Kurden leiden und die Welt schaut nur zu

Der kurdische Politiker Selahattin Demirtas fordertet nur Frieden und wurde deshalb zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Iran hat drei kurdische Aktivisten hingerichtet und am gleichen Tag noch das Lager einer kurdischen Partei bombardiert, dabei kamen 15 Menschen ums Leben. Die Kurden leiden immer mehr unter den herrschenden Regimes in der Hölle des Nahen Ostens. Die übrige Welt ist still und reagiert nicht…

Nach dem Ersten Weltkrieg zogen sich Briten und Franzosen aus dem Nahen Osten zurück und ließen viele Staaten zurück. Die Türkei, Syrien und der Irak waren drei dieser neuen Länder. In Lausanne zogen die Briten und Franzosen neue Grenzen für dieser Länder. Von diesen Grenzen waren in erster Linie Kurden betroffen. „Das Recht der Nationen, ihr Schicksal zu bestimmen“ wurde Kurden verwehrt.

1639 unterzeichneten der Iran (Safawiden-Reich) und das Osmanische Reich den Vertrag von Kasri-Shirin und teilten die kurdische Region unter sich auf. Nach Jahrhunderten wurde diese kurdische Region dieses Mal unter den Ländern Türkei, Irak und Syrien aufgeteilt. Sie sahen kein Problem darin, Kurden zu massakrieren und leiden zu lassen. Während die Geschichte für viele Völker Wandel btachte, blieb den Kurden ausschließlich Tod, Leid und Massaker überig.

Der Iran, Irak, Syrien und die Türkei scheinen wegen regionaler Interessen ständig in Konflikt zu sein. Wenn jedoch Kurden im Spiel sind, gehen sie stets gemeinsam vor. Die Kurden dagegen halten nicht zusammen und führen eine zersplitterte Politik. Der Grund für den hundertjährigen Erfolg der „Teile und Herrsche“ – Politik, welche von den Engländern stammt, ist diese gespaltene Politik der Kurden.

Wir sind im Jahr 2018 und Kurden werden immer noch hingerichtet, bombardiert, getötet, verhaftet und wegen ihrer Ansichten zu Haftstrafen verurteilt. An einem Tag kommen bittere Nachrichten aus der Türkei und am nächsten Tag aus dem Iran, Irak oder aus Syrien. Es gibt fast keinen Tag, an dem die Kurden nicht sterben, verhaftet werden oder leiden. Das Leiden der Kurden wird nicht in diesen vier Teilen enden. Es ist wahr, dass Kurden als ein Volk an sich viel zu viel Leid erfahren.

Das iranische Regime hat am vergangenen Wochenende drei junge kurdische Männer hingerichtet. Einer von ihnen war Ramin Panahi. In seiner letzten Botschaft sagte er: „Ich bin kein Terrorist. Ich bin ein Aktivist, der für die Rechte der Kurden kämpft.“ Die Hinrichtung des iranisch-kurdischen jungen Mannes wurde zuvor durch heftigen Reaktionen verbunden mit Kampagnen in den sozialen Medien zweimal verschoben. Am Morgen nach dem Idlip-Gipfeltreffen in der iranischen Hauptstadt Teheran, an dem auch der türkische Präsident Erdogan teilnahm, wurde nicht nur Panahi, sondern auch zwei seiner Cousins hingerichtet. Ist die Botschaft an die Kurden nicht eindeutig? Hat sich jemand außer Kurden und ihren Freunden den Hinrichtungen widersetzt? Nein! Die Welt ist still und reagiert nicht, sie nahm lediglich die Rolle eines Zuschauers ein. Ramin Panahis trauernde Mutter sagte: „Ich hatte ein ruhiges Gewissen und bin von einer Hinrichtung nicht ausgegangen. Sie haben ihn aber hingerichtet. Ramin ist nicht mehr da.“ Haben denn diese Worte bei keinem ein schlechtes Gewissen hervorgerufen? Ihre Worte sind so bitter gewesen, als wäre jedes einzelne Wort von ihr erst einmal in Leid eingetaucht und dann erst ausgesprochen worden. (Wow! Sehr gut!)

Noch am selben Tag bombardierte der Iran das Lager der kurdischen Partei İ-KDP in der Stadt Erbil der kurdischen Region im Irak. Dabei kamen 15 Kurden ums Leben. Es wurde behauptet, dass der Iran diese Raketen, die auf sie abgefeuert wurden, zum ersten Mal eingesetzt habe. Es ist nichts Neues, dass Staaten ihre neuen Waffen erst einmal bei Kurden ausprobieren. Es gibt viele Beispiele diesbezüglich. Saddams chemische Waffen in Halabdscha oder Erdogan, der noch in jüngster Vergangenheit seinen „nationalen Mehrfachraketenwerfer” das erste Mal im nordsyrischen Afrin getestet hatte…

In der Türkei wurden die Verteidiger des Friedens bestraft. Selahattin Demirtas, ehemaliger Co-Vorsitzende der HDP und Sirri Süreyya Önder, Abgeordneter der HDP, die von sechs Millionen Menschen in der Türkei unterstützt wird, wurden wegen ihrer Aussagen in der Zeit als noch Friedensgespräche mit der Regierung geführt wurden, zur Haftstrafe verurteilt. In der Türkei wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeschaltet und die Justiz ist im Garten des AK Palastes begraben. Die „Große türkische Gerechtigkeit“ sucht die Kurden schon seit mehreren Jahren nicht mehr auf.

Die USA und die westlichen Staaten widersetzen sich einer möglichen militärischen Operation von Syrien und Russland gegen radikale dschihadistische Gruppen in Idlib. Gleichzeitig erheben sie ihre Stimme dagegen. Wenn es jedoch um Kurden geht, nehmen sie alle die Rolle der drei buddhistischen Affen ein. Die westliche Demokratie behauptet in Sachen Kurden, nichts zu wissen, nichts zu sehen und nichts zu hören. Die Welt hält trotz der Geschehnisse ihre Ohren zu. Kurden stehen mit ihrer historischen Einsamkeit allein da. Kurden, die in der Hölle des Nahen Osten unter der repressiven Herrschaft von vier Länder leben müssen, haben nicht viele Möglichkeiten: Entweder halten sie zusammen und kämpfen gemeinsam für ihre Freiheit oder sie werden noch weiter hingerichtet, massakriert und müssen noch viel leiden.

WDR

Iran setzt offenbar Spionage-Software gegen Kurden und IS ein / Spyware in gefälschten Apps

Der Kampf gegen politische Gegner wird auch im Internet ausgetragen. Eine IT-Sicherheitsfirma hat jetzt einen Malware-Angriff per App entdeckt, der die Kontakte und SMS der Opfer ausspioniert. Urheber soll der Iran sein.

Der Name des Spionage-Programms kling harmlos: „Domestic Kitten“ („häusliches Kätzchen“). Doch die IT-Sicherheitsfirma „Check Point“ hat Hinweise gefunden, die auf einen staatliche gesteuerte Malware-Angriff aus dem Iran hindeuten. Sie konnten die ersten Attacken bis in das Jahr 2016 zurückverfolgen.

Versteckt ist die Spyware in einer „ISIS Wallpaper“ App, in einer gefälschten Nachrichten-App der „ANF Kurdistan Nachrichtenagentur“ und in einer falschen Version des Messengers „Videogram“. Die Auswahl der Tarn-Programme orientiert sich dabei an der vermeintlichen Zielgruppe, so Checkpoint: 97 Prozent der Betroffenen seien iranische Staatsbürger, es gäbe Hinweise, dass gezielt ethnische Minderheiten wie zum Beispiel Kurden zum Download verleitet werden sollten.

Nach dem Herunterladen einer verseuchten App, können die Angreifer unbemerkt persönliche Informationen aus dem Gerät des Opfers auslesen. Besonders kritisch ist, dass neben den Nutzerdaten auch Details zu den Kontakten und dem sozialen Netzwerk des Anwenders einsehbar sind. Dazu gehören SMS-Texte, Kontaktdaten, Browser-Historie, Fotos, und GPS-Daten.

Schadsoftware deutet auf iranische Regierung hin

Laut Check Point deutet die Vorgehensweise und der Aufbau der Schadsoftware auf iranische Regierungskreise hin. Die Überwachungsprogramme zielen auf Gruppen ab, die bereits durch verschiedene Behörden im Iran beobachtet werden.

So richtet sich die ISIS Wallpaper-App an Unterstützer und Sympathisanten der Terrororganisation. Die „Updates“ in der angeblichen Nachrichten-App der „ANF Kurdistan Presseagentur“ sind gefälscht und haben nichts mit der echten „ANF Kurdistan“ zu tun. „Dies lässt darauf schließen, dass die Hintermänner gezielt Kurden im Fadenkreuz ihrer Attacken haben“, erklärte Check Point.

240 Geräte infiziert, Zahl der Betroffenen ist höher

Laut der IT-Sicherheitsfirma sind aktuell 240 infizierte Geräte bestätigt, die Zahl der Betroffenen sei aber ungleich höher, da die Kontakte dieser Geräte ebenfalls betroffen seien. Unter den Opfern sind neben Iranern auch afghanische, irakische und britische Staatsbürger.

T-Online

Antisemitismus

Mannschaftsfoto mit Hitlergruß vor Dönerbude sorgt für Wirbel..

Ein Termin, den jede Fußballmannschaft kennt, hat am Sonntag ein bizarres Ende gefunden, mit dem sich nun der Staatsschutz beschäftigt: Der Sponsor des SC 1920 Myhl, Engin Arslan, versammelt die zweite Mannschaft der Kreisliga C vor seinem Imbiss im Einkaufszentrum der Wassenberger Oberstadt, um das übliche Mannschaftsbild mit dem Trikot des Sponsors aufzunehmen. Das Bild entsteht, doch zudem entsteht ein Bild, auf dem er und sieben Spieler den Hitlergruß zeigen. Arslan stellt das Bild ins Internet.

Schon nach wenigen Minuten habe er das Foto auf Bitten des Spielerbetreuers wieder aus dem Internet herausgenommen, erklärt der 38-Jährige. Dennoch zog es sofort weite Kreise über den Verein hinaus. Inzwischen liegt der Fall auch dem Staatsschutz vor.

„Wir haben uns der Thematik gestellt und schnell Konsequenzen gezogen“, sagt Marc Winkens, Vorsitzender des SC 1920 Myhl. Am Dienstagnachmittag sei er von einem Vorstandskollegen darüber informiert worden, dass beim Termin in der Lokalität des Sponsors nicht nur offizielle Fotos entstanden waren. Schon wenige Stunden später saß die Vereinsführung geschlossen zusammen — und beschloss den sofortigen Ausschluss aller sieben Spieler. „Auch wenn es möglicherweise ein Dumme-Jungen-Streich war. In unserer Zeit muss man sich Gedanken machen, wie man handelt“, sagt er und spricht auch die jüngsten Geschehnisse in Chemnitz an.

Die Satzung des SC Myhl besage, dass Mitglieder sofort auszuschließen sind, wenn sie sich vereinsschädigend verhalten. „Und das Foto ist eindeutig, also mussten wir reagieren. Die Leute auf dem Foto tragen unser Wappen auf dem Trikot“, erklärt Winkens. Es sei eine „eindeutige“ Entscheidung des Vorstands. Der Vereinsvorsitzende hat keine Hinweise darauf, dass irgendeiner der abgebildeten Spieler Kontakte in die rechte Szene hat. Dafür sprächen auch einige Rückmeldungen aus dem Kreis der ausgeschlossenen Spieler, die sich sehr selbstkritisch gezeigt hätten. Generell habe der Verein mit seinen 300 Mitgliedern, der auch die bundesweite Aktion „Fußballvereine gegen Rechts“ unterstützt und noch nie Probleme mit Ausländerfeindlichkeit gehabt. „Das ist definitiv komplettes Neuland für uns“, erklärt Winkens.

Amateurkickern droht eine Geldstrafe

Die Kriminalinspektion Staatsschutz im Polizeipräsidium Aachen, die politisch motivierte Kriminalität verfolgt, prüft nach Aussage von Sprecherin Petra Wienen derzeit, ob eine strafbare Handlung vorliegt. Bei der Bewertung spielt insbesondere eine Rolle, welche Öffentlichkeitswirksamkeit das Foto erzielt hat — also welchem Personenkreis es wie lange zugänglich war. Sollte tatsächlich ein Verfahren wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ eingeleitet werden, droht den Amateurkickern eine Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Die Spieler hätten von der Veröffentlichung des Fotos nichts gewusst, räumt Arslan ein, der sich ebenfalls bereits beim Vorstand entschuldigt hat, wie er sagt. Das Bild sei „nur ein Gag“ gewesen. „Ich bin ein Typ, der gerne Späße macht, gerade mit so etwas“, sagt der Deutsche mit türkischen Wurzeln und betont, dass er auch seine Texte im Internet mit nationalsozialistischen Begriffen wie „Sieg Heil“ unterschreibe. Dies sei keinesfalls politisch, sondern immer satirisch gemeint. So sei auch das Foto entstanden, mit Blick auf die aktuellen Vorgänge in Chemnitz. „Ich wollte zeigen, dass wir das auch anders können.“ Damit meint er, dass auf dem Foto auch Spieler mit Migrationshintergrund den Hitlergruß zeigen. Inzwischen bereut er jedoch, dass er das Foto veröffentlicht hat. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das so interpretiert wird“, sagt er mit Blick auf die vom Staatsschutz eingeleiteten Untersuchungen.

Für die Haltung des Vereinsvorstands hat er dagegen gar kein Verständnis. Da würde viel zu viel auf die Goldwaage gelegt. Auch versteht er nicht, dass der Vorstand mit der Angelegenheit an die Öffentlichkeit gegangen ist. „Das macht bei mir den Eindruck, dass sie nur beweisen wollen, wer sie sind.“ Die Angelegenheit hätte man auch intern klären können, sagt Arslan. Und ein Ausschluss der Spieler hätte auch nicht sein müssen. „Sauber machen an der Kita“ wäre auch eine Strafe gewesen, meint er.

Es könne doch nicht sein, dass eine achtjährige Investition einfach weggeworfen werde, schaut er auf seine langjährige Sponsortätigkeit für den Verein zurück. Daraus werde er sich jetzt zurückziehen, erklärt er.

Aachener Zeitung

Three Iranian Kurdish Political Prisoner Executed

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Three Iranian Kurdish political prisoner, Ramin Hossein Panahi, Loghman Moradi and Zanyar Moradi, were executed this morning at Rajai Shahr prison in Karaj.

IHR strongly condemns the execution. Mahmood Amiry-Moghaddam, the spokesperson for IHR, said: „Zanyar Moradi, Loghman Moradi, and Ramin Hossein Panahi were all subjected to torture and sentenced to death following unfair trials based on forced confessions. Their execution is a crime and the Iranian authorities, including the Supreme Leader Ali Khamenei, must be held accountable for this crime.”

IHR had earlier warned against the imminent danger and called on international community to do their best to prevent their executions. On September 8, Javaid Rehman, Special Rapporteur on the situation of human rights in the Islamic Republic of Iran, and Agnes Callamard, Special Rapporteur on extrajudicial, summary or arbitrary executions, have appealed to Iran to halt the imminent executions of Ramin and two other Iranian Kurd political prisoners, Zanyar Moradi and Loghman Moradi.

Loghman and Zanyar Moradi were sentenced to death on 22 December 2010 by branch 15 of the Tehran Revolutionary Court on charges of murdering the son of Marivan’s Friday prayer Imam. They had denied the charges and said that the initial confessions were extracted under torture.

According to a statement by Ahmad Shaheed, the previous UN Special Rapporteur for the human rights in Iran issued in March 2012, “Zanyar and Loghman Moradi were compelled to confess to allegations of murder after being severely beaten and threatened with rape.” The statement also said: „… no evidence or witnesses were brought against these men, and that they did not have reasonable access to their legal counsel.”

Ramin Hossein Panahi was shot and arrested by the agents of the Revolutionary Guard on Friday, June 23, 2017. The agents claimed that he was armed, but Ramin’s family had strongly denied the claim. Ramin’s trial was held on January 15, 2017. He was sentenced to death in the first session on the charge of „rebellion against the regime, acting against the national security, and being a member of Komala Party of Iranian Kurdistan.“ His execution was approved by branch 39 of the Supreme Court on Tuesday, April 10, 2018.

Iran Human Rights

Iranisches Regime hat Panahi hingerichtet

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Trotz internationaler Proteste hat das iranische Regime heute die Todesstrafe gegen Ramin Hossein Panahi vollstreckt.

Am heutigen Morgen wurde der kurdische Gefangene Ramin Hossein Panahi (Ramîn Husên Penahî) vom iranischen Regime hingerichtet. Der aus dem ostkurdischen Sine (Sanandaj) stammende 24-Jährige war am 23. Juni 2017 in einen Hinterhalt der iranischen Revolutionsgarden geraten. Bei den daraufhin ausgebrochenen Gefechten wurden drei seiner Freunde getötet, nur Panahi überlebte verletzt. Bei seiner Festnahme war der Aktivist unbewaffnet.

Vor Gericht wurde ihm vorgeworfen, Mitglied der kurdischen Organisation Komala zu sein. Wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit des Iran durch ein Vergehen gegen Allah“ wurde er am 25. Januar diesen Jahres zum Tode verurteilt. Ursprünglich wollte der iranische Staat Panahi kurz nach dem Ramadanfest hinrichten lassen. Aufgrund internationaler Proteste war die Vollstreckung des Todesurteils allerdings aufgeschoben worden.

Die Hinrichtung Panahis erfolgte nun kurz nach dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Erdoğan bei seinem iranischen Amtskollegen Rohani. Auffällig war, dass direkt nach dem Erdoğan-Besuch in Teheran die iranische Luftwaffe auch Angriffe in vielen Regionen Südkurdistans flog.

ANF

50 Millionen Euro sollen die EU-Hilfen für den Iran betragen.

EU bringt Millionen-Unterstützung für den Iran auf den Weg.

50 Millionen Euro sollen die EU-Hilfen für den Iran betragen. Das Geld soll die Regierung in Teheran dazu bewegen, an dem Atomabkommen festzuhalten.

Um den Iran zum Festhalten am Atomabkommen zu bewegen, hat die EU ein 50 Millionen Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht. In einem ersten Schritt sollen mit acht Millionen Euro unter anderem kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden, wie die zuständige EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Weitere zehn Millionen Euro sind unter anderem für Projekte im Umwelt- und Gesundheitsbereich vorgesehen. Die EU sei fest entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem Iran fortzusetzen, kommentierte EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini.

Der Iran hatte zuletzt angekündigt, nur dann am Abkommen zum Verzicht auf eine Atombombe festhalten zu wollen, wenn er weiter ausreichend davon profitiert. Nach dem einseitigen Rückzug der USA ist dies allerdings nicht mehr sicher, da die Entscheidung von Präsident Donald Trump mit der Wiedereinführung von scharfen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verbunden ist.

Handelsblatt

Der Kommentar von Kazem Moussavi


50 Mio. EU-Fördergeld für die Henker im Iran: Damit ist die Bundesregierung verpflichtet, die Hinrichtung von Kurden zu verhindern!

Ramin Hossein Panahi meldet sich

Ramin Hossein Panahi meldet sich in dieser Videobotschaft an das kurdische Volk und an all jene, die ihn unterstützen.

Das Video wurde vor zehn Tagen, vor dem Hungerstreik, aufgenommen, aber erst jetzt veröffentlicht.

Ramin begrüßt zunächst einmal alle. Er erzählt, dass er sich im Gefängnis Rajaee Shar befindet. Er bedankt sich bei allen Menschen, die sich für ihn einsetzen. Er dankt besonders den Menschen in Kurdistan und auch den Menschen im Iran. Er will allen mitteilen dass er kein Terrorist ist, sondern ein nach Freiheit strebender Mensch, ein Kind Kurdistans. Zum Schluss sagt er noch: „Ich küsse eure Augen.“

#SaveRamin #RaminHosseinPanahi #StopExecutionsInIran

Quelle: Ost Kurdistan

Police attack Saturday Mothers at the 700th week of action

Turkish police did not allow the 700th week action of Saturday Mothers at IStanbul’s Galatasaray Square. Following an attack, police detained several people.

Today marks the 700th week of the action by Saturday Mothers, mothers and relatives of the victims of disappearances under the custody of state forces, who have been demanding justice and truth for their beloved ones at Istanbul’s central Galatasaray Square every Saturday.

The mothers were traditionally set to gather at Galatasaray Square for their weekly sit-in action, wearing t-shirts with “Saturday Mothers” writing on them, holding red roses and carnations in their hands as well as banners demanding justice and photographs of their disappeared relatives.

Already deployed at the scene, Istanbul police blockaded the area and did not allow the mothers access to the square.

Amid a siege by the police and security forces from the Yapı Kredi Cultural Centre, even taking photographs has been banned.

Stating that access to Galatasaray Square will not be allowed, police said the action has been prohibited by the Ministry of Interior.

Members of the Human Rights Association (IHD) who are accompanying the mothers and insisted on entering the square, were attacked by the police. Several people have been taken into custody.

ANF


Live Stream in Istanbul / Galatasaray

Polizeiangriff auf Samstagsmütter in Istanbul

Die Polizei in Istanbul hat die 700. Aktion der Samstagsmütter verboten und die Teilnehmer*innen am Galatasaray Platz angegriffen. Es gibt viele Festnahmen.

Heute findet die 700. wöchentliche Aktion der Samstagsmütter statt. Die Frauen fragen nach ihren „verschwundenen“ Angehörigen und fordern die Verurteilung der Täter. Die Polizei verbot die Kundgebung und griff die Teilnehmer*innen an.

Die Aktivist*innen hatten sich zuvor in den Morgenstunden beim Menschenrechtsverein (IHD) getroffen. Sie kamen mit roten Rosen und Nelken zum Verein und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Samstagsmütter“. Dort wurden die Aufgaben, Plakate und Bilder der Verschwundenen verteilt. Anschließend gingen die Teilnehmer*innen zum Galatasaray-Platz. Die Polizei hatte den Platz umstellt und hinderte die Protestierenden am Betreten. Die Polizei untersagte das Fotografieren und erklärte, die Aktion sei vom Innenministerium verboten worden. Anschließend wurden die Teilnehmer*innen angegriffen, es kam zu vielen Festnahmen.

ANF


Live Stream in Istanbul / Galatasaray

Nahles will Türkei notfalls retten

Sollte sich die Währungskrise der Türkei verschärfen, müsse Deutschland das Land unterstützen, fordert die SPD-Chefin. Der türkische Präsident Erdogan zeigt sich gegenüber Amerika weiter unnachgiebig.

SPD-Chefin Andrea Nahles hat deutsche Hilfen für die wirtschaftlich in Bedrängnis geratene Türkei ins Gespräch gebracht. „Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss, unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan“, sagte Nahles den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Türkei ist ein Nato-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden.“

Den für September geplanten Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland nannte Nahles richtig. „Die Bundesregierung muss mit der Türkei auf allen Ebenen im Gespräch bleiben“, sagte sie. „Es ist meine klare Erwartung an die Bundeskanzlerin, dass natürlich auch kritische Fragen angesprochen werden. Hierzu gehört insbesondere das Festhalten und die Inhaftierung von deutschen Staatsangehörigen in der Türkei.“

„Wir werden euch die Stirn bieten“

Die Türkei wird derzeit von einer Wirtschafts- und Währungskrise beherrscht, die die türkische Lira in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt hatte.

Verschärft wird die Krise durch Spannungen zu Amerika. Hier gibt Erdogan nicht klein bei. Auf dem Parteitag seiner islamisch-konservativen Partei Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) teilte er abermals die Vereinigten Staaten aus. „Einige denken, sie könnten uns drohen mit der Wirtschaft, Strafmaßnahmen, Devisenkursen, Zinsen und Inflation. Wir kennen eure Betrügereien, und wir werden euch die Stirn bieten“, sagte er. Auf dem Parteitag wurde Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu einstimmig als AKP-Chef bestätigt. Alle fast 1400 abgegebenen Stimmen seien auf Erdogan entfallen.

F.A.Z.



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