ein AKP-Büro, es entstand Sachschaden.

URFA

Die apoistische Jugend hat in Urfa gestern Nacht eine große Zahl von Aktionen mit Molotowcocktails durchgeführt. Unter anderem griff sie zwei Banken an.





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