Der Palast am Tigris


Quelle: Eberhard Karls Universität Tübingen

• Eine langanhaltende Dürre hat einen bronzezeitlichen Palast im Norden des Irak freigelegt.

• Es handelt sich vermutlich um eine Stadtanlage der Mittani-Kultur. Dieses Reich stand in der Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus in seiner Blüte.

Gemessen an seiner Größe ist erstaunlich wenig über das Königreich Mittani bekannt: Während seiner Blütezeit Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus erstreckte sich sein Herrschaftsgebiet von der Mittelmeerküste über Syrien bis in den Norden des heutigen Irak. Akkadische Keilschrifttexte weisen darauf hin, dass die mittanischen Könige mit den ägyptischen Pharaonen und den Herrschern von Babylonien in Kontakt standen. So ist bekannt, dass Pharao Amenophis III. eine Tochter des mittanischen Herrschers Tuschratta heiratete. Dennoch haben nur wenige Überreste der Kultur überdauert, darunter einige Keramikgefäße. Das Reich von Mittani gilt als einer der am wenigsten erforschten Staaten des Altertums.

Ein neuer Fund am Ufer des Tigris könnte das ändern. Ausbleibende Regenfälle ließen den Wasserpegel des Mossul-Stausees im Nordirak vergangenes Jahr sinken, so kamen unerwartet Überreste einer prächtigen Stadtanlage zum Vorschein. Seitdem graben Archäologen der Universität Tübingen gemeinsam mit Experten der Kurdistan Archaeology Organization (KAO). Nun präsentierten die Forscher erste Ergebnisse.

Prächtige Wandmalereien, imposante Mauern

Bei der Anlage handle es sich um ein planmäßig angelegtes Gebäude mit massiven Innenmauern aus Lehmziegeln. Einige Wände seien bis zu zwei Meter dick, die gesamte Anlage sei bis zu sieben Meter hoch. „Wir haben zudem Reste von Wandmalereien in leuchtenden Rot- und Blautönen gefunden“, wird Ivana Puljiz vom Tübinger Institut für die Kulturen des Alten Orients in einer Mitteilung zitiert. Solche Wandmalereien seien vermutlich ein typisches Ausstattungsmerkmal von Palästen gewesen, hätten sich aber nur sehr selten erhalten. Deshalb sei die Entdeckung „eine archäologische Sensation“.

Schon die Lage der Festung weist darauf hin, wie wichtig der Ort einst war. Während des Altertums stand der Palast auf einer Anhöhe am Rand des Flusstals. Um das abschüssige Gelände abzustützen, legten die Mittaner eine gewaltige Terrassenmauer zum Tigris hin an. Die Festung thronte demnach über dem Flusstal.

Die Archäologen haben zudem zwei Nutzungsphasen ausgemacht, der Palast wurde also wahrscheinlich über einen langen Zeitraum bewohnt. Die Forscher vermuten, dass sich im Norden des Palasts eine größere Siedlung anschloss, die nun ebenfalls untersucht werden soll. Eine Schrifttafel enthielt den Hinweis, dass es sich bei dem Komplex um die Stadt Zachiku handeln könnte, die aus einer anderen Quelle bekannt ist. Nach ersten Schätzungen könnte sie bis zu 400 Jahre überdauert haben.

Rund 1350 vor Christus verschwand das Großreich Mittani von der Landkarte. Seine Gebiete fielen unter die Kontrolle mächtiger Nachbarn wie der Hethiter und Assyrer.

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Süddeutsche Zeitung

Trump: I Stopped Erdogan from Attacking Kurds in Syria, 6/29/19

Die Bundesregierung hat offenbar keinerlei Informationen über den Aufenthaltsort von mindestens 160 deutschen Terroristen des `Islamischen Staates´ (IS).

Der Deutschlandfunk berichtet:

Der Bundesregierung fehlen offenbar Hinweise auf den Verbleib von mehr als 160 deutschen Anhängern des Islamischen Staates.

Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von FDP-Generalsekretärin Teuteberg hervor, aus der die „Welt am Sonntag“ zitiert. Darin heißt es, ein Großteil der islamistischen Kämpfer sei wahrscheinlich getötet worden.

Vereinzelt könnte es den Personen aber auch gelungen sein, sich abzusetzen oder unterzutauchen. Die Regierung hält es demnach aber für wenig wahrscheinlich, dass die IS-Anhänger ohne Kenntnis der Sicherheitsbehörden wieder nach Deutschland einreisen.

Mit anderen Worten: Nichts genaues weiß man nicht …

Haolam

Guerillakämpferin Sarah Handelmann bei Luftangriff gefallen

Die deutsche Guerillakämpferin Sarah Handelmann ist am 7. April bei einem türkischen Luftangriff auf die Medya-Verteidigungsgebiete gefallen. Die HPG sprechen ihren Angehörigen ihr Beileid aus.

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Das Pressezentrum der Volksverteidigungskräfte HPG hat eine Erklärung zum Tod der Internationalistin und Guerillakämpferin Sarah Handelmann abgegeben, die am 7. April bei einem türkischen Luftangriff auf die südkurdischen Medya-Verteidigungsgebiete ums Leben gekommen ist. In der Erklärung heißt es:

„Der Kampf um Widerstand wird in allen Teilen Kurdistans mit großer Selbstlosigkeit, Fleiß und Hingabe geführt. Während das Echo dieses Befreiungskampfes unter Federführung der PKK rund um den Globus widerhallt, nehmen die selbstlosen Kämpfe unserer Gefallenen für den Aufbau eines freien Lebens ihre Plätze in der Geschichte ein.

Viele unserer Freundinnen und Freunde, die sich am Kampf gegen die faschistisch-rassenfanatische türkische Besatzungsarmee beteiligen, haben in unserem historischen Widerstand Heldenmut bewiesen und dem Faschismus in Kurdistan keinen Fußbreit überlassen. Eine dieser Freundinnen ist die internationalistische Kämpferin und Guerillakommandantin Sara Dorşîn (Sarah Handelmann). Heval Sara ist am 7. April bei einem Luftangriff der türkischen Besatzungsarmee auf die Medya-Verteidigungsgebiete gefallen.”

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Codename: Sara Dorşîn

Vor- und Nachname: Sarah Handelmann

Geburtsort: Deutschland

Todestag und -ort: 7. April 2019 / Medya-Verteidigungsgebiete

Zur Biografie von Sarah Handelmann teilen die HPG mit:

„Unsere Freundin Sara kam 1985 in Deutschland zur Welt. Bereits in jungen Jahren erkannte sie die Asozialität des Kapitalismus und begab sich auf die Suche nach dem Kampf, den sie führen wollte. Sie engagierte sich für eine Vielzahl sozialistischer Organisationen, der kurdische Befreiungskampf beeindruckte Sara besonders. Die Vernichtungspolitik, die dem kurdischen Volk auferlegt wird, empfand sie so, als sei ihr eigenes Volk davon betroffen. Sara war sich der demokratischen Einheit der Völker bewusst und glaubte daran, dass die Befreiung aus den Klauen der kapitalistischen Moderne, die den Menschen verdirbt, die Gesellschaft ausbeutet und in Stücke reißt, in der demokratischen Moderne liegt. Sie glaubte daran, dass die demokratische Moderne eine politisch-moralische Gesellschaft ermöglichen kann. Als Resultat ihrer Suche kam Sara im Jahr 2017 in die Berge Kurdistans, um sich der PKK anzuschließen, deren Grundlage die Ideologie nach einem freien Leben des Vordenkers Abdullah Öcalan ist. In den unendlichen Bergen Kurdistans wurde Sara eine Guerillakämpferin und passte sich sehr schnell an das Leben dort an. In dieser Zeit setzte sie sich intensiv mit der Frauenbefreiungsideologie der kurdischen Bewegung auseinander. Sara nahm ihren Platz in den Reihen der Frauenguerilla YJA-Star ein und knüpfte tiefe Freundschaften zu ihren Genossinnen. Sie war eine besonders beliebte Freundin ihrer Kameradinnen.

Sara entwickelte sich sehr schnell. Besonders im militärischen Bereich machte sie erhebliche Fortschritte. Als moderne zeitgenössische Kämpferin übernahm sie bei der Guerilla die Funktion der Teamkommandantin. Sie erfüllte ihre Aufgaben stets gewissenhaft und war in den Augen ihrer Freundinnen und Freunde eine Führungspersönlichkeit. In jedem Moment ihres Lebens bei der Guerilla kämpfte sie mit aufrichtiger Liebe für die Freiheit. Bis zu ihrem Tod war Sara eine aktive Guerillakommandantin, die ihren Platz im Befreiungskampf Kurdistans einnahm.

Genoss*innen wie Andrea Wolf (Ronahî), Uta Schneiderbanger (Nûdem), Jakob Riemer (Şiyar) und unzählige weitere Freundinnen und Freunde, die Symbole dieser Suche nach Freiheit wurden, kämpfen auch jetzt viele Genoss*innen aus Deutschland und anderen Ländern Europas in unseren Reihen. Auch Sara war ein wichtiger Teil unseres Freiheitsmarschs. Sie war der Ansicht, dass die gesamte Menschheit in Frieden zusammenkommen und ihre Muttersprache sprechend nach ihrer eigenen Kultur und nationalen Werten leben sollte. Sara wollte, dass sich die Gesellschaft auf Grundlage einer demokratischen Nation organisiert, um die Freiheit zu erreichen und ein freies Leben zu führen.

Die geschätzte Familie Handelmann kann nicht stolz genug auf ihre Tochter Sara sein, die ihren Kampf für die Freiheit führte. Angesichts dieses schmerzvollen Verlusts sprechen wir den Angehörigen von unserer Freundin Sara unser aufrichtiges Beileid aus.

In der Person von Sara Dorşîn erinnern wir noch einmal an alle internationalistischen Gefallenen, die als Zeichen der Solidarität der Völker im Befreiungskampf der unterdrückten Völker ihr Leben verloren haben. Wir versprechen, die von ihnen an uns übergebene Fahne der Freiheit in den Sieg zu tragen.”

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ANF

Der Widerstand verbindet uns alle: Nachruf auf Sarah Handelmann

Sarah Handelmann ist am 7. April als Guerillakämpferin bei einem türkischen Luftangriff auf die Medya-Verteidigungsgebiete ums Leben gekommen. Ihre Freund*innen teilen ihre Erinnerungen an sie.

Wir, ein paar Freund*innen von Sara, möchten gerne ein paar Erinnerungen an sie mit euch teilen.

Sara ist uns eine sehr bedachte, engagierte und herzliche Freundin. Sie begleitete uns auf mehreren Schritten ihres Lebens und hat uns immer zu vielen Diskussionen angeregt. Unsere geliebte Freundin ist im Kampf für ein freies solidarisches Leben, mit all ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit, bei einem Luftangriff des türkischen Militärs in den freien Bergen Kurdistan getötet worden. Es ist nicht einfach, unsere Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Dennoch wollen wir jetzt all unsere Kraft zusammen bringen und ein paar Erinnerungen an sie zusammen tragen, damit die Wünsche und Gedanken von Sara in uns allen weiter leben.

Einer ihrer größten Wünsche war es, einen Text an die revolutionäre Linke, an anarchistische und feministische Gruppen hier in Europa zu schreiben. Sie wollte ihnen sagen, wie wichtig es ist, dass wir uns gemeinsam organisieren, um dem patriarchalen System eine klare Haltung entgegenzusetzen, anstatt uns weiter spalten und vereinzeln zu lassen. Es ging ihr nicht darum, dass wir alle eine einheitliche Meinung zu allem entwickeln und unsere Widersprüche unter den Teppich kehren, um nach Außen eine Stärke zu vertreten, die wir nach innen gar nicht vertreten können. Auch sie selbst trug ganz viele Widersprüche in sich, doch sie wollte sich dem stellen, wollte sich mit sich selbst auseinandersetzen, ihre Persönlichkeit durchleuchten und gemeinsam durch die Methode des kurdischen Freiheitskampfes, der Kritik und Selbstkritik, an sich arbeiten, um eine militante Persönlichkeit zu entwickeln. Dafür müssen wir bei uns selbst beginnen, unsere Widersprüche können uns dazu anregen, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, fragend voranzuschreiten und uns solidarisch aufeinander zu beziehen. Wirkliche Freundschaften fürs Leben einzugehen und eben auch, wenn es sein muss, uns bis zuletzt zu verteidigen und eine klare Haltung zu bewahren. Wenn wir diese verbindenden Momente erkennen, in denen wir alle gemeinsam betroffen sind und uns füreinander einsetzen, können wir, egal wo auf dieser Welt, eine Veränderung erzielen und eine starke kraftspendende Quelle sein. Indem wir voneinander lernen und uns Sara sowie alle anderen freiheitsliebenden Menschen in Erinnerung rufen, die vor uns diesen Weg gegangen sind und in jeglichen Momenten ihres Lebens Widerstand leisteten, können wir uns bis heute auf diese wertvolle Geschichte eines freien Lebens beziehen und sie nicht nur eine unerreichbare Utopie bleiben lassen.

Saras Suche hatte sie bis in die Berge Kurdistans gebracht. Sie war sehr beeindruckt von der autonomen kurdischen Frauenorganisierung, die sie 2016 in Bakur [Nordkurdistan] kennengelernt hatte und über die sie gemeinsam mit Freundinnen den Film „Xwebûn“ gedreht hatte. Das ist etwas, was sie uns neben allen Erinnerungen hinterlassen hat. Eine Welt, in der Frauen aus den Nachbarschaften sich selbst organisieren und ein solidarisches Miteinander leben, eine Jineolojî-Akademie aufgebaut haben, wo sie gemeinsam diskutieren und die Angriffe des Patriarchats in all seinen Facetten analysieren und Lösungsmöglichkeiten finden, wie wir uns gemeinsam dagegen, auch auf ideologischer Basis, selbst verteidigen können – nämlich indem wir uns selbst kennenlernen, Selbstbewusstsein entwickeln und uns kollektiv organisieren.

Dieser Kampf und auch die kollektive Auseinandersetzung mit dem Tod waren wohl sehr bewegende Momente für sie. Bei der Beerdigung des jungen Mädchens Rozerîn war sie mit der Kamera dabei. Rozerîn, die während der Belagerung der Altstadt Sûr (Amed) ihr Leben verlor, wird von den Familien und der Nachbarschaft zum Grab gebracht, viele Frauen halten Reden, die Eltern pflanzen Blumen auf ihr Grab. Es wird ein Gedicht von Nazim Hikmet vorgelesen, das die Schülerin vor kurzem selbst in der Schule vorgetragen hatte. Es trägt den Titel „Über das Leben“ und geht darum, dass egal in welcher Lage du dich befindest, du immer weiter kämpfen musst für ein freies Leben, auch wenn du dich im Gefängnis befindest und weißt, noch achtzehn Jahre liegen vor dir, du zweifelst nie daran, dass der Krieg gegen die Menschlichkeit irgendwann vorbei ist. Oder dass du auch als 80-Jähriger noch einen Olivenbaum pflanzt und zwar nicht, weil du ihn etwa an deine Kinder weitergeben willst, sondern weil du an den Tod nicht glaubst.

Mit diesen Erinnerungen wollen wir ihr gedenken und hoffen natürlich auch, dass noch viele weitere Freunde und Freundinnen ihre Verantwortung erkennen, die Erinnerungen, Gespräche und Ideen von Sara miteinander zu teilen, damit wir sie verwirklichen können und ihnen gerecht werden. Das ist, was wir für sie weiter tun können und was sie in uns am Leben lässt.

Wir möchten gerne mit einem Zitat von Erich Fromm aus „Haben oder Sein“ an sie erinnern:

„Trotz dieser Sicherheit des Habens

bewundern wir aber Menschen mit einer Vision von etwas Neuem.

Die neue Wege bahnen, die den Mut haben voran zu schreiten.

In der Mythologie verkörpert der Held symbolisch diese Existenzweise.

Der Held ist ein Mensch, der den Mut hat, zu verlassen was er hat

– sein Land, seine Familie, sein Eigentum – und in die Fremde hinauszuziehen,

nicht ohne Furcht, aber ohne ihr zu erliegen.“

Mit diesen Worten wollen wir unserer Freundin Sara sagen, dass sie eine dieser Heldinnen war, die den Geist des Widerstandes verkörperte und die auf ihrem Weg Brücken baute, die wir weiter verfolgen werden und für die wir ihr auf ewig dankbar sind.

Louise Michel schrieb in ihrem Nachlass die Worte:

„Wir kommen wieder, wir sind wie die von Kugeln durchlöcherten Fahnen. Wir wurden geopfert, wir wissen und akzeptieren es. Nicht unseretwegen, sondern für diejenigen, die tot sind. Und an ihrem Todestag vereinigen sich unsere Hände auf ihren Gräbern.“

Der Nachlass von Sara verbindet uns alle und wir werden ihr ewig treu bleiben. Der Widerstand der Frauen befreit uns alle! Jin Jiyan Azadî! Frauen, Leben, Freiheit! Şehîd namirin!

ANF

Merkel lehnt eigenen Staat für die Kurden ab

In einem Referendum forderten Kurden im Nordirak mit großer Mehrheit einen unabhängigen Staat. Kanzlerin Merkel hat sich jedoch dagegen ausgesprochen – und einen anderen Wunsch.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt einen separaten Kurdenstaat auf dem Gebiet des Irak ab. „Ich bin für die territoriale Einheit des Irak“, sagte sie bei einem Besuch im niedersächsischen Goslar. „Ich glaube nicht, dass es dem Frieden in der Region diente, wenn es einen eigenen Kurdenstaat gäbe“, fügte die Regierungschefin hinzu.

Merkel plädierte stattdessen für eine möglichst große Autonomie der Kurden. „Die Kurden müssen faire Bedingungen bekommen im Irak.“

Im vergangenen September hatten sich nordirakische Kurden in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes ausgesprochen. Die irakische Regierung in Bagdad lehnt einen Kurdenstaat auf ihrem Territorium jedoch ebenso ab wie die Türkei. Die kurdische PKK, die von Ankara als Terrororganisation angesehen wird, hat Rückzugsgebiete im Irak.

Der Spiegel

‘RELIGIOUS CONVERSION’ ON A LIVE TV PROGRAM

HDP MP Paylan: This is Child Abuse, I Will File a Criminal Complaint

The family of the child, for whom Nihat Hatipoğlu organized a religious conversion ritual, told HDP Diyarbakır MP Garo Paylan that nobody asked them for a permission.

Theologist Nihat Hatipoğlu on his live TV program at İstanbul Sultanahmet Square converted the religion of a 13-year-old Armenian refugee boy through a religious conversion ritual from Christianity to Islam on May 12.

Hatipoğlu said that the permission was given by the child’s mother. However, Peoples‘ Democratic Party (HDP) MP Garo Paylan has said that he talked to the family and the family told him that they have not given a permission for the conversion. Paylan has stated that he will file criminal complaint.

Paylan, whom we called to learn the details of the phone call with the family and of the criminal complaint, has stated that the family got contact with him:

„The child’s mother was very unhappy, they were very sorry as the family, because they are face to face with a child abuse towards their child. The mother has not been informed about this incident.


‚It was obviously outside of the parent’s knowledge‘

„One of the assistants of Nihap Hatioğlu has called the mother; yet, she could not respond to the phone call as she was in the market at that moment. Her Turkish is already not very good.

„She has learned that her child was a guest in the program. However, she stated that it was outside of her knowledge that her child would be on television, such an incident would happen and he would be converted to Islam. The gravity of the situation is that it cannot happen despite the parent’s information. This is an incident of child abuse. It was obviously outside of the parent’s knowledge.

„We have an open wound for hundred years. During the genocide, many relatives of mine got lost, disappeared and died on the migratory routs. Some of them went to the Muslim families.


‚A lot of Islamicized Armenians in many families“

„Now, wherever I go in that region, everybody says, ‚My grandfather is Armenian, my grandmother is Armenian‘. Every family there has at least one Islamicized Armenian or some villages were forcefully converted to Islam.

„It surely means the making an open wound bleed again because in Anatolia, a very high number of people have been Islamicized forcefully.


‚Religious conversion can be through free will‘

„This child was faced with an attempt of forced Islamicization. An individual can choose his/her belief with a free will after the age of 18.

„A child can have a belief, too. She/he is baptized early in the Christianity, the religious education is given in early ages in Islam, yet the religious conversion of a child should be through a free will.

„I will file a criminal complaint today (May 15) because this TV program has obviously violated the Constitution of the Republic of Turkey. I will also lodge a complaint about this program to the Radio Television Supreme Council (RTÜK) and a complaint against Nihap Hatioğlu to the prosecutor’s office.

„I will also get in touch with the Minister of Family and Social Services Ministry and talk about the precautions to be taken to protect our children in any time. I will make a demand for the increase of precautions about Arthur and the refugee/immigrant children living in this country like Arthur, and I will ask the Minister to look after Arthur.“

Bianet

DAESH propaganda woman: I want to confront Turkey

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Turkish journalist Defne Bayrak set off for Syria to join DAESH and work for its propaganda machine in 2015. She has been captured and has been a prisoner in the hands of the SDF for some time.

Turkish journalist Defne Bayrak who was mentioned in the crypto correspondence between the CIA and the US Embassy in Ankara in 2010 and joined DAESH in 2015, is in the hands of the Syrian Democratic Forces (SDF).

After writing for papers in Turkey like Hurriyet, Times, Timeturk, InkaNews, Küresel Haber (Global News) she moved to work for DAESH publication and in 2015 she announced on her social media accounts that she had joined DAESH with her two daughters.

From Turkey to Jordan and eventually Syria

Bayrak had studied journalism at the Istanbul University and had married a Jordanian citizen who was studying medicine at the same university, Humam Khalil al-Balawi. She lived in Jordan with her husband for 7 years and on 30 December 2009 her husband carried out a suicide action against a US base in Afghanistan. Bayrak was back in Turkey.

Once in Turkey Bayrak began working for media linked to DAESH after the period of contrast between DAESH and Al-Qaeda.

Eventually, in April 2015 she joined the organization and went with her two daughters through Syria via Antep. In Syria she picked up work for the organisation’s communication section.

Her name in crypto US communication

Among the names passed on to the US Department of State, FBI and CIA by the US Embassy envoy in Ankara, Dougles Silliman, on 13 January 2010 was that of Defne Bayrak.

In the crypto correspondence, the US official talked about the risks and threats to US security posed by civilians such as Defne Bayrak.


Al-Balawi: Agent and jihadist

Two weeks before the writing of the crypto report, on 30 December 2009, Bayrak’s Jordanian husband, el-Belavi had said he had important information on Al-Qaeda leader al-Zawahiri. Indeed al-Balawi was a double agent. His suicide action left seven CIA operatives dead in a US base in Afghanistan.

Al-Belawi returned to Jordan after his marriage with Defne Bayrak, and was convinced by Jordanian intelligence to infiltrate Al-Qaeda. He was then recruited by the CIA, but in reality al-Balawi was infiltrating the CIA for Al-Qaeda.

It is interesting though to notice that before the suicide mission, al-Balawy had sent his wife and children to Turkey.

Defne Bayrak: Life within DAESH

Defne Bayrak set off for Syria to join DAESH and work for its propaganda machine in 2015. She has been captured and has been a prisoner in the hands of the SDF for some time.

„I had decided to emigrate to the Islamic lands with my two daughters, – she said- convinced that an Islamic state had been established. I was already connected with the organization when I was working in various media institutions.”

Bayrak continued: „After I decided to join DAESH, I went to Antep, I was detained there, but I was released after a short period of custody, and on the same night I crossed into DAESH territory.

After that, I stayed in Tabqa and Meyadin for a while. I wanted to register my children for school but I couldn‘t do it because I wasn‘t married.”


Second marriage

Bayrak said: “Then I got married a second time, to an Egyptian man. The women have recommended him to him and that’s why I have chosen him, but he turned out to be very disappointing. The Egyptian man was constantly harassing and threatening me and my children. Even when we wanted to escape, the Governor told us that he threatened to get us killed.

I was married to him for 15 months, and he was threatening me saying that if I was going to court, he would show me as a liar. It was really very hard, but thankfully I divorced. In fact he was never really married to me, once I could not get children he married a 16 year old Syrian girl.”

Bayrak continued: “After my divorce I went to Tabqa from Meyadin. I had a lot of trouble here. My daughters were living in a miserable way. It was a disappointment for me.

Indeed they call themselves a state, but if you are not married they are not looking after you at all.

When I told my Egyptian husband I wanted to work, he said to me ‘good women stay at home’. Can you understand? This is how they see women…”

I wanted to write a book about DAESH

Bayrak said that “after the divorce, I did some translation work for DAESH for some time. I wanted to write a book about their life, economic structure and the Islamic state, but it did not happen. I wrote more books. But had no opportunity to write this.”

A woman alone, not married, said Bayrak, “cannot do any work. She is not given the opportunity to work. Which is why I decided to get married again. I decided to marry her again. I married a Kurdish man from Kilis. His name was Abdullah. I stayed with him 2 months and then, pregnant, I left.”

Bayrak said: “Then I decided to flee to Turkey. I took my children and we set off from Raqqa. But we were captured by the YPG while crossing the Euphrates. We went to the camp and then I stayed for two months in prison, along with my children. I gave birth to my child, the Kilis man child, in Heseke.“


Turkey has betrayed us

The connection between Turkey and DAESH are well known and proved. Defne Bayrak said that the fact that she was arrested in Antep and immediately released is another proof of this. She said that Turkey has “betrayed” her and added: “The first disappointment for me was DAESH. But the second is certainly Turkey. Everyone uses Islam. The doors of Turkey were opened for anyone to join DAESH, from from Africa, from Europe, from Asia. But now that things went bad, the doors are closed.”

Bayrak added: “We have been used.” We asked if there was an agreement between the people she thinks used them and them. But we got no answer.

Defne Bayrak said she wants to stand up in court in Turkey.

„I want to be judged in a court in Turkey. – she said – I cannot accept that we are taken as the only guilty in this case. I want to confront the counterparts in this affair. If they are going to judge me I also want them to answer to my questions.”

I have a question to ask

We asked “Who do you want to face?” but Defne Bayrak avoided the question and said instead: “There are questions to ask, so…” and added: “Of course there are questions. No one can survive persecution. You see DAESH, it was destroyed by persecution. If you want to walk with persecution in Turkey you know you wait for the end.”

Defne Bayrak ended her remarks by saying: “They would have to answer my questions. I have my rights as an ordinary citizen. I have come here and the doors were opened. I wanted to go back, why do they closed the doors? I am not accepting this.”

When asked if she feels disappointed, Bayrak said: “I was very much disappointed. I‘m disappointed with DAES first, and second with Turkey.”

ANF

Rojava „Wir werden die türkischen Truppen in den Sumpf ziehen“

Seit mehr als einem Jahr hält die Türkei den syrischen Kanton Afrin besetzt. Ein Großteil der kurdischen Bewohner ist geflüchtet. Doch den Traum von der Rückkehr geben sie nicht auf.

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OMAR HAJ KADOUR/ AFP

Brett McGurk muss kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Mehr als drei Jahre lang amtierte der Jurist und Diplomat als US-Sonderbeauftragter für den Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Zum Jahresende 2018 schmiss er den Job hin – aus Protest gegen den Beschluss von US-Präsident Donald Trump, die etwa 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten abzuziehen.

Diese Entscheidung ist bis heute nicht umgesetzt worden – trotzdem kritisiert McGurk die Syrien-Politik der US-Regierung und ihrer Verbündeten in der Region. In einem Aufsatz im Fachblatt „Foreign Affairs“ erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Nato-Partner Türkei. Bei der Offensive gegen den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien Anfang 2018 habe das türkische Militär unter Präsident Recep Tayyip Erdogan gemeinsam mit islamistischen Verbündeten aus Syrien mehr als 150.000 Kurden vertrieben und anschließend Araber und Turkmenen aus anderen Teilen Syriens dort angesiedelt.

Erdogans Ziel ist die Islamisierung und Türkisierung von Afrin

„Diese Operation war keine Antwort auf eine wirkliche Gefahr, sondern ein Produkt von Erdogans Ambitionen, die Grenzen der Türkei zu verschieben, die seiner Ansicht nach 1923 im Vertrag von Lausanne unfair gezogen wurden“, schreibt McGurk.

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Damit bestätigt ein langjähriger hochrangiger US-Beamter, der Erdogan selbst mehrfach persönlich traf, was die Kurden und auch internationale Menschenrechtsgruppen seit Langem sagen:

• Der türkische Staatschef plant eine langfristige Besetzung Nordsyriens und eine Veränderung der Demografie des Grenzgebiets.

• Die Kurden sollen von der Grenze zur Türkei vertrieben und durch Araber und Turkmenen ersetzt werden, die Ankara gegenüber loyal sind.

Im August 2016 waren türkische Armeeeinheiten in der sogenannten Operation „Schutzschild Euphrat“ in das Gebiet zwischen den Städten Asas und Dscharabulus eingerückt. Damit schlug das Militär eine Bresche zwischen die beiden kurdischen Kantone Afrin und Kobane. Im Januar 2018 gab Erdogan dann den Befehl, Afrin zu erobern:

• Innerhalb von zwei Monaten eroberten das türkische Militär und verbündete syrische Milizen Afrin.

• Angesichts der militärischen Unterlegenheit entschieden sich die kurdische Selbstverwaltung und ihre YPG-Miliz im März 2018 zum kampflosen Abzug aus Afrin.

Seither verhindern die türkischen Besatzer eine unabhängige Berichterstattung aus dem Gebiet. Um an Informationen zu gelangen, sind Journalisten auf Berichte von Menschen vor Ort angewiesen, die bislang nicht geflüchtet sind und unter großer Gefahr ihre Eindrücke weitergeben.

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Anhand von Satellitenaufnahmen lässt sich zudem belegen, dass die Eroberer seither etliche Schreine von Alawiten und Jesiden zerstört und Friedhöfe geschändet haben. Mehrere historische Kultstätten sind inzwischen in Militärposten verwandelt worden. Die Vertreibung der religiösen Minderheiten und der Umgang mit ihrem kulturellen Erbe sind ein Indiz dafür, dass die Besatzer das Gebiet langfristig islamisieren wollen. Das zeigt sich auch im Alltag:

• Zu den neuen Herrschern gehören viele islamistische Milizen, die aus anderen Landesteilen, die inzwischen wieder vom Assad-Regime kontrolliert werden, nach Afrin gebracht wurden.

• Mindestens eine von ihnen, die „Brigade des Barmherzigen“, fungiert in Afrin inzwischen als eine Art Polizei.

• Sie ist bestrebt, ihre Auslegung der Scharia im öffentlichen Leben durchzusetzen – und verlangt, dass Frauen nur verschleiert und in Begleitung eines männlichen Angehörigen das Haus verlassen.

• Zwischenzeitlich hatten die Besatzer auch Plakate in der Stadt aufgehängt, die Frauen aufforderten, sich völlig zu verschleiern. Nach Protesten der Bewohner wurden die Poster wieder abgehängt.



Parallel dazu strebt Ankara die Türkisierung Afrins an:

• Die türkische Flagge gehört zum Straßenbild, an den meisten Schulen wird türkisch unterrichtet.

• Die kurdische Sprache und Identität der Region hingegen wird mehr und mehr getilgt.

• Orte verlieren ihren kurdischen Namen, kurdisch wird nicht länger unterrichtet.

• Im März verbot die von der Türkei eingesetzte Lokalverwaltung von Afrin auch die Feiern zum kurdischen Neujahrsfest Newroz.

Das alles dient nach Einschätzung der Kurden nur einem Zweck: Die letzten verbliebenen Kurden aus Afrin zu vertreiben.

Aisha Issa Hesso gehört zu jenen, die schon im März 2018 vor der türkischen Armee flüchteten. Als Co-Vorsitzende der PYD gilt sie in Ankara als Staatsfeindin. Die PYD ist die wichtigste politische Vertretung der Kurden in Syrien. Die Türkei betrachtet sie als Teil der kurdischen Terrororganisation PKK.

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Aisha Issa Hesso: „Je mehr wir angegriffen werden, umso erbitterter leisten wir Widerstand“

Zusammen mit ihren Mitstreitern versucht Hesso, den Widerstand gegen die Besatzung zu koordinieren. Dabei geht es zunächst einmal darum, die Reste der kurdischen Selbstverwaltung, die bis vor einem Jahr in Afrin existierten, in den Flüchtlingslagern irgendwie aufrechtzuerhalten. Der Großteil der Flüchtlinge aus Afrin lebt in Zelten oder einfachen Behausungen in Shehba, einem Gebiet unter kurdischer Kontrolle, das eingezwängt ist zwischen der türkischen Besatzungszone im Norden und dem syrischen Regime im Süden.

Erinnerung an das Schicksal von Alexandretta

Daneben leisten die Volksverteidigungseinheiten (YPG), der militärische Arm der PYD, aber auch militärischen Widerstand. In den vergangenen Wochen häuften sich die Anschläge auf türkische Soldaten und arabische Milizionäre in Afrin. „Je mehr wir angegriffen werden, umso erbitterter leisten wir Widerstand“, sagt Hesso.

„Wir werden die türkischen Truppen in den Sumpf ziehen“, beschreibt die Politikerin ihre Strategie. Ziel sei es, die Besatzung Afrins für Erdogan so kostspielig werden zu lassen, dass er sich irgendwann doch zum Rückzug entscheidet. Die Kurden setzen darauf, dass die schlechte Wirtschaftslage in der Türkei ihnen langfristig in die Hände spielt.

Genau wie McGurk hat Hesso keinen Zweifel daran, dass Erdogan das Gebiet am liebsten der Türkei einverleiben würde. So wie es die Türkei einst mit der Region gemacht hatte, das westlich von Afrin liegt.

Das Gebiet um die Stadt Iskenderun, einst als Alexandretta bekannt, hatte bis 1938 zum französischen Mandatsgebiet Syrien gehört, war dann aber von Frankreich der Türkei überlassen worden. Bis dahin waren Türken in dem Gebiet nur eine von vielen Minderheiten, nach dem Anschluss veränderte Ankara die Demografie des Gebiets und türkisierte die Region, die heute Hatay heißt.

Diesem Schicksal wollen die Kurden von Afrin unbedingt entkommen.

Der Spiegel

Turkish soldiers (TSK) proudly showing heads of Kurdish guerillas they beheaded

WARNING: Graphic content.

Turkish soldiers (TSK) proudly showing heads of Kurdish guerillas they beheaded. It’s not the first time the Turkish army execute or mutilate bodies of Kurdish soldiers. This isn’t a sign of undisciplined soldiers, this is how TSK work in Kurdish areas.

Twitter removed the video showing the barbarity of Turkish soldiers. You can reach here.

Deutsche IS-Kämpfer – Die schlimmsten Touristen der Welt



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